Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 509
halbẽ hat Eugenius von Carle der Francken Konig erlanget daß er Lud von Chriſtien ſetnen Sohn vnnd Dechan mit einem gewaltigen gezeüg ghen Ba⸗ geburt 443
el ab gefertiget das Concilium zuzerſtreüwen. Wie dieſes die Eydgnoſſen lar.
ver ſtanden/ welche damalen Zürich ernſtlich belegeret/ vnd den Baßlerenmit bündtnuß etwas verwandt/ haben ſie jh nen fürgenommen eylend ſechzchenhundert mannlicher geſellen ghen Baſel in ein zuſatz zuſenden. Hie-wiſchen hatt ſich der Delphin mit treißig tauſet zu roß vnnd fůß inn denvmbligenden flecken bey Baſel gelegeret/ vnnd der Eydgnoſſen inn veſteroꝛdnung gewartet. Alſo haben die Baßler eylend dieſen Seeuogel als einanſichtbaren man zu den Eydgenoſſen abgefertiget/ vnnd ſie ernſtlich ge-berten/ fie ſollen ſich wider dieſen ſtarcken hauffen nicht inn gefahꝛ bege-ben/ ſonder yenſith dem waſſer Birß in jhrem voꝛtheil eines gůten anlaaßerwarten. Weil aber dieſe Eydgnoſſen gantz můtig/ haben ſie dieſen rath-ſchlag verachtet/ vnnd jhnen fürgenommen den Baßleren gewüßlich zuhilff kommen. Als der Baßler en Leg at dieſes verſtanden/ damit er nichtfür ein zaghaffter man gehalten/ hat er ſich zu jh nen geth on/ vnd jhm fürsgenommen mit ſhnen deß ſtreyts glück zůnerſuch en. Es waren die Eydge-noſſen yetz biß ghen Brattelen ein meyl ob Baſel kommen/ daſelben habenſie etliche feind/ fo die Armenyecken geheiſſen/ gefunden vnnd angriffen/auch auß diſem Voꝛff flüchtig gemachet. Auff ſolliches rucketen fie für/ vndſchlugen zu Muttetz den feind in geleichem glück hinderſich. Durch dieſenanfang wurde fe ſtoltz/ vnd beſchloſſen einmuͤtigklich fie wellen in die ſtattrucken/ vnd wann es dem feind ſolte leid fein,
Weil ſich dieſes verlauffen/ hatt Hertzog Ludwig mit feinem gantz en Schlachthauffen das weyte feld eingenommen/ fo zwiſchen der ſtatt vnd Sanc Ja⸗ bey S. Ja-
cob gelegen/ da die auſſetzigen wonen vnnd jhm fürgenommen daſelben bfeiner freüdigen feinden zuwarten. Es haben aber die Eydgenoſſen die-fen gewaltige feind verachtet/ ſei id mit dem Seenogel über die Birß kom-men/ für Sanct Jacob hinauff gezogen/ vnnd die Armenyecken mannlichangriffen. Als diefes die Baßler er ſehen/ fo auff ein yeden anlaß erwartet/haben(ie eylend Sant Alban thoꝛ geoffnet/ hr Paner fliegen laſſen/ vnndjhnen fürgenom̃en den Eydgenoſſen fo in groſſer gefahꝛ geweſen/ jhr hilffzubeweyſen. Es hat aber der Delphin ſechs tauſet zu Roß vnd fůß auff ei-
nen bühel bey Sant Margarethen geoꝛdnet/ vnnd jhnen befolhen/ ſo baldvnnd die Burger hin auß gezogen/ die ſtatt einzunemmen.· Wie JohannesRot der Burger meiſter dieſen der feinden liſt vermercket/ hat er eylend dieburger/ welche yetz zu dem thoꝛ hinauß gegen dem weyten feld mit langeroꝛdnung gezogen/ bey jhrem eyd wider abgem anet/ darzu allen dieſen/ ſojhm nicht gehoꝛſammet/ die hoͤchſte ſtraaff getreüwet. Der geſtalt hatt ſichbegeben das die ſtatt wider der feinden auffſatz mannlich beſchirmet woꝛ-
den. Hiezwiſchen gien ge bey Sant Jacob ein grau ſamme ſchlacht an/ vnd
wurden durch der Eydgnoſſen mannheit viel feind erſchlagen. Dann fiehatten zuruck die garten mauren/ vnd nur voꝛwertz mit dem groſſen volckzuſchaffen. Als deß Ludwigen gezeüg dieſes vermercket/ haben ſie eylenddreytanſer fůßknecht geoꝛdnet/ welche zuruck dieſe mauren nidergefellet/vnd die Eydgnoſſen hinden/ voꝛnen vnd beſeytz angriffen. Dergeſtalt hatſich begeben/ weil bey den feinden allezeyt geruüwete knecht an der můdenſtatt kommen/ das letſtlich die Eydgnoſſen mitten inn jhrem ſieg faſt allzugrund gangen/ vnder welchen auch die ſer Seenogel der Baßler Legatgeweſen/ welches mannheit von den feinden ſelbs gepriſen woꝛden. Dieſe
ſchlacht beſchach an dem: tag Augſtmonat/ da man zalt 1444 jar. Auff derV in Armen-