Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Ds Chriſti g?

gochuerꝛuͤmpter Teütſcher PerſonenAls Key ſer Albꝛecht alle(eine ſachen wol verſehen/ iſt er mit gtoſſem(cha

burt1436 r. den vnnd leid der gantzen Chꝛiſtenheit an Simonis vnnd Jude abendt ge-

Keyſers ab-ſterben.

ſtoꝛben/ da man zalt nach Chꝛiſti geburt 439 jar. dann es hatten ſich nitt al-lein feine vnderthonen/ ſonder auch alle außlendiſche voͤlcker dieſes Herꝛen

hoͤchlich gefreuwet/ von wegen ſeiner weißheit from̃keit/ miltigkeit/ mann-heit/ vnnd kriegserfarnuß. Eh dann er aber geſtoꝛben/ hatt er nach vn ſersHerꝛen Chꝛiſtrexempel von Gott begeret/ er woͤlle allen(einen feinden ver,zeihen/ vnnd Gott ernſtlich für dieſe gebetten. Es wonet(din gemahel da-malen zu Wien / welche/ ſo bald fie dieſe traurige bottſchafft vernommen/ ei-lends der Inſel zugefaren/ da man dann mitt der Königlichen begrebnußjhꝛen gewartet. Wie nun die Teich aller dingen zubereitet/ warde ſte ghenStulroeiſſenburg in der Koͤnigen zu Vngaren gewonliche begrebnuß gesfuͤret/ vnnd ehꝛlich zu der erden beſtattet. Es warde auch damalen fein 9.ſtament geoffnet/ vnnd vor den Lands herren offentlich verleſen/ auch vonmehꝛitheil angenommen. Wie dieſes beſchehen/ zoge ein yeder widerumb)heim der geburt erwartende. Es hatt auch dieſe bald hiernach an dem dꝛeyvnd zwentzigſten tag Hoꝛnungs im 1440 jar jhꝛen Sohn Ladis laum Jebo-ren/ wellicher an feines vatters Albꝛechten ſtatt/ nach deß Teſtaments auß-

weiſung/ König in Vngaren vn Boͤhem/ darzu Ertzhertzo

woꝛden. Cuſp. in Cæl.& Laz.

1436.

HBilebrand

t Biſchoff zu Ninden.W Ilebꝛandt von Hallermundt iſt durch fein

g in Oeſterꝛeich

Ifrom̃keit vnnd weißheit bey den Sachſen ingroſſem anſehen geweſen. deßhalben er auch

erſtlich vmb das Baßler Concilium in dem Cloſter

Coꝛbeya inn Sachſen Apt erwehlet. Wie er dieſesampt wol außgerichtet/ warde er auch nach Ottoneder acht vnd viertzigſt Biſchoff zu Minden erkoꝛẽ.Er hat dieſes Biſtumb mit groſſem fleiß geregieret/vnnd treffenlich gemehꝛet. dann es hatt der vmbli-gende Adel durch voꝛgehnder Biſchoffen liederlig-

| keit der Kirchen(chlöffer vn gůter an fich gebꝛacht/ aZN) vnnd jhnen ſelbs vnderwoꝛffen. Deßhalben hatt

lich deß Biſtumbs gerechtigkeit freundtlichen von jnen wi-derum̃ erfoꝛderet/ auch etliche durch fein miltigkeit zu geh oꝛſame gebꝛacht. J

Wie ſich jhm aber die anderen widerſetzet/ hatt er fie mitt gewaffneter hand

überzogen/ vnnd mannlich angriffen. Der geſtalt hatt er Wedeckenſchein

von Bernhardten zu der Qippen/ Reinenberg von Niclauſen dem Gꝛafen 1zu Teckenburg/ vnnd Roden von Johanne Bock widerumb bekommen.

Wie er aber in waffen verꝛuͤmpt/ alſo lieber er für andere den Gottes dienſt/vnnd lieſſe ſich mehꝛtheil inn der Kirchen finden. Allſo was er vnder ande-

ren Biſchoffen inn Sachſen inn groſſem anſehen/ vnnd warde letſtlich/ wie

er geſtoꝛben/ ehꝛlich bey den ſeinen begraben/ vnnd Albꝛecht einGꝛaue von Hoia an fein ſtatt Biſchoff erwehlet.

Crantæ.in Metropol.

Gꝛegoꝛlus