Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 455
Als nnn alle tuget vorab from̃keit an jm geſpüret/ hat jm der vatter(nach x
bey feine leben) die March Brandenburg vn M'erꝛhen zu reglerẽ überg e⸗ genben. Als er diſes land weyßlich vnd frid ſam̃ geregieret/ hat jm Koͤnig Lud.
wig zu Vngaren/ welcher der letſte von S. Steffan Kamen erboꝛẽ/ ſein eini.ge dochteer Mariam vermehlet: ehe dañ er aber erwachſen/ vñ auch Vnga-pen reglerẽ keñen/ ſtarbe Qudwigẽ fein ſchweſt er. Deßhglben hat das glückmit diſem jüngling wunderbar ſpi getriben. Dañ die Lands herꝛẽ in Vn-garen haben Tarolum den Konig in Sicilia Rönig Ludwig ſeligen bru-ders ſohn zu dem Reich berůffet/ auch Mariam als den natürlichen erbenaußgeſchloſſen. Wie dieſe kom̃en/ warde er zu erſt ehꝛlich entpfangen/ alſodaß er auch mit deß volckr gunſt die Roͤnigliche Cronen bekommen/ als eraber vermeinet ſich yetz ſicher zuſein vn die Königin jrẽ haß verboꝛgẽ/ warde er zuletſt durch ein vergifftet tranck arbeytſelig hingerichtet. Es wardeauch durch dieſe vꝛſach Elifabeth der Roͤnigin Maria můter von Joh añeHotuather heimlich ertrencket/ auch der Pfaltzgraue zu Garſen/ ſo an Ca-roli tod ſchuldig geweſen/ mit dem ſchwert gerichtet. Hiezwiſchẽ warde Stgmund zwentzig jar alt/ kame mit einem gezeüg in Vngarẽ/ vnd hielte mitfeiner vermehleten bꝛaut hochzeit/ vñ warde zu Stůlweyſſenburg mit Königlichem pomp gekroͤnet. So bald er das Keich angenommen, ba er Jo-hannem Hoꝛuachen mitt glůenden zangen zerꝛnſſen/ auch treyßig Landesherꝛen/ ſo deß Königs doch ter zuwider/ vnnd hinder jbzen den Carolum indas Reich berůffet/ mitt dem ſchwert richten laſſen/ welcher greber noch zuOfen bey den Carmeliten vorhanden,
ſtendig ten-
Weil ſich dieſes in Vngaren zugetragen/ vnd alle zweytracht durch ASt KBrteg mitnig Sigmunden authoꝛitet hingenommen/ belegeret der Türck Baiaze⸗ den Eürckẽ-
ches Conſtantinopel. Deßhalben fůre der Gꝛiechtſch Keyſer auff einemſchiff in Franckreich vnnd ermanet alle Chꝛiſtenliche Fürſten/ mann ſollejhm hilff beweyſen: er hatt auch zu wegen gebracht/ daß jhm die KRoͤnig zuFranckreich vnnd Vngaren fein bilff zgeſagt. Alſo iſt Sigmund mitt ei-nem wolgerüſtetem gezeüg inn Moͤſtam gezogen/ die Türcken etliche malgeſchlagen/ vnnd in die flucht gebracht/ auch das land Moldau w eroberet/vnd die ſtatt Nicopel bey den Macedoniſchen grenzen eingenommen/ al-ſo das Baiazethes võ der ſtatt Conſtãtinopel belegerung muſſen abziehẽ.Wie nun etliche Fürſten auß Franckreich ſich mit jrem Reyſigen gezeüg zuSigmunden gethon/ vnd der tag def ſtreyt vorhanden, haben die Frantzoſen deß Sigmunden rathſchlag verachtet(welch er vermeinet man ſolle derVngaren hilff erwarten/ auch mit dem ringen pferden den feind auff hal-ten) vñ den feind faſt vngerüſtet angriffen/ auch ohn alle oꝛd nung den Türcken ein ſchlacht geleyfferet. Sie ſeind auch hiemit vıfach geweſen/ das dieChꝛiſten überwunden vn die flucht mr den feinden muͤſſen ctnen namhafftigen Sieg veriaſſen. Deßhalben wurde die Fiantzoͤſiſche Herren mit ſampt Johanne dem Dergogen von Burgundt/ auch viel fürnemmer leüthen auß Vngaren/ Oeſterꝛeich Bey eren/ vnd Schwaben bey Ni-copel gefangen/ vnd ein groſſe anzaal Chꝛiſten erſchlagen worden. In die-ſem jamer kãme Sigmund mit der Rhodiſer Großmeiſter inn einem ſchiffkber die Thonauwſynnd ob man wol viel pfeil zu jm geſchoſſen/ entr anneer/ vnd kame friſch wider in Vngaren. DJ—
Hiezwiſchen ſtarbe fein ehegemahel Maria. Deßhalbẽ ſich begeben daß 5
er von wegen die ſer vnglückhafftigen ſchlacht in der Vngaren groſſen haß auffrůr.·
kom̃en/ welche jn auch gefangẽ vn einer edlẽ witt franwẽ(welcher man Sigmũd in voꝛghender auffrůr mit de ſchwert richte laſſen) zů verwarẽ befolhen biß ſie erkeñet/ was geſt alt fie in errodten ſollẽ· Es were damalẽ vm̃ deßKönigs lebẽ beſchehẽ/ wañ er nit durch fein lieblich an geſicht v h.*.. red dieſe