Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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506 gochtterꝛumpter Teütſcher Perſonen

von Chriſti loblich verſehen/ vnnd alles wider inn ein rechte oꝛdnung gebracht. Wie ergeburt 1440 daſelben xv jar verharꝛet/ warde er auch in dem nam̃hafftigen Benedicti-

Jar.

Albrechtnig inn Be-hem erkoren.

ner Cloſter zu Sanct Mathias bey Trier zu einem Apt erwehlet. Er hattbeyde Aptey vier jar mitt einanderen verſehen: als jhm aber die arbeyt zuſchwer/ ßbergabe er die Aptey zu Sanct Maria/ vnd warde Heinrich vonBlench im 14.47 jar an fein ſtatt daſelben Apt erkoꝛen. Wie er alſo zu S. Mathia biß in das ic zi jar wol fürgeſtandẽ/ iſt er in gutem alter geſtoꝛben/ vndbey S. Steffan altar daſelben begraben/ auch mit einer lob lichen Gꝛabge-ſchtifft beʒieret worden. Bruſch. in Mon.

Albrecht Gertzog in Beheren.

8 Ebꝛecht iſt Ernſten deß Hertzogen in Beyeren

As* geweſen/ ſo zu München gewonet. Er

. was ein mannlicher jüngling vnnd einer ſehrſchoͤnen geſtalt. Es liebet dieſer zu Straubingeneines Schaͤrers Dochter nam̃lich Agneſen Bernanwer in dermaſſen inniglichen/ daß er fie faſt für(dinehefrauwen gehalten/ vnnd jhm fürgenommen di-EZ HD ſe offenlich zu dem Kirchgang zufaͤren. Diſe ber onü ,,, N net auch frey heiter fie ſeye deß Fürſten gemahel/ na-,, me viel maͤgt an/ vnnd begeret mit einem Fr auwen-ZA WA al zimmer harein zutretten. Wie der vatter dieſes ver-BA. ſtanden/ iſt er inn deß Sohn abweſen ghen Strau-bingen geritten/ den Rath für ſich berůffet/ vnd durch jhr erkandtnuß dieſes weyd in gefencknuß gelegt. Wie aber diſe auß weyblicher leichtferꝛigkeitſtoltze antwort gegeben/ hatt man ſie in ein ſack geſtoſſen/ vnnd durch derRichteren vꝛtheil den Hencker laſſen inn der fürlauffenden Thonauw erstrencken: dieſes beſchach am vij tag Octob. im 1436 jar. Nach dieſem hattman(jhr ſeel zůuerſůnen) vo: der ſtatt mauren ein Capellen gebauwen/ foSanct Peter genennet/ auch ein beſondere pfrůnd darzu geordnet/ vnnddieſe Agneß darein ehꝛlich begraben. Damit er aber ſeinen traurigen ſohnwider froͤlich machet/ hat er jym Annam ein Fürſtin zu Braunſchweyg einſchoͤne züchtige Dochter vermechlet/ vnnd an dem xx tag nach dem die voꝛ-ghende abgethon/ zu München mit groſſem pomp hochzeyt gehaltẽ. Der-geſtalt was Albertus zufriden. Wie aber der vatter zwey jar harnach geſtoꝛben/ iſt er jhm in dem Fürſtenthumb nach geuolget/ vnd hat mit groſſerweyßheit fein land geregieret.

Es hat ſich zu volgender zeyt begeben/ da Keyſer Albrecht geſtoꝛben/vnnd Friderich ij Roͤmiſcher König erwehlet/ das die Behemmen einenLandstag gehalten/ vnd dieſen Albertum mit einhaͤlliger wahl jhren Assnig erkoꝛen/ auch durch jhre Legaten inn das Reich berůffet. Weil mannaber Ladißlai deß abgeſtoꝛbenen Keyſers Sohn erwartet/ was Albrechtan(einem ſtath vernuͤget/ vnd gab den Behemen zu antwoꝛt: Er ſage jnengroſſen danck daß inn dieſes ſtarcke vnnd mannliche volck für alle anderenFürſten zu jhrem König erkoren/ er welle auch dieſes allezeyt eingedenck/vnnd wann es müglich vmb fie beſchulden. Er habe aber voꝛhin meh: Fettvnnd ſchloͤſſer/ weder yemand allein kenne regieren. Deßhalben ſchlůg erdieſen neüwen latſt ehꝛlich ab/ begabet dieſe Legaten reichlich/ vnnd ſendetfie vngeſchaffet wider in Behem. Nach dieſer zeyt hatt Albrecht mit großeſem lob Beyerland geregieret/ vnnd dieſes zuletſt nach feinem abſterbenden kindereren zu regieren verlaſſen. Auß dieſen iſt Albrecht deß her zog