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286 gochtterꝛumpter Teütſcher Perſonen
Ds chriſtige Fürſtenthumbſ begeret zu minderen/ hat er jhn angriffen/ vnd in dem ſtreytburt ueʒ jar erlegt. Dergeſtalt hat der mañlich Suͤrſt nicht allein fein land erhalten/ ſon
der auch gemehꝛet/ darzu die ſtatt Wien durch ſchoͤne gebeüw etwas erweyteret. Sein ſchloß hat er zu Wien an diſem oꝛth da heüt die bꝛuͤder von demberg Carmelo wonen/ welcher blatz noch auff heutigẽ tag am Hoff geheiſ-
ſen. Er hat auch das Schotten kloſter geſtifftet/ vnd das kloſter zu dem heiligen Creütz gar vollendet/ auch zwey doͤꝛffer Münchendoꝛff vnnd Sigen-feld dahin ver gabet. Wie er dergeſtalt fein Fürſtenthumb lang loblich ver-walten/ war er leſtlich durch einen faal von dem pferd geletzet/ vnd iſt geſtoꝛben am erſten tag Februarij/ da man zalt 177 far/ auch in der Schotten klo{fer begraben woꝛden. Er verließ fein haußfrauw Theodoram auch zwenſohn Leüpoldten vnnd Heinrichen hinder jhm/ welche er voꝛ ſeinem end zuRitter geſchlagen/ demnach ein Dochter Agneß/ ſo Steffan dem Koͤnig inVngaren vermehlet. Cuſpin. in Auſt.
Veinoldt Ertzbiſchoff zu Coͤln.1 9 Einoldt iſt mit viel tugendten an leyb vñ ge-,= muͤt bezieret geweſen. Deßhalben als das Bi-ES ſtumb zu Coͤln ſeinẽ Hirten verloꝛen/ iſt er mitaller bewilligung daſelben Ertzbiſchoff erwehlet,dañ er was durch ſein hohen verſtand vnd vnſchuldige leben mencklichem bekandt. Dieſes ampt hatter mit ſonderbarer beſcheidenheit verwalten/ auch(ein Kirchen durch Gottes wort vnd gutem exem-pel wol angerichtet. Deßh alben hat ſich begebe daßer Keyſer Fꝛider ich dem erſtẽ lieb geweſen/ alſo daß571 er auch vnder deſſen geheimiſten Kath angenom-. men worden. Als nun der Key ſer wollen mit einemgewaltigen gezeug in Italien ziehen/ vnd jm fürgeſetzet die Meylender zuſtraaffen/ hatt er dieſen Reinoldum mit ſich genommen/ auch durch deſſengroſſe tugendt(eh: lieb vnd werdt gehalten. Wie auch der Keyſer harnachin Italien allenthalben geſtget/ vnnd der heiligen drey Künigen coͤꝛperenzu Meyland erlanget/ hat er ſie diſem Biſchoff geſchencket. Es hat Reinol-dus dieſe in dem u64 jar mit jm gehn Coͤln gebracht/ auch mit groſſer her:ligkeit in(ein Kirchen gelegt. Wie er dergeſt alt fein Biſtumb lang loblich ge3 er leſtlich mit groſſem leid geſtoꝛben/ vnd ehrlich begraben woꝛ-en. Anon.
geinrich der Ceüw/ Gertzog zu Braunſchweig .1167. 85 der Leüw genennet/ iſt Geinrich Guelphen deß Hertzogen
Din Sachſen vnd Beyeren ſohn geweſen. Dieſer iſt nach feines pattersabſterben in vielen landen Teurſcher nation Sürſt woꝛden/ vnd durchſeine manigfaltige tugendt in hoͤchſter achtung geweſen. Es hat ſich aberin dem udo jar begebẽ/ daß er in dem Italieniſchen Feldzug dem Bapſt an-gehangen/ auch hiemit Keyſer Friderichen ſchwerlich erzurnet/ alſo daß jnharnach der Keyſer auß deß Reichs Rath verſtoſſen/ auch genoͤtiget außBeyeren vnnd Sachſen zů weichen. Deßhalben hat er ein zeit lang der Fürſten ſchweren zorn zu vermeiden ſich in Enggelland zu Koͤnig Richardenſeiner ſchweſter man gethon/ vnnd daſelben in drey jaren viel nam̃haffterrathen vollbracht/ alſo daß er auch daſelbẽ von dem Konig zwen Leüwenfür ſein neüwe wappen erlanget/ zu anzeignng ſeiner mann heit.Nach dieſem hat er den Chꝛiſtenlichen glauben gegẽ 2 A gesurderet/