Beſchꝛeibung der Ander theil. 265
gehalten/ vnd deren zu Meyland hochmůt erzellet/ auch ſich von jhꝛer vn-
Von Chriſtivilligkeit erklagt/ warde einhaͤlig erkennet/ mañ ſolle dieſe ſtatt zerſtoͤꝛen. geburt 150
Hieznu kame auch der Fůrſten groſſe zoꝛn wider Bapſt Adrianum/ alſo daß!*.
ſte gerahten/ mann ſolle dieſen auch mit krieg uͤberziehen. Dann dieſer hat
zwen Cardinel zu dem Keyſer geſendet/ als er zu Biſantz in Burgundt geweſen/ welche ein hochmutige ſtoltze red gefuͤret/ inn welcher ſich der Bapſtö er woͤlle das Romiſche Keyſerthumb vnnd Italiener Reich den
Teutſchen ſchencken/ welches wort den Teutſchen Fuͤrſten ſeht mißfallen.
Nach dieſem hatt der Bapſt andere Legaten abgefertiget/ vnnd deß Key-ſers zoꝛn gemilteret.
¶Alſo iſt der Keyſer mit einem gewaltigen hauffen/ ſo er auß allen oꝛthenTeutſcher nation beſamblet/ welcher mehr dañ hundert tauſent gewaffne-ter mann geweſen/ mit groſſer hoffnung in Italien gezogen. Es waren dievon Com vnd Loden von jhnen ſelbs den Meylenderen vnderwoꝛffen/ dieanderen vmbligende ſtett bezwungen ſie mitt gewalt/ ſie haben auch Der-thona welche der Keyſer zerſtoͤꝛet/ dem Reich zů verachtung wider erbau-wen/ auch die Placentiner an ſich gehencket/ vnd andere fo dem Keyſer vn-gehoꝛſam geweſen. Deßhalben was Friderich durch jhren meineyd erzür-net/)thate mit dem feind ein ſchlacht/ erlãget den Sieg/ bracht die Meylen-der in die flucht/ vnd zündet die Voꝛſtatt an. Nach diſem belegeret er Meyland/ vnd eroberet dieſe zuletſt mit dem ſturm. Es wurden in dieſer zeit alleburger zugrund gangen ſein/ wann ſie nicht gantz demuͤtig für den Konig
in Boͤhem/ Svürſten in Heſterꝛeich/ Pfaltz grauen/ auch für die Biſchoff zuCoͤln vnnd Bamberg geflohen/ auß welcher vnderhandlung jhnen das le-
ben geſchencket. Dann fie trůgen bloſſe ſchwerter bey den helſſen/ vnnd dasHeilig creütz darbey/ durch welches ſie deß Keyſers zoꝛn gemilteret. Auff
ſolliches hat er auch die Placentiner durch jhꝛ auffrůr ernſtlich geſtraffet/vnd das gantze Reich in Italien erlanget/ welches man heüt die Lompar-
dey nennet; Nach dieſem entpfienge er bürgen/ veroꝛdnet jhnen geſatz vndbreüch/ gabe jhnen Richter/ vnnd richtet bey einer ſchweren ſtraaff fridenan. Aufffolliches zoge er in alle Compardtiſche ſtett/ verlieſſe auch harn achItalien / vnd kame in Burgundt.
Meylanderoberet.
Wie die Meylender dieſes verſtanden/ warffen ſie das joch hinweg/ flen⸗ Keyſers ſieggen an von dem Keyſer wider abzufallen/ verachteten auch alle geſatz vnd in Italien .
Recht ſo dieſer gegeben. Nach diſem zerſtoͤꝛen fie zu Lauden das ſchloß/ bꝛechen die Bollwerck ab/ ſo diſer auff gerichtet/ vnd bringen die knecht/ fo hinvnd wider in dem zuſatz gelegen/ grauſamlichen vmb. Damalen ſender der
den den Hertzogen von Zeringen/ vnd Růpꝛechten einen Gꝛau bey Baſelvoꝛanhin/ damit ſie denen zu Cremona / welche auff deß Keyſers parth eyverharꝛet/ vnnd von den Meylenderen vnnd anderen feinden mancher leyuͤberfahl erlitten/ zu hilff kaͤmen. Er iſt auch bald mit dem groſſen hauffenhinnach gezogen. Es waren der Koͤnig in Boͤhem/ auch die Fürſten in Desſterꝛeich vnd Beyeren bey jhm/ mit ſampt Beatrice feinem gemahel. Deß-halben hatt er die frücht vmb Meyland/ ſo faſt zeytig/ abgeſchnitten/ odermit den pferden zertretten. Er hat die beüm vnd reben abgeſchnitten/ auchder Meylenderen gantz land flecken vnd doͤꝛffer auff den boden geſchleyf-fer. In dieſer zeit erhůbe ſich in Italien ein groſſer bundt wider den Key-ſer/ in welchem der groͤſſer theil Eardinaͤlen/ vnnd Wilhelm der Koͤnig inSicilia ſelbs geweſen. es warde auch Bapſt Hadriano ein groß gelt gesſchencket/ er ſolle den Keyſer in den Bañ thůn. Es iſt aber der Keyſer nicht
| 3 deſtweni-