Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
JPEG-Download
 

.;* w? 25

270 gochtterꝛuͤmpter Teütſcher Perſonen

von Chriſti als nun jhnen die anderen ſehr gefoͤꝛchtet/ ſpꝛange Conradt mitt freuden

geburt 1155 harfür/ vnnd name dieſen hir e re n ff mit groſſem danck in bey⸗=.

. der hauffen gegenwürtigkeit an. Es warend der Key ſer vnnd die anderen|Fürſten dieſes Helden halb ſehꝛ bekümmeret/ dieweil dieſer Sarꝛacen ein|ſehr ſtarcker gewaltiger kempffer vnd überauß groß man geweſen. Da tra|te Conradt gegen ſhm/ hielte jhm behůtſam feine ſtreich auff/ vnnd fachten\alſo ein gůte weil inn zweyffelhafftigen Sieg mit einander en. Zuletſt hatt|Conradt alle feine krefft erholet/ vnd dieſen Gottloſen Heiden/ fo den Chꝛiſten ernſtlich zugeſetzet überwunden vnnd bey dem gürtel in zwey ſtück ge-hauwen. Alſo hat ſich der Keyſer ſehꝛ gefreüwer/ dem Conraden viel glückgewünſchet/ auch ſein alte wappen welch es voꝛhin drey rote ſchilt in weiſ-ſem feld gefuͤret/ ob dem Helm mitt deß erſchlagenen Sarꝛacen haupt be-ʒieret/ vnnd ſolliches zu ewiger gedechtnuß dieſer tath geoꝛdnet. Nach die-ſem kame Conradt mitt groſſem lob wider heim/ regieret ſein vaͤtterlicheherꝛſchafft/ vnnd lieſſe ſeinem geſchlecht diſe lobliche wappen/ welches auchetliche hund ert jar feine nachfaren biß zu dieſer zeit mit groſſen ehꝛen erhalten. Von dieſem geſchlecht iſt auff heütigen tag der Wolgeboꝛen herꝛ Ege-nolph voꝛhanden/ ſo mit viel tugendten bezieret/ vnd ein ſonderbarer lieb-haber aller künſten vnnd Hꝛiſtorten/ wie an(einem oꝛth ſelbs weytleüffigerangezeiget werden. Monſt.& Anon.

Dietmar der Benden Apoſtlll.Pa ein wolbegabeter jüngling hattCe)

U U az

1151.Bremen Sanct Vicelinum zu einem ſchůl-Dmeiſter gehabt/ vnnd dermaſſen vnder ſei-ner lehꝛ zugenommen/ daß er ein from̃ hochuerſtendig man woꝛden. Nach die ſer zeit iſt er ſeinem Pieceptoꝛ erſtlich in Franckẽ/ demnach in Vandaliamnachgezogen/ auch aller arbeit vnnd empteren ge-g ſell geweſen. Wie er dergeſtalt hoch uerꝛůmpt/ hatjhn die Kirchen Bremen jhren Dech an erweh-| let. Als er ein zeyt lang daſelben ehꝛlich gewonet/ warde er wider hinderſich in Vandaliam beruͤffet/ö damit er den abghenden Chꝛiſtenlichen glaubendurch fein pꝛedig wider erneüweret. Nach etlich en jarẽ war de er auch gehnCuſalin gefertiget/ ſo yetz agerſtoꝛp genennet daſelben hat er das Euan-gelium verkündet/ vnnd der Wenden falſche Propheten überdiſputieret.Er liebet aber für nemblich die bilger vnnd armen/ vnnd name dieſe zu ſichinn(ein behauſung da man Salt 1140 jar. Wie er dergeſtalt wol fürgefaren/vnnd Graue Adolphen deſſelbigen oꝛth Landsherꝛen gantz genem/ iſt enzu letſt geſtoꝛben/ zu Martinopel begraben/ vnd der WendenApoſtel von mencklichem durch(eine rugendtgeheiſſen woꝛden. Crantꝛ.. lib. 4. cap. 16.

Herman