5832 gochuerꝛumpter Teütſcher Perſonenvs Chriſti ge nach der edel/ weiß Merz Wernher: vo Flachs land der ſtatt Burgermeiſtet/burt isi jar. mitt ſampt dem gantzen Rhat der ſtatt. Zulerſt aller Faculteten Doctoꝛes
vnd Magiſtri. Dieſe haben erſtlich die neuwe Regentz geoꝛdnet/ welche eis
nen Rectoꝛem erwehlen/ vnnd in der ſchul alles oꝛdnen ſollen. Wie ſich dieſeberhaten/ warde dieſer Geoꝛg/ fo mitt einem grauwen kopff bezteret/ nach
Oſteren an S. Ambꝛoſtz tag derj. Rectoꝛ erkoꝛen. Als diſer er weh let/ hat die
gantze verſamlung mit lauter ſtim̃ etlich hymnos vnd lobgeſang/ auch vn-
der dieſen Te Deum land amus/ Herz Gott wir loben dich/ etc. geſun gen. Eshatt der Biſchoff vnnd Burgermeiſter dieſem Rectoꝛ hald der Schul frey-heiten zuhanden geſtellet/ auch für ſich vnnd jhꝛe nachkomm ende geſch wosren/ daß ſie zu ewigen zeiten die Schul bey dieſen jhꝛen Freyheiten erhaltenwollen. Alſo hatt der Rectoꝛ fein ampt angenommen vnnd mitt der neu-wen Regentz inn allen Faculteten Pꝛofeſſoꝛes vnnd Leſer veroꝛdnet/ das
Conſiſto:ium vnnd Gericht beſetzet/ auch der Hohen ſchul geſatz vnnd oꝛd-
nung offentlich verleſen. Wie er inn dieſem ampt bey einem halben jar der
Schul fund ament wol gelegt/ hatt er vm̃ S. Cuy tag dieſes jars ſein ampt
auffgeben/ vnd warde Merz Caſpar zu Rhein der humcuſtos(ſo nach Jo-
hanne Biſchoff erwehlet) an fein ſtatt Rectoꝛ erkoꝛen. Auff dieſes iſt Her:
Geoꝛg letſtlich/ wie er mit jaren vnd arbeit gar abkom̃en/ an dem ſiebenden
tag Mertzen/ da man zalt 1466 jar/ geſtoꝛben/ inn der Thumkirchen zu Baſel
ehrlich begraben/ vnnd mitt einer loblichen grabgeſ chꝛifft bezieret worden,
Matt. Vniuerſit.Baſ.
Jacob Junterburck ein Lartheuſer Münch/Acobus iſt durch ſein fleißig ſtudieren vnndZ guten verſtand ein ſehꝛ gelerter mañ woꝛden.Q dañ er was gar geſchwind alle ſeltzamen fra-gen auffzuloͤſen brauchet ſich einer verſtendigẽ red/vnnd groſſer weißheit. Nach dieſem hat er der Car-theuſer Orden angenommen/ vnnd warde inn demCartheyſer hauß zu vnſers Heilands berg bey Erdfurt ein Vicarius oder Statthalter geordnet. Wieer aber verſtendig/ alſo hat er auch mit geberden vñaufftichtigem wandel alle anderen daſelben weit ü-dertroffen. Er was auch embſig dem gebett ergebẽ// oder lage ob feinen buͤcheren. deßh alben hatt er vielducher geſchrieben/ vurch welche fein nam̃ den nachkom̃enden bekant wor-den Dañ er hat Von dem Jubeljar/ Von der Chriſten geberden/ Dreyerleyſtath menſchen/ Vr ſach alles jamers/ Erkantnuß der heim ligkeiten/ War-heit/ Gewalt der Teutſchen/ Prieſterlicher würdigkeit/ Haltung der Gebotten/ Von Ablaß/ vnd Von der kunſt zuſterben/ dar zu von viel anderen din-gen geſchriben. Er ſtarbe zu Key ſer Friderichs vnd Bapſt Pauli zeiten/ indem i jar. Trit.in Script.
Panthaleon von Pfirdt Ritter.
Antaleon iſt von ð edlen von Pfirdt ſtam̃en in dẽ Oberen Elſaß oder
8 Sunckauw erborẽ/ welches geſchlecht lang daſelbẽ in groſſem anſehẽgeweſen/ vñ ein guldine garbẽ in eine blauwen feld für dz wappẽ gefů-
ret Als aber auff ein zeit ein dapfferer Edelmañ vo Pfirdt ſich an HertzogAlbrechts vo Oeſterreich Hof gethon/ vnd ſich für andere wol vñ ehrlich gehaltẽ/ wurdẽ jm etliche am Hof ſehr feind/ welche jn auch bey dem Fürſtẽ dermaſſen felſchlich verklagt/ dz er ð regierung zu Than befolhen/ man.ahen/
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