[3 dr232 Bochtrersümpter Teütſcher Perſonenys chriſti ge vñ mit(einer haußfrauwẽ bewilligũg alle feine gůter verkauffet/ ein großbart nod jar. ſes gelt zuſam̃en gebꝛacht/ vnd zwey kloͤſter zwiſchen Speyr vnd Woꝛmbserbauwen/ ſo Franckenthal genennet/ auch mit ehꝛlich en gefellen wol verſehen. Inn dem einen hat er ſelbs über die bꝛůder die Pꝛopſtey zuhanden gesnommen/ vnd iſt ein Münch woꝛden: In dem anderen ſo ein frauwenklo-fer geweſen/ hat er fein gemahel zu einer Pꝛioꝛen geordnet, Daſelbẽ habenfie beyde einen vnſchuldigen vnd heiligẽ wandel gefuͤret/ ſeind alſo dapfferbiß an jhꝛ end verharꝛet/ auch begraben/ vnd für heilige perſonen gehaltenwoꝛden. Monſt. lib.z. Coſmog.
Reimbertus Apt zu 6. Peter in Galtzburg.—— 2 Eimbertus iſt von jugendt an dem ſtudierenZN W fleyſſig obgelegen/ vnd durch fein gůte art ein& DOſehꝛ gelehꝛter man worden. Nach diſem hat erſich zu Saltzburg ghen S. Peter inn das Benedi-ctiner kloſter gethon/ damit er allein Gott dienen/N vnd den buͤcheren obligen mochte. Dieſes iſt gar einalt kloſter/ innerthalben der ſtatt Saltzburtz mau-f DM ren gelegen/ welches von S. Růpꝛechten mit ſamptUV diſem Biſtumb/ durch Theodonis deß Fürſten inn|. 3 Byeren bewilligung/ erſtlich auff gerichtet/ in demZU A| do jar. In welchem auch S. Růpꝛecht an de Oſter-SAN] tag im 63 jar ehꝛlich begraben. Als nun Reimber-tus an die ſem oꝛth mit viel tugeten begabet/ warde er inn dem 11,0 jar da-ſelben der 6. Apt erkoꝛen. Dieſes ampt hatt er gantz loblich vj jar verwal-ten/ vnd alles daſelben in ein beſſere oꝛdnung gebꝛacht. Wie man dieſes verſtanden/ hat er nicht megen bey diſem ſtand verharren/ ſonder warde auchin dem I jar Biſchoff zu Bꝛixen erwehlet/ da er dann auch treüwlich gehandlet/ vñ zuletſt auß dieſer zeit verſcheiden. Caſp. Bruſch.in Monaſt. Gem.
WBartislatis Hürſt in Pomeren.MW. iſt Suantopolci deß Fürſtẽ in Pomeren fon geweſen. Er
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1108,was mit viel tug end ten bezieret/ deßhalben er anch nach dem vatter
der Pomeren Ffürſt erwehlet. Dieſes land hat er durch fein mañheit
wider der feinden einfaal dapffer beſchirmet auch vnder den Für ſten Teutſcher nation einen groſſen namen erlanget. Weil aber in dieſer zeit Pome-ren der Abgotterey ergeben/ iſt Otto der Biſchoff zu Bamberg dahin gezogen/ das Euangelium gepꝛediget/ auch dieſen Wartis laum mit feinen britderen Ratiboꝛo/ Suantipolco/ vnnd Bugislao zu Chꝛiſten gemachet/ daman zalt ni jar. Deßh alben hat Wartislaus das Biſtumb zu Julin geſtifftet/ vnd mit viel freyheiten bezieret/ welches dann harn ach ſein enckel Wartis laus gehn Camin gelegt. Dergeſtalt warde Wartislaus ein Chꝛiſt/ füͤr-deret die ehꝛ Gottes gantz treüwlich/ vnnd regieret fein land im friden. Erhat zwen ſoͤhn/ BSugis laum vnd Cazimirum/ welche harnach Keyſer Friderich Barbaroſſa zu erſten Fürſten in Pomeren erwehlet/ Zim uß⸗ jar. Damitwir aber dieſes Sürſten nach kommende erkoͤnnen/ welche nach mit groſſenehꝛen in Teutſchemland vorhanden, wellen wir jren ſtam̃en in einer Taffelfürſtellen/ voꝛab weil mir etliche ſachen von den Hochgeboꝛnen Ffürſten in
omeren Ernſt Lud wigen vnnd Barino/ wie ſſe auß Franck-reich gehn Baſel kommen/ vnd wider heim wellen rey-ſen/ in einem freündtlichen geſpꝛech ſelbsgeoffenbaret woꝛden.
Wartiſ-
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