Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 221

nach durch krleg im 1437 verbꝛunnẽ/ als in dem Bꝛeyßgauw vm̃ Fꝛeyburg al Von Chriſtiles verher get. Diſes iſt hernach vo Apt Conradẽ/ ſo zu erſt in dẽ Baßler Con geburt 1095

cilio die Inflen erlanget/ in dem i648 wider erbauwen/ vnnd von Apt Peter 1von Grẽmelſpach im zos gar vollendet woꝛden/ wie ich ſolliches alles vonHerꝛẽ Joanne Erbio der zeit Apt Anno 6s in mein er reißfart erkundiget/vnd ſelbs beſichtiget hab. Als nun Adelbero fein kioſter i8 jar wol geregie-ret/ iſt er im in jar geſtoꝛben/ vnd ehꝛlich in feinem kloſter zu der erde beſtat-tet worden. Chron. S. Petri.

Guldꝛich Sꝛaf zu Bꝛegentz.. 6 iſt von den alten Gꝛafen zu Bꝛegentz ioos.

vnnd Rhetier land wolgeboꝛen/ vnnd inn al-len tugendten wol auffer zogen alſo daß er einhochuerꝛůmpter Merz worden. Als Rhodolßh derHertzog inn Schwaben vnnd erwelte RõòmiſcherKonig dieſes verſtanden/ hatt er jhm ſein DochterBertham zu der ehe geben/ vnd mit viel hohen àm-teren bezieret. Under andere tugendten hat Hul-bꝛich fürnemlich Gott geliebet/ vnnd den Kirchen-dienſt begeret zufürderẽ. deßhalb als in S. Gallenalte Capell, da die Bꝛegentz in den Bodenſee laufet/n n J etwan viel frommer bꝛnůder vnd ſchweſt eren gewo-ner/ vnd hernach gar abgangen/ hat dieſer Gꝛaf daſelbſt an einem luſtigenoꝛt ein Benedictiner kloſter geſtifftet nnd Mengoſen zu einem erſten Aptdarinnen erwellet/ inn dem 56 jar. Es warde auch die kirch damalen vonVir ich dem Biſchoff zu Coſtentz vnd Grafen von Dillingen geweyher. Wieaber hernach KRhodolph der Gꝛaf von Pfullendoꝛff von feiner munter Eli-ſabeth har/ ſo deß Huldꝛichen einige Dochter vnnd erb geweſen/ diefe Gꝛaf-ſchafft bekom̃en/ hatt er dieſes kloſter bey Bꝛegentz fo Meerauw genen ner/noch weiter begabet/ vnd viel guter darein geben/ alſo daß er der ander ſtiff-ter geheiſſen. Es haben auch die Gꝛafen von Mont foꝛt dieſes kloſter her-nach reichlich begabet/ vnd mit ſampt den alten ſtifft eren ö Wa da-rinnen erweller. Wie nun Huldꝛich der geſtalt ein groß lob bekom̃en/ iſt ergeſtoꝛbẽ/ vnd ehꝛlich in dieſem kloſter zu der erden beſtattet worden, Bruſchi.in Monaſt. Germ. J

Bruno der Carthüſeren anfenger.a Rund iſt zu Coͤln am Rhein erboꝛen vnd auff⸗ 1096:Ber. Er hat ſich aber bald auß liebe der gu-

ten künſten gen Pareyß gethon/ vnd iſt daſel-ben dem ſtudieren fleiſſig obgelegẽ. Wie er nun ſehꝛzugenommen/ vnd einen ſinn reichen kopff gehabt/warde er auff der hohen ſchul zu Pareyß ein Caͤß-meiſter geoꝛdnet. Inn dieſem ſtand hat er bey vielenzuhoꝛeren die Phĩloſophey vnd freyen künſt geler-, net/ vnnd viel jar alle anderen mitt leſen weit über;

4 troffen. Wie er der geſtalt glücklich fürgefaren/ vnd, Nein Doctoꝛ/ ſo hm wol bekannt vn nd lieb geweſen/; ld geſtorben/ hat jn bedaucht/ er hoͤre dieſen mitt kleg-licher red alſo ſchreyen: Ach ich binn durch das gerecht vr theil Gottes ver-dammet. Von dieſer red erſtaunet Bruno/ verließ die ſ chul vnnd ſtatt Das

reyß/ vnnd name jhm für von anderen ein abgeſünderete leben zufuͤren/t 10 im