Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibung/ der Ander cheil. 481Johannes Plaͤch Profeſſor zu Geidelberg.

* z X Ohannes Plaͤch was inn heiliger Geſchꝛifft, 6 hochgelehꝛt/ vnnd inn Ariſtoteliſcher Philo-O X ſophey gantz wol geuͤbet. Deßhalben hatt ſichauch begeben daß er zu Heidelberg der fürnemmeſtvnnd dieſer Hohenſchů l bey feiner zeit ein zierd ge-weſen. Dann es hat der elter Robertus Pfaltzgra-ue am Rhein / da man zalt 13 46 jar daſelben ein V-A niuerſitet geſtifftet. Es was Johannes mit einem. 8 ſcharpffen verſtand begabet/ inn dem diſputierenMANNES F|ringferig/vnd füret auch einen vnſchuldigen wan-

del. Wann er auch gepꝛediget/ hat er durch ſein wolü J redenh eit alle anderen weyt übertroffen. Er hat vnder anderen bůͤcheren ein groß Werck über die Decretales geſchꝛiben/ wel-ches er in der Vniuerſitet zu Heidelberg oꝛdenlich vnnd offendtlich verle-fen. Demnach ein bůch wider die Behemen/ vnd etliche frage über die Sen;tentz/ zu der zeyt als Keyſer Sigmund geregieret/ da man zalt i 422 jar.Trit. in Script. ö 1.Beinrich I. Apt zu Martalen.k Ay Einrich Meerſtetter iſt zu Eheingen in Sch;23 SH erboꝛen/ vnd dermaſſen aufferzo-gen daß er ein from̃ gelehꝛter man woꝛden: eshatt aber Heinrich diſer welt pomp verachtet/ vnddamit er Gott dienen vnnd deſter fleyßiger ſtudie-ren mochte in dem kloſter Martalen den Premon-ſtratenſer Sꝛden angenommen/ ſo in Schwaben an der Thonauw/ zwiſchen Riedlingen vnd Ehin-,, gen/ auff einen hohem felſen gelegen. Dieſes kloſterW e,. iſt erſtlich auß einem Choꝛherzen Stifft in ein klo-ve DD ſter verenderet/ von Hugo dem Pfalggrauen zu.= a Tübingen vnd feinem gemahel Eliſabeth deß Gꝛaue Rhodolph von Bregentz dochter/ da man zalt 11 jar. Es warde auchEberhardt daſelben der erſte Pꝛopſt geoꝛd net. Es haben die Edelleüt vonStein vnnd die herꝛen von Hocheneck daſelben jhꝛ begrebnuß. Bey dieſem

Oꝛden waren erſtlich auch Kloſterfrauwen/ welche doch ergernuß zůuer-

meyden in dem a5 jar gar abgeſchaffet woꝛden. Wie nun Heinrich in diesſes kloſter kommen/ vnd Jacob Klinger der zi Pꝛopſt geſtoꝛben/ iſt er mitgemeiner wahl durch ſein tugendt an deſſen ſtatt Pꝛopſt erkoꝛen/ da mangalt ı 408 jar. Er hat erſtlich die wunderbare Roꝛnmüle gemachet/ ſo demkloſter ſehꝛ nützlich bey dem verboꝛgenen waſſer. Wie auch das Conciliumzu Coſtentz angangen/ iſt er daſelben erſchinen/ vnd ſich dermaſſen wol ge-haltẽ daß er von Bapſt Martins der erſte Apt zu Martalen erwehlet: Sber wol von natur fridſam̃/ hat er doch viel wider wer tigkeit vnder den Gꝛa-nen von Wirtenberg vnd Leiningen erlitten/ dieweil er fein gerechtigkeitvnderſtanden zu beſchirmen: als er dermaſſen 25 jar fürgeſtanden/ iſt er indem i434 jar geſtoꝛben/ vnnd Albertus an fein ſtatt Apt erko-ren. Bruſchin Monaſt. Germ.

S Johannes

DS Chriſti geburt 1422 jar.

1423.