Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
JPEG-Download
 

os Chriſti ge

burt taꝛ4 jar-

Abcontrafe-

lich.

482

.| 5

Bochuerfüinipter Teütſcher PerſonenJohannes Biſchoff zu Kreyſingen.

der genennet/ iſt deß Hertzogen inn Beyeren2ſohn geweſen/ auſſerhalben dem ehelichenſtath erboꝛen. Er was in allen freyen künſten wolvnderꝛicht et/ alſo daß er Doctoꝛ inn heyliger Gesſchꝛifft vnnd geiſtlichen Rechten woꝛden. Wie aberzu ſeiner zeyt/ da man zalt 1415 jar/ das Conciliumzu Coſtentz geweſen/ iſt er auch dahin gezogen/ vnddurch ſein hohen verſtand bey anderen gelehꝛteneinen groſſen nam̃en bekommen. Man hat jn auchetliche mal zu Johanne Huß gefuͤret/ mit welchem

V Ohannes fo mit dem zunammen Grienwal-

. M er auß heyliger Geſchꝛifft gediſputieret/ vnnd wellſich dieſer nicht weyſen laſſen/ mitt ſampt anderen Richteren einen Raͤtzer

erklaret. Deßhalben warde er leſtlich in dem 1422 far zu Freyſingen Biſchofferweh let. An diſem oꝛth iſt er wol fürgeſtanden/ vnd hat andere durch ſeinexempel zu ſtub ieren angereitzet. Weil aber Bapſt Martinus dem Nicodemo eine Freyherꝛen von Veron fo von der Leyter geneñet günſtig/ iſt dersſelbig diſem Joh anni xx jar widerſtanden/ vnnd das Biſtumb mit gewaltinnen gehalten. Wie aber derſelbig geſtoꝛben/ warde Johannes wider zudem Biſtum̃ beruͤffet/ welches er schen jar harnach fridſam verwalten. Wieer alſo ſehꝛ alt woꝛden/ iſt er in dem i453 jar geſtoꝛben/ vnd in feiner Kirchenbegraben woꝛden. Monſt. lib.

Erich ertzog in Pomeren vnnd Koͤnig in

Sennmarck.Rich iſt Wartislai deß Hertzogẽ zu PomerenC. geweſen/ er hat ſich von juget an zu tuge-ten gewendet/ vnd mancherley anzeigung geben/ was für ein fürnem mer Herꝛ auß jhm werden.Deßhalben hat Margredt die Königin zu Dennmarck/ deß Roͤnigs Waldemari dochter/ nach jhtesebegemahel Aquini deß Ronigs zu Noꝛdwegẽ ab-ſterben/ dieſen Erich an ein kindſtatt angenom̃en/

2 vnd zuwegen gebracht/ das dieſer König in Denn-

ejbmabe

wi marck/ Schwedien/ vnnd Noꝛd wegen erwehlet. Er

hat dieſe Reich bey xxx jarẽ gantz weyßlich geregle

ö.. ö ret/ darzu mancher ley lerman vnd entpoͤꝛung geſtileinrich der Fürſt zu Schleſwick nicht wellen gehoꝛſam-

men/ iſt er vo: Keyſer Sigmund im 424 jar in Vngaren erſchinen fein ſachfürgetragen/ vnd feiner widerparthey in dem Rechten obgelegen. Nach disſem iſt er auß and acht ghen Hieruſalem gezogen. Es hat ſich aber begebendas ein Edelman an deß Key ſers hoff dĩeſen Erich en jhm vnwüſſend auffeiner tafflen abgemalet/ vnd die warhaffte bildtnuß ſeinem guten freündtüber Meer zugeſendet/ vnnd jhn hiemit erinneret/ es ſeye dieſes KoͤnigsErichen bildtnuß welcher über drey Reich veglere/ vnd in kurtzem auß an-dacht werde ghen Hieruſalem kommen. Als nun der Koͤnig ghen Venedig kommen/ hat er(ein Hoffgeſind heim gelaſfen/ vnd iſt er mit wenige beleyd-tet in Syrtam geſchiffet/ damit er nicht erkenner wurde.

Wie er der geſtalt dieſe reißfardt angenom̃en vnd vollbracht/ darzu yetztung ſched⸗ wider ſollen heim farẽ/ hat der Mameluck / welcher die Chriſten gemeinlich

beleydtet/ dieſen Erichen heimlich an ein beſonderen oꝛth genom̃en/ dar zu