Beſchꝛeibung de Ander heil, 4.65
Cardinal von Columna befolhen außsurichten/wellicher dieſe klag ver h yon Chr
ſcheinen ſolle. Auff ſolliches hatt König Wentzela/ auß feines gemah ele!
Frauwen Sophia/ auch deß Boͤhemiſchen Adels/ vnnd der Hohen(ul zuPꝛag bitt/ ſeine Legaten gehn Rom geſendes/ welliche beger et/ es ſole Jo-hannes dieſer anklag halben ledig erkennet werden. Dann er ſeye auß gegdurch ſeine mißgoͤnner vertragen/ vnnd koͤnne nitt ohn groſſe gefahꝛ gehnRom ziehen. Es hatt auch Johannes vor dem beſtimpten tag feine oꝛd en-lichen Pꝛocuratoꝛen gehn Rom abgefertiget/ vnnd mitt guten argumen-ten fein vnſchuld an tag gethon/ vermeinende/ er woͤlle durch dieſe leichtlichzuwegen bꝛingen/ daß er durch fein groſſe gefahꝛ an beſtim̃tem tag nitt er-ſcheinen doͤꝛff e. Wie aber der Cardinal gar kein entſchuldigung woͤllen ansnem̃en/ haben Johannis Pꝛocuratoꝛen für den Bapſt appellieret. Es hataber der Cardinal nicht deſt weniger den Huſſen als einen halßſtarꝛigen ke-ger verbannet. Als aber die Pꝛocuratoꝛes ernſtlich angehalten/ wurden et»lich auß jnen in gefencknuß gelegt/ vnd ernſtlich geſtraffet/ die anderen ka-men vngeſchafft wider heim in Boͤhem.— NWie nun das Concilium zu Coſtentz durch Key fer Sigmunden vnd denBapſt außgeſchꝛieben/ warde es etlichen Edelleuten inn Bohem befolhenJohannem gehn Coſtentz zubꝛingen/ damit er ſich vnnd das Reich Boͤhemvon dieſer ſchand erlediget/ vnnd allen argwon der falſchen lehꝛ vnnd ketze-rey hinneme. Damitt er auch dieſes deſter ſicherer vollbꝛin gen/ wurden jhmKeyſer Sigmunds Latein vnnd Tentſche bꝛieff überſchicket/ inn welchenjm ein frey geleidt zugeſagt. Alſo hat ſich Johannes zum theil für ſich ſelbs/zum theil als er ſich auff deß Keyſers geleidt verlaſſen/ zu der reiß gehn Co-ſtentz gerüſtet. Eh dann er von Pꝛag geſcheiden/ hatt er mitt auffgeſchla-genen bꝛieffen fein reiß menglichem zuwüſſen gethon/ damit wann yem and
ſtin lehꝛ für argwoniſch gehaltẽ/ dz er dieſes voꝛ dem Ertz iſchoff zu Pꝛag/
oder wann jm gefallen/ in dem Concilto zu Coſtentz wolle fürtragen. danndaſelben wolle er feiner lehꝛ vnnd glaubens halben rechnung geben. Deß-halben iſt er an dem fünffzehenden tag Octobris/ da man Salt 414 jar/ von
Pꝛag gefaren/ vnnd mitt Wentzela von Duba/ vnnd, von Chlum
auff Toſtentz zu gereiſet. Inn den ſtetten da er färgefaren/ hatt er fein an-kunfft durch offentliche bꝛieff kundt gethon/ vnnd ſich meniglichem erbot-ten/ fo(ein lehꝛ für arg woͤniſch gehalten/ feines glaubens halben rechnungzugeben. Er warde auch auff der reiß an allen oꝛten gantz freundtlich ent-pfangen. zu Nüerenberg hatt er von Mittag zeit biß zu der nacht mitt denPfarꝛherꝛ en vnnd Pꝛieſteren feiner lehꝛ halben gediſputieret/ allſo daß ſichmenglich ab jm verwunderet...
Der geſtalt kame er an dem dꝛitten tag Winter monats gehn Coſtentz oñkeret in&. Galli gaſſen bey einer from̃en witt frauwen ein zu herberig. Anvolgenden tag giengen feine geferdten für den Bapſt/ vnnd zeigen jhm deßHuſſen ankunfft an/ wellichen fie vnder deß Romiſchen vnd Hunger iſchenKoͤnigs offene geleidt mit jnen in das allgemein Concilium gebracht, Diesmit baten fie jn auch/ er wolle gnediglich ver gonnen/ dz Joannes on gefahꝛmoge zu Coſtentz fein. da antwortet jnen der Bapſt/ wañ jm ſchon Joannesfeinen bꝛuder vm̃gebꝛacht/ wolte er doch kein etz wegs zulaſſen/ daß jm zu Coſtentz ſolte etwas leids beſchehen. Hiezwiſchen haben Steffan Paletz/ vnndMichael de Cauſis/ deß Huſſen hoͤchſte feind/ etliche artickel wid er in geſtel-let/ auch dieſe den Cardinelen vñ Biſchoffen übergebẽ. namlich wie diſer deßHerꝛẽ Nachtmal meniglichen vnder beyder ley geſtalt bꝛot vñ wein dar gesbotten:
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JohannesCoſtentz
SGuß inn(ee
fencknuß ge-legt.