Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Chriſti ge

burt i45ꝛ jar.

Pfaltz graſſer graue zu Baden / vnd der Gꝛaue zu Wirtenberg ein gewaltigen gezeüg zu

gochuerꝛumpter Teiitſcher PerſonenEriderich Pfaltzgraue vnd Churfürſt.Kd, 3 iſt Cudwigẽ deß Pfaltzgrauen vnd

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Churfürſten mit dem bart ſohn geweſen/ welcher von Keyſer Sigmund Schirmher: überdas Concilium zu Coſtentz veroꝛdnet. Er warde geboꝛen vmb die achte ſtund nach mittag/ an dem er-ſten tag Augſtmonat/ da man zalt a5 jar. Er hattnoch ein elterẽ brůder fo Ludwig geheiſſen/ welchernach dem vatter Churfürſt woꝛdẽ. Wie dieſer Eudwig geſtoꝛben/ vnnd allein Philippum ein jungesl; kind hinder jhm verlaſſen/ hat Friderich erſtlich die,, Pfaltz als deß kinds Vogt geregieret. Nach dieſemö A hat er(eines brůders ſohn Philippẽ an eines kindsſtatt angenom̃en/ vnd iſt mit der Ritterſchafft bewilligung Churfürſt ge-oꝛdnet. Dañ er was durch(eine tuget an leib vnd gemüt ſehꝛ verꝛuͤmet dar-zu mit groſſer weyßheit vnd mannheit begabet. Deßh alben die vmligendeFürſten wider Friderich ſich zuſam̃en verbunden/ vnnd begeret es ſolte derjung Philippus Fürſt ſein/ verhoffende/ ſie kennen viel beſſer jren ſachen beholffen ſein/ wañ dem knaben vnd nicht diſem mañlichen Helden die Ehurmitt ſampt der Pfaltz übergeben. Die Fürſten waren Ludwig HertzogzuZweybruck/ Thiet erich Ertzbiſchoff zu Mentz/ Carle Marggraue zu Barden/ Huldrich Gꝛaue zu Wirtenberg / Georg Biſchoff zu Metz / vnd der Blſchoff zu Speyr. Wie Friderich dieſes verſtandẽ/ hat er mit Thieterich demChurfürſten zu Mentz friden gemachet/ damit er nicht zu einer zeit fo vielfeind hette. Als er ſich aber mit den über igen nicht vertragẽ megen/ als dieallein nach waffen getrachtet/ hat er feine Raͤth zuſammen beruͤffet/ vnd diſe gefragt/ was geſtalt er dieſen krieg anfahen vnnd vollenden mechte: wieſich dieſe berathſchlaget/ vnnd der Fürſten gewalt gefoͤꝛchtet/ haben ſie jhmden krieg mißrathen. Da antwortet jnen der mañlich Fürſt. Es iſt hie nichtdie frag ob ich kriegen welle oder nicht/ dann ich hab dieſes voꝛ langem beymir beſchloſſen/ ſonder ich erwartet ſantwoꝛt/ wie man diſen ſolle zuhandennem̃en/ wie fie dieſe(ein meinung verſtanden/ haben fie ſich erſt berathſchlaget wie der fach zuthun ſeye. Als er ſie auch verhoͤꝛet/ hatt er fein meinungangezeigt/ vnnd gute vꝛſachen darumb geben/ welche jhnen alle andere wolgefallen laſſen.Hiezwiſchen habẽ die Biſchoff von Metz vnd Speyr/ demnach der Mar

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roß vnd fůß angenommen/ vnnd ſeind in deſſen land gefallen. Def halbenhatt Friderich fein volck ermanet/ auch etliche Eydgnoſſen vmb ein beſol-dung beſtellet/ vnd iſt dem feind entgegen gezogen. Zu erſt hatt er mit demfeind etliche geringe ſcharmutz gehalten/ zum theil damit er ſeiner kriegs-leüt treüw vnd mannheit verſtůnde/ zum theil daß er erkundiget/ auff waswaffen ſich der feind mertheil verlaſſen/ wie ſich der feind zu weht ſtelle.Als aber an volgendem tag die Fürſten mit gerůſteter oꝛdnung auff Hey-delberg zugezogen/ auch das koꝛn auff dem feld verwuͤſtet/ warde Frid ericherzürnet/ vnnd griff den feind dapffer an. Es was ein ernſtlicher ſtreit zuroß vnd fůß. Als aber der Pfaltz graue eines weyſen Feldherren vnd dapfferen kriegsman ampt vollbracht/ auch dreyhundert pferd in der hinder hůtgehalten/ vnnd den feind zu ruck angriffen/ hat er einen nam̃hafftigen ſtegerlanget. Daſelbẽ wurden viel feind erſchlagẽ/ darzu die Biſchoff zu Metz /Marggraue zu Baden/ vnd Gꝛaue zu Wirtenberg ka