Von Chriſti
geburt 1118
11225
gochtierꝛumpter Teütſcher PerſonenVobertus Apt zu Tuiſch.
, iſt in Nideren Teutſchẽ land erboꝛẽ/
vnd auß liebe Gottes zu Vtrich bey S. Lau-
rẽtz ein Münch woꝛden. Von diſer zeit an hat
er ſich in Heiliger geſchꝛifft in dem kloſter(eh: gen;
bet/ alſo daß er auch in dẽ ſchlaaff nicht viel růw ge-
habt/ dañ es wurden jm allzeit ſein zung vñ lefftzen
bewegt/ als wañ er geleſen. Deßhalben ſich begeben
,, daß er in Heiliger geſchꝛifft ein wunderbare erkant
W nuß bekom̃en/ vñ von mencklichem für den aller ge
lehꝛteſten man deſſelbigen land gehalten woꝛden.
Durch dieſes geſchꝛey warde Fꝛiderich der Ertz bi-
| U WU ſchoff zu Coln bewegt/ daß er in auß diſem kloſter ge
nom̃en/ auch in dem kloſter zu Tuiſch bey Coͤln zu einem Apt erwehlet. Da-
ſelbẽ hat er durch Gottes woꝛt vnd gute exempel ſeine vnderthonen zu der
Heiligen geſchꝛifft/ vnd guten wercken ermanet. Er hatt faſt in alle bůcher
deß neüwen vnd alten Teſtament feine außlegung beſchꝛiben/ demnach ein
ſchoͤne werck an Conraden Biſchoffzu Regenſpurg von deß woꝛt Gottes
ſieg/ welches er in vin bucher abgetheilet/ als Heinrich der v. Keyſer gewe-fen, daman zalt uꝛo jar. Trit. in Script.
S. Nothertits Biſchoff zu Magdenburg.— V iſt in den Cotharingiſchen gren-
tzen erboꝛen/ vñ in allen künſten vñ tugendenaufferzogen/ alſo daß er ein fürnem̃e gelehꝛteman woꝛden. Er hat aber fürnem̃lich diſer welt wolüſt verachtet/ vñ erſtlich den Pꝛemonſtratenſer Oꝛden ſo/ Canonici regulares exempti genennet/ ange] fangen/ weil er aber in groſſem anſehen hatt er ver-
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ſchaffet das allethalben viel kloͤſter diſes Oꝛden ge-ſtifftet woꝛden/ wie man diſes auch in Wirtzburger
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... HUN Biſtum̃ zu Ober celler verſthen/ da mã zalt uꝛs jar.ö As Aw E Wie er dergeſtalt fürgefaren/ vnd das geſchꝛey von
, AN im außkom̃en/ warde er ghen Magdendburg beruͤſfet/ vnd daſelben zu einẽ Ertz biſchoff erkoꝛen. Er hat dieſes ampt mit großſer demut verſehen/ vnd alles oꝛdenlich in der Kirchen angerichtet. Weil erauch ſehꝛ wolberedt vñ mit Keyſer Lothario gehn Rom gezogen der Baspſten ſchiſma vnd zwey falt auffzuheben/ vnd jhm diſes gerathen/ warde ſeinem Biſtum̃ von de Keyſer vnd Bapſt der tittel deß Pꝛimat in Teutſchemland gegeben. Zu letſt iſt er geſtoꝛben vnd mit groſſem leid feines volcks ch:lich zů der erden beſtattet worden. Poly. Ver. in rerum inuent.
Carolus Gratte in Klanderen.
Arolus iſt Balduini deß xv. Grauen in Flanderẽ ſohn geweſen. Als erCar ſeinẽ vatter durch ſeine manigfaltigen tuget/ ſo er an leyb vñ ge-muͤt gehabt/ dieſe Gꝛaueſchafft bekom̃en/ hat er fie auch mañlich wider
alle feind erhaltẽ. Dañ er was ð from̃en Patron/ vñ ſtraffet die laſter gantzernſtlich. Deßhalben als vmb das nꝛs jar in Flander en ein grauſam̃e theü-rung angangen/ warde er durch barmhertzigkeit bewegt/ daß er die armengeſpeyſet vnnd erhalten. Dann er gebote bey ſchwerer ſtraff das man inndieſer zeit auß dem getreidt keinen bier ſieden/ oder keine hünd ziehen Geo