vs Chriſti geburt 1456 jar.
Oeſterreiche
freündtſchafft mitBurgund
522 Gochuerꝛuͤmpter Teütſcher Perſonenin Oeſterꝛeich an. Dann es begeret der Keyſer durch feine Cegaten/ es ſolle
jm als dem elteren Sürſten zu Oeſterꝛeich/ nach altem gebrauch/ diſes landsregierung übergebẽ werden. Hargegen begeretẽ fein bruder Albrecht/ vndVerter Hertzog Sigmund/ weil ſie mit Cadislao inn geleicher linien/ ſolleman das erb mit jnen theilen. Deßhalbẽ hat Sriderich faſt ſechs gantzer jarkrieg gefůret. In diſer zeit hat der Keyſer mañcherley glück vnd vn fahl ge-ſpürer/ auch feiner vnderthonen meineyd offt vermercket/ alſo daß er auchzu Wien in dem ſchloß viel wuchen belegeret/ vnd an nothwendigẽ dingenmangel bekom̃en/ man hat auch mit dem geſchütz zu jm geſchoſſen/ wie aberletſtlich in dem 1463 jar fein bruder Albrecht geſtoꝛbẽ/ fuͤle gantz Oeſterꝛeichan jn: welches jm auch(ein Verter Hertzog Sigmund gern bewilliget/ vndiſt dem elterẽ gern gewichen. Es ſeind auch die Landsherꝛen auß Soͤhem/vnd andere auß Merꝛhen zu dem KReyſer kommen/ welche jm Boöhem vnndMer:hen angebotten. Dañ es iſt durch ein alte bündt nuß beſchloſſen/ wañder Konig in Boͤhem/ oder der Ertzhertzog in Deſterꝛeich ohne mennlicheerben ſterben/ ſolle das land auff den anderen fallen. Es hat aber der Rey-ſer dieſes alles nicht wellen annem̃en/ ſonder Geoꝛg Podebra/ welcher jhmofft in Oeſterꝛeich getreüwe hilff erzeiget/ als einẽ Konig zu Boͤhem/ Margrauen in Merꝛhen vnd Luſatz/ auch einen Fürſten zu Lützelburg vnd inder Sleſien / alle Lehen verlihen/ vnd deſſen elteren Sohn Geoꝛgen/ einenGrauen zu Glockauw gemachet. Wie auch Ladis laus geſtoꝛben/ warde erin das Reich Vngaren berůffet/ vnd von den Land sherꝛen König erweh-let/ dieweil er die heilige Cronen hinder jm/ welche jm Keyſer Albrecht ver-treuwet/ darzu von hohem ſtam̃en erboꝛen. Mann hat die Legaten zu derNeüwenſtatt verhoͤꝛet. Dann ob wol Mathias durch die ein parthey Koͤ-nig erkoꝛẽ/ warde er doch von den anderen verachtet/ als wañ er deß Reichsvn würdig geweſen. Deßhalben auch harnach viel groſſe ſchedliche kriegeuolget.? Hiezwiſchẽ iſt Carle der Hertzog in Burgund hoch über andere Fürſten kommen/ vnd hat die Reichſtatt Nuſſen hartigklich belegeret. Damit auchder Keyſer dieſe entſchüttet/ iſt er die ſem mit feinem gezeüg in dem 1472 jar
entgegen gezogen. Es warde aber damalen vnnerſehenlich friden gema-
chet/ vñ(einem Sohn Maximilian deß Carolt Dochter Marta/ ſo ein eini-ger erb vieler Fürſtenthum̃en im Niderland / vermehlet. Er hat auch har-nach mit jren in dem Niderland hochzeit gehalten/ dahin er dann von demVatter abgefertiget. Als aber harnach dieſe Maria feines ſohns gemahelgeſtoꝛben/ vnd die Flanderer den Maximilianum zu Bruck gefangen/ zo-ge Friderich ſelbs dahin/ erlediget mit Albrecht deß Hertzogen in Sachſen hilff feinen ſohn/ vñ verherget Flanderẽ. Zuleſt hat er den ein wonerẽ widerfriden gegeben. Wie er alſo in andere landen friden gemachet/ iſt Mathiasder Koͤnig zu Vngarẽ(welchem voꝛhin Friderich die Cron zu Vngarẽ wisder zuhandẽ geſtellet/ vnd achtzig tauſet gulden entpfangen)durch etlicherOeſterꝛeichiſchen Herꝛen verꝛaͤtherey/ mit einem groſſen gezeüg in Oeſter reich gezogen/ auch in dem vierdten jar dieſes kriegs die Haupſtatt Wien eroberet. Es lage erſtlich Roͤnig Mathie der thurn vn gefencknuß in Oe-ſterꝛeich tieff in dem ſm̃/ als(ein brůder von Konig Ladis lao enthauptet/vnd er gefangẽ in das ſchloß Guttenſtein gefuůͤret/ auch har nach gen Prag abgefertiget: demnach als Geoꝛg der Koͤnig in Boͤhem geſtoꝛben/ daß jmF:riderich Vladislaum den Konig in Poland / in belenung def Reichs Bohem/ vnd auch mit verheüratung der Wittfrauw zu Brandenburg fürge-ſetzet/ ob er wol dieſe beide ſtuck ernſtlich von dem Key ſer begeret. Als auchJohannes der Ertzbiſchoff zu Gran in def Roͤnigs vngenad gefallẽ/ was
er mit