Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Gochuerꝛuͤmpter Teiitſcher Perſonen

chriſtige allen gewalt zugemeſſen. Deßhalben hat er bey Soͤlix außgebracht/ daß er14568 von dem Bap ſtum̃ abgeſtanden/ vnd dem Bapſt zu Rom gewichen. Daſelben hat er auch Aeneam Syluium/ fo deß Concilij Notarius cauch harnachBapſt woꝛden/ vnd Pius der ij geheiſſen) in feinen hoff angenom̃en/ vnd jnerſtlich fein Secretarium/ auch bald harn ach fein Cantz ler gemachet. Wieer zu Baſel geweſen/ hat Vlrich der Graue zu Cilia vnd Albrecht deß Keysſers bꝛůder Qabach ein nam̃haffte ſtatt in Kernthen belegeret. Sie wur-den aber Friderichen hauffen geſchlagẽ/ verlurẽ jr Leger/ in welchemgroſſe Reichthum̃ geweſen. Ob wol aber zu dieſer zeyt groſſe entpoörung inDeſterꝛeich voꝛhandẽ/ welches er wie ein Vogt geregieret/ hat er doch fridẽin der Chriſtenheit zu erhalten zu Aſchenburg in Mentzer Biſtumb einenReichstag angeſehen/ daſelben mit der Sürſtẽ hilff alle zweytracht Teutſcher nation auffgehebt/ vnnd deß Reichs alte geſatz erneüweret Wie auchder Delphin auß Franckreich dem Concilio beſch werlich/ hat er ſich berathſchlaget/ wie man dieſen vertreyben mochte. Deßhalben hat er den Elſaſſe-ren hilff zugeſendet/ vnnd bey den Eydgenoſſen zuwegen gebracht/ daß fie

dem außlendiſchen feind mannlich widerſthen/ vnd vertreiben ſollen.

Feldzug in

Als er dieſe ſach glücklich vollendet/ kame er nach etlichen jaren wider in

Italien . Oeſterꝛeich/ welches land er nit wie er es verlaſſen/ ſonder in groſſer entpoͤ-rung gefunden/ dieweil die einwoner den jungen Ladis laum vo: der zeytwellen von der Vogtey ledig vnd für jhren Herꝛen haben. Er hat aber die-fe auffrur bald geſtillet/ vnnd mit groſſer miltigkeit zu Regenſpurg einenanderen Reichstag angeſehen im 14.48 jar/ zu der zeyt nam̃lich als der Gꝛie-chen Reich in groſſer gefahr geſtanden/ vnd der Türck Conſtantinopel be-legeret. In diem warde gehandlet das man auß Teutſchem land hilff denGriechen zuſchicken. Es warde aber nichts auffgerichtet/ vnd ſchieden dieFürſten von einander. Nach diſem hat er jm auß gůter freündẽ rathſchlagfürgenommen ein frauwen zunemmen/ vnnd ghen Rom zuziehen. Es hatEmanuel der König in Portugal drey Doͤchteren verlaſſen/ vnder dieſenwas Leonora die eltere bey 16 jaren/ welche auch die andere an geſtalt vndgroͤſſe weit übertroffen. Dieſer beger et der Keyſer vnnd erlanget leichtlichdaß jhm erſtlich die Dochter/ demnach deß Kònigs inn Poꝛtugal brůder/vnd Alphonſus der Konig zu At: agonia der Dochter můter brůder/ dar-zu bewilliget: ob wol Ludwig der Delphin Koͤnig Caroli/ in FranckreichSohn dieſer auch begeret. Alſo warde durch die Legaten die ehe beſchloſ-ſed/ vnnd der Arꝛagonier Konig befolhen/ daß er Ceonoram über meer inTelamonis poꝛt ſolte fuͤren. Wie nun Friderich feinen Feldzug ghen Rom wellen thůn/ warde er zu der Neüwenſtatt inn Oeſterꝛ eich von feinen vn-derthonen belegeret/ dieweil dieſe abermalen begeret/ er ſolte Ladis laumder Vogtey halb ledigen. Er warde aber bald durch deß Fürſten in Beye-ren vnd der Biſchoffen vnderhandlung ledig. Wie er dergeſtalt alle ſachenrecht angeſchicket/ vnnd Rönig Ladislaum mit ſich genommen/ hat er ſichim 145 ı jar zu der reiß gerüſtet Die Behemen vnnd Oeſterꝛeicher kamen inOeſterꝛeich/ die Vngaren vnd Beyerẽ in Kernthen/ die Schwaben / Rhein ſtraamer/ Srancken/ vnd Sachſen bey Ferꝛar zuſam̃en. Alſo iſt er mit einemwolgerüſteten gezeüg durch der Venediger land ghen Ferꝛar kom̃en/ nach

diſem zoge er durch Floꝛentz ghen Senas/ vnd warde allenthalben mit be-ſonderer freygebigkeit entpfangẽ. Daſelben hat er fein geliebte bꝛant Les-noꝛam/ ſo in groſſer gefahꝛ deß meers geweſen/ freündtlich vmfangen/ vndviel freüd gehabt. Nach diſem zoge er mit jren auff Rom zu/ vnd warde beyder ſtatt ehꝛlich entpfangẽ. Dañ der gantz Baͤpſtliche rath/ geiſtliche ſtathvnd Roͤmiſche Adel zugen jm alle entgegen/ vnnd tathen jhın fo viel ehꝛ an -

dergleichen