Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibting/ der Ander theil. 25

ermanen allerley ſtend in jhrem ampt ehꝛlich erhalten. Deßhalben iſt die ſes yon chriſtimanns gedechenuß bey den Sachſen vnd Obotriten noch gar friſch. Wie er geburt 1144letſtlich geſtoꝛben/ iſt er zu Falderen in der kirchen/ in deß Giſchoffs zu Ras lar.tzenburg gegen wür tigkeit/ ehꝛlich begraben woꝛdẽ/ an dem iz tag Decemb.

im uz far. Er warde auch hernach vnder die Heiligen gezellet. Crantz. inVandal.lib.4.cap.ij.

Conradus Münch zu Hirſſauw.Onradus iſt inn dem Cloſter Hirſſauw/ fo inn 145:Cs chwaben gelegen/ ein Benedictiner Münchwoꝛden/ damit er den buͤcheren vnd guten kün-ſten moͤchte obligen. daſelben hatt er alſo fleißig ge-ſtudieret/ dz er ein fürnemer Philoſophus/ Redner/ond Poet woꝛden. Deßhalbẽ er auch vnder Piligri-ni nam̃en viel guter bůcher geſchꝛibẽ/ in welchen dieoerblůmten reden vnd wunderbare oꝛdnung gnugam beweiſen/ daß dieſer man auch den alten Scri-benten moͤgen verglichen werden. Vnder anderenhatt er einen luſtigen Dialsgum oder Geſpꝛech vn-NL) der pꝛieſter Peregrini vnnd jungfrauw Theodoꝛaamen geſtellet/ weichen er ð Junckfrauwen Spiegel geheiſſen/ vnd in achtbücher abgetheilet. Nach dieſem hat er auch von deß Geiſts leben fruchtdeß todts mit viel anderen der geleichen bůͤcheren gemachet. Es iſt ſonſt einPrediger Münch geweſen fo vnder Peregrini nammen auch etliche pꝛedigzu dem volck beſchꝛiben. Er hat aber erſt hernach gelebt/ vnd iſt nit alſo wolberedt/ als der gegen wůt tig geweſen. Dan dieſer iſt dem Ciceroni etwas zuvergleichen/ welches der ander nit vollbꝛingẽ mag. Es iſt Conradus vnderKeyſer Conraden im is jar in groſſem anſehen geweſen. Trit. in ſcript.

Heinrich Ertzbiſchoff zu Mentz.1 6 iſt von wegen ð vielfaltigen gůteren/ nas.

(ver an leib vnd gemůt erlanget/ mitt dem zu-nam̃en der Glückſelig geheiſſen woꝛden. dannWe Fer was mit viel tugendten bezieret/ dar zu durch feinA| weißbeit vnd hohen verſtand inn groſſem anſehen.Deßhalben warde er erſtlich Thumpꝛopſt zu Mentzveroꝛdnet. Wie er dieſes ampt loblich verwalten/hiezwiſchen der Ertzbiſchoff geſtoꝛbẽ/ warde er mitaller bewilligung an deß ſelbigen ſtatt erkoꝛen/ daman zalt isa jar. Wie er in dieſer würdigkeit gelebt/\| vnnd vermercket daß viel laſter bey den GeiſtlichenC 1 Al angangen/ daß man auch dieſe kümerlich verbeſſe-ren moͤgen/ hatt er jhm fürgenom̃en dieſe allgemach zu enderen/ vnd die tu-gendt zu pflantzen. Alſo hat er diſe ſo in laſteren begriffen/ ernſtlich geſtraf-fet/ vnd jnen boͤſers getroͤuwet/ wañ ſie nit abſtanden. Weil aber die Pꝛela-ten dieſe ernſtlichen ſtraffen nit erdulden mögen, habe ſie jn durch ſchmach-woꝛt bey Keyſer Friderich Barbaroſſen verkleineret/ daß er(ein hertz vn;billich von Heinrich abgewendet. Dergeleichen handleten ſein widerpar-they auch bey Bapſt Eugenio. Alſo hatt dieſer zwen Legaten gehn Mentzgeſendet/ damit fie dieſen abſetzen/ vnd ein anderen an fein ſtatt veroꝛdnetẽ-Es was Heinrich aller dieſer ſachen vnwiſſenðd.Wie er die Legaten geſehen/ vnd feiner feinden anklag vernom̃en/ hat er DE vr-