1456.
Viel buchergeſchriben. offt in wichtigen ſachen ſich dieſes rathſchlag gebrauchet. Wann anch et-
18 gochuerꝛuͤmpter Teütſcher Perſonen
s Chriſti ge ſehꝛ angenem. Deßhalben hat er jhn offt zu ſich beruffet/ vnnd mit freyhei-burt 1455 jar. ren begabet/ wider laſſen hinziehen. Wie er dergeſtalt 43 jar gantz loblich
fein Kirchen verwalten/ vnd yetz alte woꝛden/ hat er in dem 1 47 o jar bey lesben das ampt auff geben/ vnd ein růwigen ſtath angefangen/ in welch em erauch bald harnach ſeligklich verſcheiden. Ctantz.& Anon.
Dionyſius Bickel ein Cartheüſer.
Jonyſtus iſt von jugendt an fleyßig ob der
Mheiligen Geſchꝛifft gelegen/ vnnd ein wun-
Oderbar hohen verſtand bekommen. Damit
er aber deſter baß dem ſtudieren nachkommen/ hatt
er zu Ruremund in dem Cloſter Bethlehẽ der Car-
cheüſer Oꝛden angenommen/ vnnd ſich dermaſſen
gehalten/ das dieſer Oꝛden durch fein from̃keit vnd
weyßheit hoch erhebt vnd auff kom̃en. Er lag dem
gebett vnd Goͤttlicher dingen Contemplation vnd
betrachtnuß dermaſſen embſig ob/ das man nicht
vermeinet/ daß er einerley bůch ſchreiben konnen.
. Hargegen was er in ſchreiben vnnd leſen alſo fleyſ-
ſig/ das niemand vermeinet/ wie er betten oder den Gottes dienſt vollbrin-
gen megen. Er ſchlieff wenig/ aß vnnd tranck wenig/ vnnd vermeinet(nach
Sanct Hieronymi exempel) es were nicht lieblich er dañ ſich tag vnd nacht
in dem Geſatz Gottes uͤben. Er ſchreib vnnd laß allezeit/ nach dieſem voll-bracht er fein gebett/ auff das gebett fienge er wider an ernſtlich zu ſtudie
ren. Wie er alſo fleyßig gebettẽ vnd geſtudieret/ hat jm Gott auch viel wun
derbare ding geoffenbaret/ alſo daß er offt verzucket woꝛden.Es hat Cardinal Nicolaus von Cuſa viel Epiſtel an in geſchriben/ vnd
wann die vmbligende Fürſten einen geſpan bekommen/ wurden ſie durchdieſes heiligen mans from̃keit bewegt/ das fie jhn zu einem Obman erweh-let/ nd was er geſpꝛochen mit danckbarem gemuͤt gern angenommen. Eshatt dieſer Dionyſius ſo viel vnnd mancherley bůcher geſchriben/ daß/ hnmit anz al vnder den Lateinerẽ( aufgenommen Sanct Auguſtinus) keinanderer übertroffen. Dann er hat ſein außlegung über alle bůcher deß neü-wen vnnd alten Teſtament geſchꝛiben demnach ein Compendium vnd kurtzem begriff der Theologey vnnd Philoſophey. Nach dieſem hat er SanctDionyftj/ vnnd Johannis Caſſiant buͤcher außgelegt. Alſo auch wider benAbergiauben/ von deß Concilij vnd Bapſt authoꝛitet/ von der Kirchen Refoꝛmation vnd verbeſſerung/ wider die Simoney/ von der Prelaten ampt/von deß Adels leben/ von der Weyberen geberden/ vnnd viel andere/ fo beyTrithemio in einem langen Zedel verzeichnet. Wie er aber leſtlich mit altervnnd arbeit gar abkommen/ Farbe er fridſam an dem xij tag Mertzen/ daman zalt i 71 jar. Er warde bey den brůderen zu Ruremund auff dem gemeinen Kirchhoff begraben/ vnnd für einen heiligen gehalten/da er auch aufferſtendtnuß deß fleiſchs erwartet.Trit.in ſcript.
Frider ich