Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 517hatt dieſe Sriderich harnach vmb ein groſſe ſumma gelt geſtraffet/ vnnd Ven Chriſtidurch(ein miltigkeit wider erlediget: nach diſem hatt er Ludwig den Fürs g burt 1452ſten von Zweybruck uͤbber wunden vnd jhm die ſtett Schrieſſen/ vnd Arnſ⸗*

heim entzogen. Wie jm auch die burger zu Amberg nicht gern gehoꝛſam̃et/

zoge er mit feinem hauffen in die ſtatt/ ließ etliche der fürnempſtẽ enthaup-

zen/ vnd erhielte die anderen in gehoꝛſamme. Alſo hat ſich begeben das Fri-

derich der Steghafft genennet/ in groſſer authoꝛitet die Pfaltz geregieret

vnd mit viel flecken gemehꝛet/ biß er leſtlich alt woꝛden/ vnd weil er keine kin

der bekommen/ Philippo ſeines bruders ſohn das vaͤtterlich erb vnnd gan-

tze land wider zuhanden geſtellet. Monſt. lib.

Koͤlir Gemmerlein von Zürich .D Delix iſt zu Zürich erboꝛen vnd aufferzogen: 1454.

M dieſer iſt auß liebe zu Freyen künſten hin vndwider auff die Hohenſchůl gezogen/ einen hohen verſtand erianget/ vnnd Doctoꝛ im geiſtlichenRechten woꝛden/ d man zalt io jar. Er verſtůndeſchon damalen wol/ das Chriſti Kirchen mitt vielaberglauben beſudlet/ vn weyt von der alten zuchtW vnd oꝛdnung abgetrettẽ. Deßhalben hat er ſich beyden ſeinen dieſer fach halben erklagt/ vnnd menckli-/| den ermanet fleyßig in der Bibel zuleſen/ als in der; einigen regel deß Chriſtenlichen Glauben. Er hattauch viel bucher geſchꝛiben/ als namlich wider diewider die Einſtdler/ wider die Beghardtẽ/ wider die waldBeginen darzu etliche von der München geſchleche: von den Pfarꝛherꝛen/von den Geiſtlichen bettleren: von den neüwen Empterẽ/ ſo in der Kirchenangangẽ: von dem Jubelſar: von der Beſchwerung: von Contracten/ vndwider die vnbillichen Richter/ mit viel anderen fo zu der ſelbigen zeit gantznützlich zuleſen: dann er hat gnugſam darinnen angezeiget/ was ein yederin dieſer verderbten welt von Goͤttlichẽ ſachen gedencken ſolle. Deßhalbenman auch auff heütigen tag/ wann mann feine bůcher leſen/ ſich ab dieſes

mans eyffer vnd hohem verſtand verwunderen můß. Geſſ. in Bibl.

Johannes Biſchoff zu Werden.DSD Ohannes von Azel hat von jugendt an fleyſ⸗ a5D ſig in freyen künſten geſtudieret/ vnd ein ho-,, W ben verſtand bekom̃en. Wie er ſich auch mitt

. leſen vnnd diſputieren auff den Hohenſe chůlen wolgeübet/ warde er Doctoꝛ in Geiſtlichẽ Rechten Zu| diſem feinen hohen verſtand kame auch ein vnſchul.) dig leben vnd züchtige geberden. Deßhalben war?, deer der 43 Biſchoff zu Werden erkoꝛen. Dieſes BiGM ſtumb was durch krieg vnd auffrůr gar abkom̃en/welches er durch ſein weyßheit wider auffgebꝛacht.ASTA e, Wie jhn aber feine wider ſecher nicht deſt weniger. IS angereitzet/ hat er die waffen vnderlaſſen/ vnd jhmfür genommen diefen auff ein anderen weg zubegegnen/ dann er hatt dieſein Bann gethon/ vnd von der Kirchen außgeſ chloſſen/ durch welches mit-tel viel in gehoꝛſamme verharret. Als aber der Hifi choff von Brema dieſenverachtet/ vnd jhm in das land gefallen/ hat er zu der wehr griffen/ vnd wi-der den feind den Sieg erlanget. Es was dieſer Johan es 4.

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