Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibung der Ander theil.Buldrich Graue zu Wirtenberg .

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EN

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Jwann es ein ge

AM durch ein ſumma gelts wider ledig/ vnd in fein land eingeſetzet.

* Wldrich iſt Eberhardten deß frommen Gꝛa-CS 1° J)uen zi Wirtenberg Sohn geweſen. Er hatt* nach(eines vatters abſterben mit dem brůderEud wig fein land getheilet/ vnd iſt durch feine tu-get in groſſem anſehen geweſen: dann er was durch(ein from̃keit/ miltigkeit/ vnnd freygebigkeit ſehrverꝛumet/ alſo daß er vo mencklich em geliebet/ auchd mit dem zunammen der Wolgeliebet geheiſſen woꝛKA den. Deßhalben wann er an ein oꝛth ſollen kom̃en/

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von Chriſt-geburt 1445jar.

. ö. erwartet man feinen mit groſſen freüden/ vnd hiel-

A te jn für einen vatter. Er lieber fürnem̃lich den GotSZ töeodienſt/ vnnd ſůchet allein die Kirchen heim/ alsmeiner man geweſen: dann er was durch die ware vnſe chuldtbeleydtet. Alſo hat ſich begeben/ das ſein hoff allezeit mit frommen weyſenmenneren er füllet. Er hat auch drey krieg gefuͤrer: den erſten fürer er mitetlicher Fürſten vnnd bundtsgenoſſen hilff wider die Reichs ſtett/ ſo dam a-len ſehꝛ gewaltig: welch en er auch glücklich vollendet. Denn anderen fůr eter wider Friderichen den Pfaltzgrauen am Rhein / dieweil in dieſer an ſei-ner haußfrauw Marg areth eheſteühr begeret verhinderen/ welchen erM auch loblich außgefůret. Denn dritten hatt er auß Keyſer Friderichen besö felch wider Diether den Ertz biſchoff zu Mens zuhanden genommen wel-

1} cher durch Bapſt Pium von feinem ampt abgeſttzet. Es was aber Qud-; wig der Hertzog in Bey eren/ vnnd Frider ich der Pfaltzgraue auff Diethe-A rich ſeyten. Inn dieſem iſt jhm das glück erſtlich wol beygeſtanden. Als er

. aber harn ach guten rathſchlag vnderlaſſen/ warde er mit ſampt Carle demJ Marggrauen von Baden/ vnd Geoꝛgen dem Biſchoff von Metz bey Hey-m delberg in der ſchlacht von dem Pfaltzgrauẽ gefangen. Doch warde er bald

Er hatt drey frau wen nach einander/ erſtlich deß Hertzogen zu Gülch WirtenbergMN Dochter: demnach Eliſabeth Hertzog Heinrich inn Beyeren Dochter:.ö dem dritten Margareth deß Fürſten in Saphoy Dochter/ vnnd Pfaltz⸗ 4graue Ludwig am Rhein verlaſſene Wittfrauw/ welche alle in dem Stifftdeß heiligen Creütz zu Stutgardt begrabẽ. Wie er der geſtalt feinem volck

ö lang loblich fürgeſt anden/ vnd zuletſt gar alt woꝛden/ warde er von Eber-

1j hardt feines bruders ſohn geladen/ vnnd kame inn die ſtatt Qeoberg auff

) das geyegt. Daſelben fienge er an kranck ʒuſein/ ermanet feine Finder vnnd

rj freünd zu Gottes foꝛcht/ vnd iſt in Eberhardten armẽ verſcheiden/ da man

. zalt 1480 jar/ nach dieſem warde er ghen Stutgardt gefuͤret/ vnnd auch|

in deß heiligen Creütz Kirchen bey(einen altuoꝛderen mitt groſſem pompAl begraben. Auß jhm wurden Eberhardt vnnd Heinrich erbozen/ welcher. Hertzog Vlrichs vatter/ vnnd Chriſtoffel ſo auff heütigen tag

Il Wirtenberg regieret/ Großuatter geweſen. Naucl-| Generat. o à nato Chrifto,

V iij

Andreas