Hochtterꝛuͤmpter Teiltſcher Perſonen
võ chriſtige Andreas ein Benedictiner Nünch.2 1**5——— 9 Ndreas iſt zu Vtricht in dem Niderland erboa 7 Ar vnd erzogen/ dieſer hat auß liebe zu den guten künſtẽ den Benedictiner Oꝛden angenommen/ vnd dermaſſen fleyßig geſtudieret/ daß er eingelehꝛter man woꝛden. Dan ſo offt er anlaß bekom-men/ vnd er nicht durch Kirchengeſchefft verhinderet/ lüffe er über feine bücher, vnd überkame durchfein hohen verſtand für andere ein groſſe an ehen/da man zalt 445 jar. Er hat ein bůch geſchꝛiben/ wie| Ach einer allein mitt Gott erſpꝛaachen mag. Demnach eins von der tugendten vollkommenheit/ vonn n Aw meidung deß fleiſchs/ von der Wollſecken gebꝛauch/mit ſampt viel anderen predigen/ Sendbrieffen/ vnnd Verſen/ welche auchden nachkommenden bekandt woꝛden. Alſo hat ſich begeben/ daß er mit(etnen bůcheren auch einen blatz vnder den nam̃hafften ſcribenten bekom̃en.
Geſſ. in Bibl.
EChriſtoffel König in Dennmarck.Hriſtoffel iſt auß der Fürſten in Beyeren ſtammen hochgeboꝛen/ vnd dermaſſen in allen tugeten aufferzogẽ/ daß er vnder den Teutſchẽ Für ſten in groſſem anſehen. Deßhalben haben jhn dieTandsherꝛen in Deñmarck jren Koͤnig erwehlet/vnd ihm ſolliches durch jhre Legaten zůwüſſen gothon/ dann er was Koͤnig Erichen ſchweſter ſohn.A Es haben ihm aber die Sennen zugeſagt/ ſie woͤl-a len zuwegẽ bringen/ daß er auch baĩd der Gothen/
[I Schwedier/ vñ Noꝛdtwegẽ Reich ſolle an ſich bꝛin-R= gen. Alſo iſt Chriſtoffel mit viel Beyeren beleidtet, in Dennmarck kom̃en/ vnnd das angebotten Reich
auff geno n/ da man zalt 14 46 jar/ zwey jar harnach warde er auch inder Hauptſtatt Vpſalen der Schwedier Konig geoꝛdnet vnnd gekroͤnet.Man mag auß diſem wol verſthen was für ein herꝛliche freüd vnd groſſerpomp auff dieſen tag geweſen/ dieweil er nach dem thurnieren/ vnd mann-cher ley Königliche ſchauwſpil ſibentzig Herꝛen zu Ritter geſchlagen vnndhoch bezieret hat. Es warde damalẽ gemeinlich von dieſem Koͤnig geſagt:es koͤnne niemand(ein lob gnug ſam außſprechen/ wann er gleich hundertzungen/ vñ hundert eyſener mundt hette. Wie aber zu diſer zeit der Schwe-diſche Adel mit mañcherley burgerlichen kriegen vnd zweytrachten einan-deren geplaget/ hat fie Ronig Chriſtoffel offt zu friden vn einigkeit erma-net/ vñ deß Reichs geſchefften weyßlich zerlegt. Nach dieſem hat er die waf-fen wider den Konig in Engelland zuhanden genommen/ vnd diſen in einem ſchiffſtreyt überwunden/ iſt auch mit reicher peüt geladen wider heimkommen. Er bekam auch etliche feind ſchafft mit der ſtatt Lübeck , welchedoch harnach durch weyſe leüth auffgehebt worden; Als er dergeſtalt andem Teutſchẽ meer loblich geregleret/ auch zwiſchen Schwedien vn Denn-marck einen ſchiff bꝛuch erlitten/ iſt er leſtlich in dem 14.43 jar geſtoꝛben/vnd Chriſtiernum den Graue in Holandt zu einem nach-fahren bekommen. loan. Mag.lib.ꝛ.cap.2.
Hrermannus