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Beſchzeib ung/ der Ander thel. 513SBermannus ein Berhardiner Nünch.a Erman fo in Weſtphalen erboren vnnd erzo-Bar hat auß liebe Gottes in dem Biſtumb zuMünſter der Ciſtercier Oꝛden angenommen/onnd andere München inn guten kauft, wol vn-derwiſen: dann er was in heiliger Geſchrifft über-auß gelehꝛt/ darzu in Ariſtotelis Philoſophey vndim geiſtlichen Rechten ſehꝛ wol geůbet. Hiemit hatzr auch ein geſchwinden kopff/ vnnd was wunder-bar wol beredt. Deßhalben hat ſich begeben wie ſichBapſt Eugenius dem Baßler Concilium wid erſe-I et/ vnd hiezwiſchen Amadeus daſelben Bapſt er-W l koꝛen/ welchem viel nicht wellen gehoꝛſammen/ dasHerman durch feinen hohen verſtand den neüwen Bapſt vnd das Conci-ltum ʒubeſch irmen vnderſtanden/ vorab weil er perſonlich von(einem Clo-ſter in das Conciliũ abgefertiget. Deßhalbẽ hat er ein bůch von deß Bapſtvnd deß Concilij gewalt beſchriben/ dar zu von der Kirchen zweyſpalt/ vnddieſen fo ſich auff kein parthey begeben. Demnach von der Woꝛter en bedeütung/ vñ viel anders dergleichẽ: ek was fürnem̃lich in dem 14.44 jar in groſ-ſem anſehẽ/ da die Armentacen die Land ſchafft vm̃ Baſel verherget. Trit.
Geoꝛg Giſcra ein Boͤhemer.
Sal chlecht erboꝛen/ darzu mit groſſer ſtercke anY leib vnd gemuͤt begabt geweſen. Deßhalbeniſt er Sigmunden vnd Ilbrechten der Keyſerẽ laͤ-ger nachgezogen vnnd ein groſſt authoꝛiter erlan-get. Wie auch Albrecht geſtoꝛben/ vnd Vladislausder Konig von Poland inn Vngaren gefallen/ fo
, Ladis las def Albrechten ſohn zu gehn/ iſt dieſer
. Johañes/ ſo durch krieg ser farnuß hoch verꝛümet/
. Faft allein in Vngaren deß Ladis lal parthey an ge-
. A hangen/ die feind etliche mal geſchlagen/ vñ Johan
. nem Huntad zweymal flüchtig gem achet/ vnd alſodꝛe vngẽehoꝛſammen Vngar en ſehꝛ beſchedig:t. Dieſer zoge auff ein zeit zu
Keyſer Friderich/ damit er den knabẽ beſichtiget. Wie er bey der Neüwen-ſtatt für den junge Koͤnig kom̃en hat er innigklichẽ geweinet/ vnd deß Ladis lal hand erwůt ſchet vnd geküſſet/ auch in der Tandsherꝛen gegen wür-tigkeit geſagt: Ich hab yetz den Konig inn meinen handen. Ich wolt aberdaß jhr wüßten was gefahr/ arbeit/ vnd wunden ich von eüwert wegen CI?litten nemmen wahr es geben mir dieſe wundmaſen gezeugnuß/ welche ichentpfangen/ als ich mein leben für euch vnnd eüweren vat ter dargeſetzet.Es iſt kein gewalt oder vnfahl/ welcher mein hertz von ench abziehen/ ſon-der es ſolle allein der tod meine dienſt enden. Dieweil jhr aber zu jung/ koͤn-nen jr dieſes nicht ver ſthen: nach dieſem lachet er vnnd ſpꝛach: was ſoll ich
für mein treüw vnnd arbeit für ein belonung entpfahen/ vnnd was geben
jht mir für ein beſoldung!?}; Ö
30 dieſer zeit was Ladislaus erſt ſechs jar alt/ da man zalt 1445 jar. Wie
nun Giſcra fein red vollendet/ hat Ladis la fein augen hin vñ wider vmge-
wendet/ vñ feines Pꝛeceptoꝛ Johañis ſeckelein ſehen an der wand e,,wel
Von Chriſtigeburt 1447
jar.
Eoig iſt bey den Boͤhemen auß Edlem Ge 1448;
gerygebig-
eit.