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Beſchꝛeibung/ der Ander heil, 487Geinrich von Sauda ein Theologus.. 8*. was in heiliger Geſchꝛifft dermaſſen
wol geuͤbet/ daß er alle anderẽ Theologus bey
feiner zeit auff der Hohenſchůl zu Heydelbergweit übertroffen. Dan er hat einen ſubt ey lẽ ſchar f-fen verſtand/ vñ was in den ſchůlfragen ein künſt-licher diſputierer. Deßhalben hat ſich begeben/ daßer mit leſen/ ſchreiben/ vnd predigen in der Vniuer-ſitet zu ,,, fürnem̃eſt gehaltẽ woꝛden.Zu dieſer zeit hat Keyſer Sigmund mit Bapſt Eugenij bewilligung ghen Baſel ein Concilium auß-geſchꝛiben vnd gehalten. Alſo warde Heinrich von— 12= gemeiner Hohenſchůl dahin abgefertiget/ damiter ſeinen verſtand wider die Hußiten außſpreiten ſolte: welches er auch mitallem fleyß gethon. Nach diſem hat er über das dritte bůch der Sententzenſeine außlegung geſtellet/ vnd von den gediſputiereten fragen ein bůch ge-ſchriben: er was vmb das 1430 jar bey mencklichem in groſſem anſehen. Ttit.
Chriſti Vongeburt 14 82jar.
C Hieterich iſt auß der Herꝛen von Moꝛſen ge 1420.
W. ſchlecht erboꝛen/ welches bey den Teutſchen.. Färſten in groſſem anſehen geweſen. Er wasACTA nie gůter art begabet/ vnd hatt ein wunderbaren
5| zucen kopff zu ſtudieren. Deßhalben zoge er auß lieze der künſten in Italien ghen Bononia/ vnd ſtu-dteret in dem geyſtlichen Rechten gantz fleyßig/ al;ſo daß er ein ſehꝛ gelehꝛter mañ woꝛden. Weil auchziezwiſchen der Ertz biſchoff zu Coͤln geſtoꝛbẽ/ war
ZZ de er von Bapſt Johanne 23 an deſſen ſtatt geoꝛd-ö, net. Es hatt Thieterich dieſes ampt angenommen/n ond 45 jar gantz loblich verwalten. Er hat ein gera
den langen leyb/ vnd ein freygebig gemuͤt/ alſo das fein hoff allezeit mit ehꝛlichen geſten erfüllet Weil er auch drey anſehenlich bruder/ bekame er nochein groͤſſere auth oꝛitet. Heinrich der elter regieret die Vaͤtterlichen herꝛ-ſchafften. Johannes was Biſchoff zu Münſter / da er auch biß zu end ſeineslebẽ viel jar gantz loblich verharꝛet. Walranius kame durch deß Conciliumzu Baſel fürderung an das Biſtumb Vtricht.
Wie nun Thieterich Ertz biſchoff zu Coͤln / auch hiemit Fürſt in Weſtphalen geweſen/ hat ſich begeben das die Suſater von jhm abgefallen/ vnd Johanſen den Fürſten zu Cleue vmb hilff angeſůchet. Zu dieſer zeit verlieſſeThieterich auff der Sachſen hilff/ greyff den feind bey Münſter inn ctner ſchlacht an/ vnnd lage im ob. In dieſem ſtreyt giengen viel Herꝛen zu-grund/ vnnd warde den feinden oberſte Feldherꝛ gefangen/ vnnd für denBiſchoff gefuͤret/ welcher jhn auch befolhen wol zu verwaren. Ob wolaber dieſer Theodoricus zu beſchirmung ſeines Biſtumb viel krieg gefüsret/ in welchem er alles vollbracht was einem weyſen Feldherꝛẽ vnd dapf-feren kriegs man zugeſtanden/ hat er doch daheimen fein pꝛieſt erlich ampt/oder burgerliche regierung nie vnd erlaſſen. Deßhalben warde er auch Gu-bernatoꝛ vñ Regent ande Biſtum̃ zu Paderboꝛen vnd Halberſtatt erwehlet/ welchẽ er viel jar fürgeſtandẽ. alſo daß er billich vnder die fürnem̃pſten
S ü perſonen
Ertzbiſchoffſieget.