Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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252 gochuerꝛuͤmpter Teütſcher Perſonen

von chriſti Deßh alben hat er die Thumkirchen Münſter / ſo ſein voꝛfahꝛ angehebt/

geburt 1139jar.

mit groſſem koſten vollendet: nach dieſem hat er S. Thomas Kirchen er-neüweret/ dergleichen auch in S. Columbani Kirchen vollbꝛacht. Weilbißhar zu S. Peter allein vier Choꝛherꝛen geweſen/ hat er noch acht hinzu-gethon/ vnndð jhnen rechte regel leben fuͤrgeſchꝛiben. Man nennet dieſesoꝛth zu dem jungen S. Peter von wegen Sanct Peters alte Kirchen/ ſo zuStraßburg vorhanden. Als er dermaſſen fein Biſtumb in die xix jar ver-walten vnd ſehꝛ bezieret/ iſt er in dem ug/ jar geſtoꝛben/ vnd bey dem jungenS. Peter mitt einer ehꝛlichen grabgeſchꝛifft zu der erden beſtattet woꝛden.Anon. in Epiſc. Argent.

Gertticus I. Apt ztt Waldſaſſen Eruicus iſt in Weſtphalẽ auß der Edlẽ vonVr,,. ſtam̃en erboꝛẽ/ in allẽ Ritterlichen uͤbungẽ dermaſſen aufferzogẽ/ daßZA er ein dapfferer ſtreyrbarer jüngling woꝛden Nachdiſem begeret er der fuͤrnem̃ſten Koͤnigen vnd Fürſten Hoff zubefichtigen vnd ſich nach weiter in tu-gendtẽ diſer zeit begab ſich/ daß er auchin Bayeren zu Theobalden dem Marggrauen zu

M Vochburg kommen/ fo zwiſchen Regenſpurg vndPi ,, Ingolſtatt gelegen. Dieſes was auch ein ſtreytba-ZA{fl X ice ſüngling. Deßhalben weil fie einerley gefinnet/

, TA Ca geſelleten fie ſich zuſammen/ vnd zogen hin vnd wi-der auff die u der Fürſten Hoͤff ob wol Theobald weyb vnd kin-der gehabt. Es hat ſich aber auff ein zeit begebẽ/ als der Thurnier ernſtlichangangen/ das dieſe beyd einander nicht erkoͤnnet vnd feindtlich zuſam̃engerennet:damalen hat Gerwicus dieſen Fuͤrſten getroffen/ vnd faſt toͤdli-chen verwundet. wie er dieſes vernommen/ hat er allen dieſen kriegs ůbun/gen vꝛlaub geben/ iſt bey Coln zu Sigeberg ein Münch woꝛden/ vnd vnbe-kandt den Benedictiner Oꝛden angenommen. Es ſchlůge auch Marggraue Theobald in ſich ſelbs/ zoge wider heim weyb vnd kinden/ da er dannauch in ſeinem land das kloſter Reichenbach geſtifftet oberthalben Regenſpurg. Nach dieſem warde auch Geruicus durch feine tugendt zu Sigen-berg Gaſtmeiſter geoꝛdnet. Wie nun auff ein zeit Chuno der erwehlte Bisſchoff zu Regenſpurg/ wie er von Pareyß wellen heim ziehen/ an diſem ouhuͤbernacht beliben/ vnnd Geruici tugendt verſtanden/ hat er bey dem Apterlanget/ daß er ihm diſen Geruicum zugeben/ damit er bey jhm zu Regenſpurg als der geheimeſte Rhat verharꝛet/ welches auch Geruicus gern ge-thon. Weil er aber ein luft zu dem Geiſtlichen(Fand getragen/ vnnd nichtwellen an dem Hoff verharren/ hat er su letſt von dem Biſchoff bꝛieff auß-gebracht/ daß er möge in dem wald wonen/ vnd in Regenſpurger Biſtum̃ein oꝛrth ſůchen/ ſo einem kloſter tuglich.

Als er dermaſſen vmbgezogen kame er an ein luſtig oꝛth fo kolergruͤn genennet/ welchem allein die jeger kommen. daſelben fellet er die beüm harnider/ vnd fienge an für ſich vnd ſeine geſellen ein betthauß zurüſten. Hie-zwiſchen zoge Theobaldus von Egran auff das geyegt: wie er geſehen daßder wald gefellet/ vnd man angefangen bey dem gewild zuwonen/ was erſehꝛ erzürnet/ rennet hinzu/ vnnd fraget dieſer tath vꝛſach. Da kam Gerui-cus für jhn/ zeiget ihm den nammen an/ vnd eroffnet jm fein fůrnemmen.Als Theobald feinen lieben geſellen erkoͤnnet vnd geküſſet/ hat er jm fo vielin dem wald geſchencket als er inn einem tag vmbgehn mögen. erg Ce.

warde

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