506 gochtterꝛumpter Teütſcher Perſonen
von Chriſti loblich verſehen/ vnnd alles wider inn ein rechte oꝛdnung gebracht. Wie ergeburt 1440 daſelben xv jar verharꝛet/ warde er auch in dem nam̃hafftigen Benedicti-
Jar.
Albrecht König inn Be-hem erkoren.
ner Cloſter zu Sanct Mathias bey Trier zu einem Apt erwehlet. Er hattbeyde Aptey vier jar mitt einanderen verſehen: als jhm aber die arbeyt zuſchwer/ ßbergabe er die Aptey zu Sanct Maria/ vnd warde Heinrich vonBlench im 14.47 jar an fein ſtatt daſelben Apt erkoꝛen. Wie er alſo zu S. Mathia biß in das ic zi jar wol fürgeſtandẽ/ iſt er in gutem alter geſtoꝛben/ vndbey S. Steffan altar daſelben begraben/ auch mit einer lob lichen Gꝛabge-ſchtifft beʒieret worden. Bruſch. in Mon.
Albrecht Gertzog in Beheren.
— 8— Ebꝛecht iſt Ernſten deß Hertzogen in Beyeren
As* geweſen/ ſo zu München gewonet. Er
. was ein mannlicher jüngling vnnd einer ſehrſchoͤnen geſtalt. Es liebet dieſer zu Straubingeneines Schaͤrers Dochter nam̃lich Agneſen Bernanwer in dermaſſen inniglichen/ daß er fie faſt für(dinehefrauwen gehalten/ vnnd jhm fürgenommen di-EZ HD ſe offenlich zu dem Kirchgang zufaͤren. Diſe ber onü ,,, N net auch frey heiter fie ſeye deß Fürſten gemahel/ na-,, me viel maͤgt an/ vnnd begeret mit einem Fr auwen-ZA WA al zimmer harein zutretten. Wie der vatter dieſes ver-BA. ſtanden/ iſt er inn deß Sohn abweſen ghen Strau-bingen geritten/ den Rath für ſich berůffet/ vnd durch jhr erkandtnuß dieſes weyd in gefencknuß gelegt. Wie aber diſe auß weyblicher leichtferꝛigkeitſtoltze antwort gegeben/ hatt man ſie in ein ſack geſtoſſen/ vnnd durch derRichteren vꝛtheil den Hencker laſſen inn der fürlauffenden Thonauw erstrencken: dieſes beſchach am vij tag Octob. im 1436 jar. Nach dieſem hattman(jhr ſeel zůuerſůnen) vo: der ſtatt mauren ein Capellen gebauwen/ foSanct Peter genennet/ auch ein beſondere pfrůnd darzu geordnet/ vnnddieſe Agneß darein ehꝛlich begraben. Damit er aber ſeinen traurigen ſohnwider froͤlich machet/ hat er jym Annam ein Fürſtin zu Braunſchweyg einſchoͤne züchtige Dochter vermechlet/ vnnd an dem xx tag nach dem die voꝛ-ghende abgethon/ zu München mit groſſem pomp hochzeyt gehaltẽ. Der-geſtalt was Albertus zufriden. Wie aber der vatter zwey jar harnach geſtoꝛben/ iſt er jhm in dem Fürſtenthumb nach geuolget/ vnd hat mit groſſerweyßheit fein land geregieret.
Es hat ſich zu volgender zeyt begeben/ da Keyſer Albrecht geſtoꝛben/vnnd Friderich ij Roͤmiſcher König erwehlet/ das die Behemmen einenLandstag gehalten/ vnd dieſen Albertum mit einhaͤlliger wahl jhren Assnig erkoꝛen/ auch durch jhre Legaten inn das Reich berůffet. Weil mannaber Ladißlai deß abgeſtoꝛbenen Keyſers Sohn erwartet/ was Albrechtan(einem ſtath vernuͤget/ vnd gab den Behemen zu antwoꝛt: Er ſage jnengroſſen danck daß inn dieſes ſtarcke vnnd mannliche volck für alle anderenFürſten zu jhrem König erkoren/ er welle auch dieſes allezeyt eingedenck/vnnd wann es müglich vmb fie beſchulden. Er habe aber voꝛhin meh: Fettvnnd ſchloͤſſer/ weder yemand allein kenne regieren. Deßhalben ſchlůg erdieſen neüwen latſt ehꝛlich ab/ begabet dieſe Legaten reichlich/ vnnd ſendetfie vngeſchaffet wider in Behem. Nach dieſer zeyt hatt Albrecht mit großeſem lob Beyerland geregieret/ vnnd dieſes zuletſt nach feinem abſterbenden kindereren zu regieren verlaſſen. Auß dieſen iſt Albrecht deß her zog