Von Chriſtigeburt 1461
jar.
Kirchen jr.
zen;
1461.
König außſchlechtemſtath.
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Hochtterꝛuͤmpter Teütſcher Perſonen
außlegung glauben geben: Das Wort muͤſſe durch ſich ſelbs vnd mancherley ſpꝛüch außgelegt werden: Die Pꝛelaten haben kein gewalt neuwe geſatzzumachen/ oder die geſchꝛifft nach gefallen außzulegen: Die menſchlichẽ ſa-tzungen/ als faſten/ Ablaß / feſttag/ lange gebert/ wallferdt/ vnnd anders dergeleichen hatt er gar verwoꝛffen. Die letſte ſalbung vnd der Chꝛiſam habenjm mißfallen. Die ohienbeicht vnd genugthůung hat er beſcholten/ vnd ge-lernet/ es ſeye nichts mit deß Bapſts Pꝛimat.
Es laſt ſich auch durch erlichethum̃beſchol ehe/ vnnd die entpfahung deß Sacraments deß alt ars vnder beyderley ge-
fragreden an ehen/ als wañ er der pꝛieſtetẽ
ſtalt jm gefallen laſſen. Wie er der geſtalt die laſter geſtraffet/ warde er vonfeinem ampt abgeſetzet/ auch zu Mentz der ketzerey anklagt/ in dem S jar.Es hat aber die ſes vꝛtheil viel gelerten leuten/ als Johanni Keyſerſperger/Engelmo von Bꝛaunſchweyg vn Doctoꝛ Baſtlio von Gꝛoningẽ/ ſehꝛ miß-fallen. dann dieſe zeigten an/ es mögen Veſalij ſchlußreden auß Heiliger ge-ſchꝛifft wol bewiſen werden. Alſo iſt bekannt/ daß allezeit etliche perſonen inder Kirchen geweſen/ welche vnder ſtanden alle ceremonlen vnnd gebꝛeuchnach det erſten Kirchen gewonh eit wider anzurichten. Ilyr. in Cat. ſeſt
feind ein dſer zu einẽ
Geoꝛg Podebꝛa der Boͤhemen König,— Eoꝛg iſt bey de Boͤhemẽ auß edlem geſchlechtDin der ſtatt Podiebꝛach an dem i tag ApꝛellẽY erboꝛen/ im 436 jar. Es haben jn feine elterenin allen tugendten aufferzogẽ/ vnd jm befolhen hinvn wider an der Fürſten Hof zuziehen. An diſen hater groſſe erfarnuß vnd weißheit bekom̃en alle ſachẽzu verrichten. Deßhalben hat jn Keyſer Sigmundan hohe empter gefürderet/ vñ jm an ſeiner ſtatt be-folhen das land Boͤhem zuregieren. Wie aber her-nach Keyſer Sigmund vnd Albrecht geſtorben/ vñMainardus der Hußtten feind dieſem Georgen/ ſodem Rochezan vnnd Hußiten angehangen/ wider»
Georg mit gewaffneter hand gegen Prag gezogẽ/ die ſtatt eroberet/ vnd Mainardum in thurn gelegt/ da er auch geſtorben. Nach diſem hater mit ſampt anderen Lands herꝛen von Keyſer Friderich begeret/ er ſolle j-nen jren König Ladißlaum zuſchickẽ. Wie dieſer erſchinen/ vnd vor ð hoch-zeit geſtorben/ hat Georg den gefangenẽ Mathiam deß Hhunniadis Sohnzu Pꝛag erlediget/ vñ im fein Dochter vermehelt/ welcher auch bald hernachin dem iz jar Rönig zu Vngaren erwehlet.
Auff ſolliches warde auch Georg in der Boͤhemen Lands tag durch feinetugendt/ ſo er an leib vnd gemuͤt gehabt/ Roͤnig in Boͤhem erkoren/ ob wolCarle der Konig in Franckreich/ Tazimirus ð König in Poland / Wilhelmder Hertzog in Sachſen / Sigmund vn Albrecht die Fürſten zu Oeſterreich /vnd Keyſer Sigmund ſelbs vnderſtanden dieſes Reich an ſich zuziehẽ. Alſowar de er erſtlich auß de Rhathauß/ mit gewonlichem pomp/ in vnſer Frau-wen kirchẽ gefuͤret/ da Rochezan Pfarꝛherꝛ geweſen/ damit mã Gott danckſaget. man hat auch daſelbẽ dem neuwẽ Konig viel glück gewüntſchet. Dergeſtalt verloren zwey gewaltige Koͤnigreich zu einer zeit jren Koͤnig/ vnndkamen von hohen ſtam̃en auff ſchlechte perſonen/ namlich auff Mathiamvnd Georgium. Es hat dieſer Georgius gantz miltiglich geregieret/ vnndmit den nachbauren friden gemachet/ auch Keyſer Friderichen wider feine
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fferẽ beyſtand gerhon.Deßhalbe ſich begeben/ daß jn der Key-oͤnig in Boͤhem beſtetiget/ doch mit dem geding/ daß füme 26.er nach