Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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1456.

Viel buchergeſchriben. offt in wichtigen ſachen ſich dieſes rathſchlag gebrauchet. Wann anch et-

18 gochuerꝛuͤmpter Teütſcher Perſonen

s Chriſti ge ſehꝛ angenem. Deßhalben hat er jhn offt zu ſich beruffet/ vnnd mit freyhei-burt 1455 jar. ren begabet/ wider laſſen hinziehen. Wie er dergeſtalt 43 jar gantz loblich

fein Kirchen verwalten/ vnd yetz alte woꝛden/ hat er in dem 1 47 o jar bey lesben das ampt auff geben/ vnd ein růwigen ſtath angefangen/ in welch em erauch bald harnach ſeligklich verſcheiden. Ctantz.& Anon.

Dionyſius Bickel ein Cartheüſer.

Jonyſtus iſt von jugendt an fleyßig ob der

Mheiligen Geſchꝛifft gelegen/ vnnd ein wun-

Oderbar hohen verſtand bekommen. Damit

er aber deſter baß dem ſtudieren nachkommen/ hatt

er zu Ruremund in dem Cloſter Bethlehẽ der Car-

cheüſer Oꝛden angenommen/ vnnd ſich dermaſſen

gehalten/ das dieſer Oꝛden durch fein from̃keit vnd

weyßheit hoch erhebt vnd auff kom̃en. Er lag dem

gebett vnd Goͤttlicher dingen Contemplation vnd

betrachtnuß dermaſſen embſig ob/ das man nicht

vermeinet/ daß er einerley bůch ſchreiben konnen.

. Hargegen was er in ſchreiben vnnd leſen alſo fleyſ-

ſig/ das niemand vermeinet/ wie er betten oder den Gottes dienſt vollbrin-

gen megen. Er ſchlieff wenig/ vnnd tranck wenig/ vnnd vermeinet(nach

Sanct Hieronymi exempel) es were nicht lieblich er dañ ſich tag vnd nacht

in dem Geſatz Gottes uͤben. Er ſchreib vnnd laß allezeit/ nach dieſem voll-bracht er fein gebett/ auff das gebett fienge er wider an ernſtlich zu ſtudie

ren. Wie er alſo fleyßig gebettẽ vnd geſtudieret/ hat jm Gott auch viel wun

derbare ding geoffenbaret/ alſo daß er offt verzucket woꝛden.Es hat Cardinal Nicolaus von Cuſa viel Epiſtel an in geſchriben/ vnd

wann die vmbligende Fürſten einen geſpan bekommen/ wurden ſie durchdieſes heiligen mans from̃keit bewegt/ das fie jhn zu einem Obman erweh-let/ nd was er geſpꝛochen mit danckbarem gemuͤt gern angenommen. Eshatt dieſer Dionyſius ſo viel vnnd mancherley bůcher geſchriben/ daß/ hnmit anz al vnder den Lateinerẽ( aufgenommen Sanct Auguſtinus) keinanderer übertroffen. Dann er hat ſein außlegung über alle bůcher deß neü-wen vnnd alten Teſtament geſchꝛiben demnach ein Compendium vnd kurtzem begriff der Theologey vnnd Philoſophey. Nach dieſem hat er SanctDionyftj/ vnnd Johannis Caſſiant buͤcher außgelegt. Alſo auch wider benAbergiauben/ von deß Concilij vnd Bapſt authoꝛitet/ von der Kirchen Refoꝛmation vnd verbeſſerung/ wider die Simoney/ von der Prelaten ampt/von deß Adels leben/ von der Weyberen geberden/ vnnd viel andere/ fo beyTrithemio in einem langen Zedel verzeichnet. Wie er aber leſtlich mit altervnnd arbeit gar abkommen/ Farbe er fridſam an dem xij tag Mertzen/ daman zalt i 71 jar. Er warde bey den brůderen zu Ruremund auff dem gemeinen Kirchhoff begraben/ vnnd für einen heiligen gehalten/da er auch aufferſtendtnuß deß fleiſchs erwartet.Trit.in ſcript.

Frider ich