Beſchꝛeibung/ der Ander theil 285
fürderet/ der Wende volck zů mehꝛmalen in dẽ Frei. ber wunden/ vnd leſt⸗ ven Chtiſt-lich das Hertzogthum̃ Bꝛaunſchweyg erlãget. Auff ſollich es iſt er gehn Hie geburt 1157
ruſalem gezogen/ das heilig Grab heimgeſůchet/ vn wie er wider heim kom janmen/(ein land an allen oꝛthen weit außgeſpreittet. Dann er kame bey denKeyſeren wider zu gnaden was mit hohem alter vnnd ſchoͤnem grauwenbaar bezieret/ alſo das die Teutſchen Fürſten merthetl auff fein rathſchlaggeſehen. Es ſeind von jhm har die Sürſten zu Braunſchweyg erboꝛen/ wel-che in dieſem ſtam̃en mit langer oꝛdnung noch auff heütigen tag an ſelbigẽoꝛthen regieren. Wie er dergeſtalt lang voꝛgeſtanden/ iſt er leſtlich in dems jar zu Braunſchweyg geſtoꝛben/ vnd in S. Blaſij Kirchen fo er geſtiff-ter begrabẽ. Es iſt ein moͤſchener Qeüw durch feine tugendt auff das grabgeſetzet woꝛden. Er verließ einen ſohn Wilhelm/ fo Ottonem erboꝛen welches ſtammen mit ſampt der Fürſten zu Braunſchweyg vnd Cünenburgharkommen/ ſolle harnach geoffenbaret werden. Crantz. Sax. Germ.
german Biſchoff zu Werden.zu Erman was mit groſſem verſtand vnd weyß⸗ 11686
55 ö. heit begabet/ deßhalben als das Biſtumb zu9) Werden ſeinen Hirten verloꝛen/ warde er da-
ff I ſelben der 27 Biſchoff erkoꝛen. Dieſes ampt hatt ergantz fleyßig vnd wol verwalten/ auch ſich dermaſ-A ſen gehalten/ daß er für den weyſeſten Fürſten zu ſei) ner zeit in Teutſchem land geh altẽ. Deßhalben hat
ZA ihn Keyſer Sriderich ſehr geliebet vnd vnder feine9 geheimeſte Rath angenommen. Wie er auch Mey-Cu and gewonnen/ vnd viel Fürſten wider heim gezo-ANY gen/ hat er dieſen nicht wollen von jhm laſſen/ ſon-.. J der alle zeit bey ſich behalten. Alſo hat er ſich offt fener wey fen rathſchlegen gebraucht/ für ein Hegaten zu dẽ Bapſt geſender-vnnd was er begeret erlanget. Wie er aber wider heim kommen hat der Blſchoff zu Bremen mit jhm etlicher fach halben ſp an gefüret Deßh alben alsdie ſach für den Keyſer kom̃en/ hat er das vrtheil auff Hermann ſeyten gefellet/ vnnd(ein Kirchen/ von wegen dieſes Biſchoffs tuget mitt viel frey-heiten bezieret. Als er der geſt alt lang fürgeſtan dẽ/ iſt er leſtlich in dem 130ſar geſtoꝛben/ vnd Hougen zu einem nachfaren bekommen. Anon.& Crant.
Waldemar Konig in Dennmarck.r G iſt auß der Dennen König alten 4165;
ſtam̃en erboꝛen/ auch durch feine vielfaltigeW tuget/ ſo er an leyb vnd gemůt bekom̃en Konig in Deñmarck erwehlet. An diſem oꝛth warde erdermaſſen verꝛůmet/ daß er mitt dem zun am̃en derGroß geheiſſen: dañ er hat die vmligẽde Koͤnig zũtheil mitt waaffen zum theil mit freundtſchafft anſich gehencket/ vñ bey den außlẽdiſchẽ ein groſſe anoſehẽ bekom̃en/ zu der zeit als Eriderich Barbaroſſaw Keyſer geweſen: Fůrnem̃lich aber beſchirmet er denLA Ss Chiꝛiſtenlichen glauben/ vnnd ſetzet den grauſam-n,. AN men Heyden ernſtlichen zu. Deßhalbẽ uͤberzoge erauch die Wenden mitt krieg vnnd belegeret Roſtock dergeſtalt hat er auchSuerin/ atzenburg/ Walgoſt/ ugen vnd Mechelburg offt beſchediget/vnnd die vngleübigen gezwungen jhm zu gehoꝛſammen. Nach dieſem zo-ge er gehn Metz zu Keyſer Friderich/ vnderwarff ſich vnd fein ö demelbigen/