Belchzeibitirg/ der Ander theil. 525verhöꝛet vnd gewaͤret/ auch ghen Baſel ein Vniuerſitet gelegt/ vnnd dies von Chri-fe aller geſtalt gefreyet vnnd begabet/ wie die Hoheſchůl zu Bononia von geburt 1458alten zeiten har geweſen. Er hat auch dieſen Biſchoff vnd feine nach fahꝛen lat ·
inn dieſer ſchůl zu Cantzler geoꝛdnet/ welches dann alles Keyſer Sriderich
durch ſein authoꝛitet beſtetiget.
Es was dieſer Biſchoff zu friden vnd kriegs zeitẽ ein fürſichtig man die Biſchoff derlaſter zuſtraffen gantz ſtrentz/ vñ der ſtatt Oberkeit gute fründ. Deßhalben ſtait freund.hat er(ich auch in die blindtnuß begeben/ welche die Fate Baſel mitt ſamptden Eydgenoſſen vnd etlichen Fürſten / wider Carle den gewaltige Hertzo-
gen in Burgundt
gem achet/ vñ iſt mit ſampt anderen dteſes ſiegs theilhaff
tig woꝛden. In dieſer zeit iſt aumiltan in dem iz 4 jar ghen Ba
ch Reyfer Friderich mit ſeinem ſohn Maxi-ſelkiommen/ auch von dem Biſchoff vnd der
ſtatt Oberkeit mit ſonderbarer freygebigkeit entpfangẽ woꝛden/ da er dañder ſtatt Baſel alle jhꝛe freyheiten beſtetiget. Wie Johannes dergeſtalt 20jar der Kirchen fürgeſtand en if er leſtlich in dem 14.78 jar geſtoꝛben/ auchmit deß geiſtlichen ſtath vnnd aller burgeren höoͤchſte leid/ in der Thum kir-chen ehrlich zu der erden beſtattet worden, Stumpff. lib.. caß zz.
Johan nes Raneman Barfüſſer Kunde.ö A, Geſchꝛifft ein gelehꝛ/ 1485
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2C rer man/ dar zu in der Philo ſophey vnd welt-
X WVlich en künſten wol vnd erwiſen geweſen. Hie-zu dienet auch daß er mit einem geſchwinden kopffond natürlicher wolredenheit begabet. Deßhalbener auch in dem predig ampt alle anderen weir über-troffen. Wie w, daß jhm| der Bapſt/ Cardinal vnd Pꝛelaten zu viel zugemeſ-ſen/ auch in geiſtlicher vnd weltlicher Policey alleszu jhnen gezogen/ warde er durch guten eyffer beswegt/ daß er diſen vnoꝛdenlichen gewalt geſtraffet.
HN LAU ie die geiſtlichen dieſes vermercket/ haben fie nenfurgenom̃en dieſen bald vnder zutrucken. Als jhn aber deß Bapſts dienerzu der gefencknuß geſuchet/ iſt er entroñen/ ſich zu den Bar fůſſer Münchengethon/ jren Orden angenommen auch auß foꝛcht der ſtraff ſein meinunggeenderet. Es hat jhn Johannes Hagen ein Cartheüſer Münch ernſtlichdeſcholten/ vnd wider zu der alten meinung vnd gewonheit gebꝛacht: es hataber Johannes nicht deſt weniger ſich zubeſchirmen ein bůch geſchriben/vnd manncherley Fragreden fürgeſtellet/ in welcher er angezeigt/ was jhmin dem hertzen geſtecket da man zalt 1455 jar. rEs hat dieſer Oꝛden hin vn wider in der Chriſtenheit viel Cloſter bekom Barfüſſermen/ in welche(ich viel gelerte vnd from̃e leüt gethon/ ſo der anderẽ Prieſte Ordenren vnd München bracht vnd hoffart offt gemeldet. Ir vrheber iſt Franci anfangſcus geweſen fo zu Aſiſten in Vm bꝛia ein oꝛth in Italten gelegen/ erboꝛen.Dieſer hat erſtlich. Auguſtini Regel gehalten ſſchů/ vnnd lederen gürtelangetragen. Wie er aber bey jm ſelbs bedacht/ das der Herꝛ feine Apoſtlenbefolhen/ ſie ſollen nit zwen roͤck oder ein taͤſchen habẽ/ hat er ein kleid angethon vo vngeduncketer wullen/ dieſes mit einẽ ſeyl vmgürtet/ vñ iſt barfůßgegangẽ. Er hat auch feine geſellen die Minderẽ bꝛůder geneñer/ damit fiedieſes ihres nammen eingedenck vnd ſich deſter ehe von aller hoffart abzu-gen. Es hat Bapſt Honorius diſen Oꝛden beſtatiget, vñ Bapſt Gꝛegoꝛiusüber zwey jar harnach dieſen Franciſcum inn der heiligen zaal angenom-menſda man zalt i122. Es iſt kein Oꝛden inn kurtzer zeyt groͤſſer worden/dann