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Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 521
dergleichen voꝛhin in viel jaren keinen Keyſeren beſchehen. Es iſt aber der von Chriſtigebrauch/ wann man einen Keyſer Kroͤnen wellen/ daß ſie voꝛhin eh ſie in geburt i 456
die ſtatt ziehen ein nacht in dem Leger vnder den gezelttn verharꝛen/ Dielicht damit der Bapſt weil bekommen/ an dieſem tag zůuerſehen/ damit indeß Keyſers einzug kein lerman entſtande/ oder das hiezwiſchẽ der Keyſerder ſtatt oꝛdnung erkundige/ vnd deſter ſich erer doͤꝛffe hinein ziehen.Aiſo iſt der Reyſer mit ſeiner braut vor der ſtatt verharꝛet/ vnnd ſeindjhren etliche hinein gezogen. An volgendem tag/ welches der Mertzen ge-weſen/ iſt der Key ſer z wiſchen den Jtalieniſchen Legaten/ auch die Key-ſerin gantz koſtlich bezieret/ vnnd Ladis laus der ſchoͤne Koͤnig zu Vnge-ren vnd Boͤhem/ mit einem ſtarcken Reyſigen gezeüg vnd ſchoͤnen hauf-fen/ ſo von allen nationen har beſamblet/ zu Kom eingezogen. Es reitjhm(ein brůder Hertzog Albrecht vor/ vnd fůret den erſten hauffen. Dieſezogen biß zu Sanct Peters Kirchen ſtaffllen/ da ſie dañ von Bapſt Nico-las freüntlich entpfangen. An dem achten tag Mertzen warde er mit dereyſenen Cron der Cangoparter Konig von dem Bapſt gekroͤnet/ dieweilin dem Fürſtenthumb Meyland ein groſſe Peſtilentz angangen. Nach di-
ſem warde jhm vnder der Meß an dem i6 tag Mertzen Ceonoꝛa durch den
Bapſt ſelbs vermechlet. An volgendem tag warde Fꝛiderich mit ſeinẽ gemahel Romiſche Keyſer gekroͤner/ vnd ſchꝛauwen die Römer zuſam̃en: Gottgebe Friderich dem Rõöõmiſchẽ Keyſer ſo von Gott gekroͤnet/ viel Sieg vndlanges leben. Nach diſem zoge er auff die Tyber bruck/ vnnd ſchlůge ſeinenbꝛuder Albrecht vnnd dreyhundert Edelmenner zu Ritter . Auff ſollicheskame er ghen Neaples/ vnnd warde von Koͤnig Alph onſo freündtlich ent;pfangen/ da er dann auch mit Königlichem pomp hochzeyt gehalten. Alsdieſes vollendet/ ſendet er Ceonoꝛam voꝛhin ghen Venedig / vnnd kame erdurch om ghen Floꝛentz/ daſelben fande er der Deſter: eicher vnd Hunga-ren Cegaten/ welche mit gewalt oder betrug vnderſtanden jren König Ladis laum hinweg zufuͤren. Er hatt aber dieſe nicht verhoͤꝛen wellen. Nachdiſem zoge er ghen Ferꝛar/ vnd machet Boꝛſtum der Eſtenſer Margrauen/einen Hertzogen zu Mutina vnd Regio als viel Italieniſchen Herꝛen zu-gegen. Demnach fure er mit ſchiffen auff dem Pado ghen Venedig . Es iſtvngleüblich zuſagen was groſſer ehꝛ jhm damalen bewiſen: dann man hatauß gemeinem gůt den Keyſeriſchen allen koſten erlegt/ vnnd mancherleyſchimpffſpil gehalten/ alſo das Friderich harnach die Menediger allezeytauff das hochſte geliebet Auff dieſes zoge er über das Alpgebürg in Teut-ſcheland: wie er auch an die grentzen kommen/ zeiget jhm das ſeltzam vnge-witter an/ das in Oeſterꝛeich manncherley lerman vnd entpoͤꝛung voꝛhan-den. Dann die Oeſterꝛeich er be ſambleten einen gezeüg/ vnd namen jhnenfür den Keyſer in einer ſchlacht anzugreyffen: es was Huldrich Eytzingerüber dieſe Oberſte Seldherꝛ geoꝛdnet. Alſo wurden Oeſterꝛeich vnd die vmligende Candſchafften durch raub/ bꝛand/ todſchlag/ vñ burgerliche kriegyemerlich verherꝛget biß letſtlich durch etlicher Sirſten vnderhandlungRadislaus von dem Keyſer frey gelaſſen/ vnnd der friden gemachet/ wel-ches dann in dem 145 jar beſchehen..;Wie alle ſachen in Vngaren vnd Oeſterꝛeich befridiget/ hat der Keyſerzu Franckfurt einen Reichstag geh alten/ auff welchem der Teutſchen bur-gerliche krieg gar abgeſtellet. Man hatt ſich auch berathſchlaget/ was ge-ſtalt man dem Türcken Machomet/ ſo durch den neüwen Sieg ſehr ſtoltzvnd Conſtantinopel eingenommen/ begegnen ſolte/ wañ er vielicht etwasweyrers begeret fürzunemmen. Als aber harn ach Cadislaus viel zu bald
jar.
Oeſterreichiſche krieg.