Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Belchzeibitirg/ der Ander theil. 525verhöꝛet vnd gewaͤret/ auch ghen Baſel ein Vniuerſitet gelegt/ vnnd dies von Chri-fe aller geſtalt gefreyet vnnd begabet/ wie die Hoheſchůl zu Bononia von geburt 1458alten zeiten har geweſen. Er hat auch dieſen Biſchoff vnd feine nach fahꝛen lat ·

inn dieſer ſchůl zu Cantzler geoꝛdnet/ welches dann alles Keyſer Sriderich

durch ſein authoꝛitet beſtetiget.

Es was dieſer Biſchoff zu friden vnd kriegs zeitẽ ein fürſichtig man die Biſchoff derlaſter zuſtraffen gantz ſtrentz/ der ſtatt Oberkeit gute fründ. Deßhalben ſtait freund.hat er(ich auch in die blindtnuß begeben/ welche die Fate Baſel mitt ſamptden Eydgenoſſen vnd etlichen Fürſten / wider Carle den gewaltige Hertzo-

gen in Burgundt

gem achet/ iſt mit ſampt anderen dteſes ſiegs theilhaff

tig woꝛden. In dieſer zeit iſt aumiltan in dem iz 4 jar ghen Ba

ch Reyfer Friderich mit ſeinem ſohn Maxi-ſelkiommen/ auch von dem Biſchoff vnd der

ſtatt Oberkeit mit ſonderbarer freygebigkeit entpfangẽ woꝛden/ da er dañder ſtatt Baſel alle jhꝛe freyheiten beſtetiget. Wie Johannes dergeſtalt 20jar der Kirchen fürgeſtand en if er leſtlich in dem 14.78 jar geſtoꝛben/ auchmit deß geiſtlichen ſtath vnnd aller burgeren höoͤchſte leid/ in der Thum kir-chen ehrlich zu der erden beſtattet worden, Stumpff. lib.. caß zz.

Johan nes Raneman Barfüſſer Kunde.ö A, Geſchꝛifft ein gelehꝛ/ 1485

2C rer man/ dar zu in der Philo ſophey vnd welt-

X WVlich en künſten wol vnd erwiſen geweſen. Hie-zu dienet auch daß er mit einem geſchwinden kopffond natürlicher wolredenheit begabet. Deßhalbener auch in dem predig ampt alle anderen weir über-troffen. Wie w, daß jhm| der Bapſt/ Cardinal vnd Pꝛelaten zu viel zugemeſ-ſen/ auch in geiſtlicher vnd weltlicher Policey alleszu jhnen gezogen/ warde er durch guten eyffer beswegt/ daß er diſen vnoꝛdenlichen gewalt geſtraffet.

HN LAU ie die geiſtlichen dieſes vermercket/ haben fie nenfurgenom̃en dieſen bald vnder zutrucken. Als jhn aber deß Bapſts dienerzu der gefencknuß geſuchet/ iſt er entroñen/ ſich zu den Bar fůſſer Münchengethon/ jren Orden angenommen auch auß foꝛcht der ſtraff ſein meinunggeenderet. Es hat jhn Johannes Hagen ein Cartheüſer Münch ernſtlichdeſcholten/ vnd wider zu der alten meinung vnd gewonheit gebꝛacht: es hataber Johannes nicht deſt weniger ſich zubeſchirmen ein bůch geſchriben/vnd manncherley Fragreden fürgeſtellet/ in welcher er angezeigt/ was jhmin dem hertzen geſtecket da man zalt 1455 jar. rEs hat dieſer Oꝛden hin vn wider in der Chriſtenheit viel Cloſter bekom Barfüſſermen/ in welche(ich viel gelerte vnd from̃e leüt gethon/ ſo der anderẽ Prieſte Ordenren vnd München bracht vnd hoffart offt gemeldet. Ir vrheber iſt Franci anfangſcus geweſen fo zu Aſiſten in Vm bꝛia ein oꝛth in Italten gelegen/ erboꝛen.Dieſer hat erſtlich. Auguſtini Regel gehalten ſſchů/ vnnd lederen gürtelangetragen. Wie er aber bey jm ſelbs bedacht/ das der Herꝛ feine Apoſtlenbefolhen/ ſie ſollen nit zwen roͤck oder ein taͤſchen habẽ/ hat er ein kleid angethon vo vngeduncketer wullen/ dieſes mit einẽ ſeyl vmgürtet/ iſt barfůßgegangẽ. Er hat auch feine geſellen die Minderẽ bꝛůder geneñer/ damit fiedieſes ihres nammen eingedenck vnd ſich deſter ehe von aller hoffart abzu-gen. Es hat Bapſt Honorius diſen Oꝛden beſtatiget, Bapſt Gꝛegoꝛiusüber zwey jar harnach dieſen Franciſcum inn der heiligen zaal angenom-menſda man zalt i122. Es iſt kein Oꝛden inn kurtzer zeyt groͤſſer worden/dann