Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 223Sotfrid I. Coͤnig zu Gieruſalem. Don Chriſt Othfridt iſt Euſtachij deß Grafen inn Bra⸗ a 1029:bandt/ vnnd Ida Gothfriden deß Fürſten in!Lotharingen ſchweſter Sohn gewe ſen/ allſodaß er auß dem ſtam̃en erboren/ auß welchem auchdie Fürſten zu Güůlch vnd Cleue jhren vrſprung be-ö kommen. Weil aber der Hürſt in Lotharingen kei-. ne kinder/ hat er Gothfriden einen dapfferen jüng-, ling an ſein kinds ſtatt/ auch inn fein ſchutz vnndö ſchirm genom̃en. deßhalben ſich begebẽ/ daß er vonſeinen elteren vnnd ſeiner muter bꝛuder in allen tu-. gendren aufferzogen worden. Als er aber erwach-s ö en/ hat jn Keyſer Heinrich der vierdt zu ſich beruf-fet/ vnnd lang bey ſich an dem Hof behalten. Inn dieſer zeit waren gro feburgerliche krieg im Teütſchen land. dann es hatten die Schwaben vnndSachſen Rhodolphen zu einem ARSmtſchen Konig erwellet/ vnnd warendurch deß Bapſts authoritet von Heinrichen abgefallẽ. Alſo hatt Heinrichzn mehrmalen mit Rodolphen geſtritten/ auch diſen letſtlich in dem 108: jarüberwunden vnd erſchlagen. In dieſen ſchlachten hat Gothfrid mit dapfferem gemut deß Keyſers Adler vnd paner getragẽ/ auch feine erſten feld zůggethon. deßhalben er auch bey meniglichen von wegen feines geraden ſtar-cen leibs ein groſſe authoritet erlanget. Es hatt ſich auff ein zeit begeben/wie er mit den feinden einen beſond eren kampff gethon/ daß jm fein ſchwertgebrochen: da waren etliche Fürſten zugegen/ welche dieſen geſpan begeretzu zerlegẽ/ damit der dapffer jüngling nit alſo vngewaffnet zugrund gien-ze. Es hat aber Gothfrid dieſes nit wollen geſtatten/ biß er den feind gefel-kin dahin gebracht/ daß er bekennet/ er ſeye überwunden/ auch hiemittverzeihung begeret. Als aber nicht lang hiernach ſein vatter geſtorben/

kame er an das Fürſtenthumb/ vnnd warde mitt der Ritterſchafft bewilli-gung Hertzog inn Lotharingen erkleret. Dieſes land hatt er mitt groſſer

welßheit vnd from̃keit glücklichen geregteret/ vnd iſt den anderen Fürſten

ein exempel geweſen. Weil aber in der zeit der Bapſt vnnd Keyſer von we-

gen der Biſchoffen vnnd Prelaten Inneſtitur oder beſtetigung groſſe ges

ſpeen gefuͤr et/ die Sürſten in partheyen zertheilet/ hat Gothoftrid darab

ein groſſen verdruß thete ein gelübt/ vnd fienge an nach zugedencken/ was

geſtalt er doch den Sarracenen widerſtand thun/ vnd den bekümmereten

Thriſten in Syria möchte zuhilff kommen.Es hat ſich damalen komlich begeben/ daß Bapſt Vibanus der ander zu Sieruſalem

Claremont ein Conctlium gehalten/ vnd die Chiiſten lichen Fürſten mitt Chriſten

einer zierlichen red bewegt/ das heilige land wider zu eroberen. Deßhalben eroberet.

haben ſich von ſtundan dꝛey malen hundert tauſendt menſchen laſſen mitt

dem creütz bezeichnen/ vnnd ſich zu die ſem feldzug gerüſtet. Es(cin Goth-

frid vnnd ſeine bꝛůder Euſtachtus vnd Balduinus über dieſen gezeug O-

berſte Feldherꝛen geweſen/ auch ein rot creütz auff die rechte ſchulteren/ als

ein zeichen deß kriegs anß deß Bapſts handen entpfangen. Dieſes was bey

meniglichem verzeichnei/ vnd hieff: w AS G STT w JC E. Es

waren auch RWaymundus der Graf von S. Aegidien/ Robertus der Graf

in Flanderen/ demnach Steffan der Graf von Carnoten zugegen. Zuletſt

auch Hugo König Philippi inn Franckreich bꝛuder/ Bohemundus der

Hertzog in Apulia/ vnnd Tancredus ſeines bꝛuders Sohn/ mitt viel ande-

ren Furſten vnd Herꝛen auß Teütſcher/ Sranckreichiſcher vnd J. cher na-

t tiij tion;