on Chriſti
eburt 1463
gochuerꝛuᷣmpter Teütſcher Perſonen
Ludwig Hertzog in Beyeren.—_ Vd wig iſt Hertzog Heinrichs inn Beyeren/(6zu Landshut gewonet/ Sohn geweſen/ wel-chen jhm KReyſer Albꝛechts ſchweſter erboꝛen.Es warde diſer zu Burckhauſen vnder dem geitzigẽvatter biß in das zo jar erzogen. Wie er daſelb en außmangel der kleidung/ deß gelts/ vnd pferden vieler»litten/ iſt er doch allezeit dem vatter gehoꝛſam gewe-fer. Deßhalben als jm gute freund gerhat en/ er ſollein Oeſterꝛ eich zu Keyſer Aibꝛecht feiner muter bꝛu-der ziehen/ ſolle er geantwoꝛtet haben: Es ſeye welt. von mir/ daß ich dieſen verlaſſe/ von welchem ich das. e leben entpfangen/ oder daß ich jn mit einerley woꝛtoder werck/ ſo lang ich bey ſinnen/ verletzen ſolte. Doch hat er ſich hiezwiſchẽalle tag heimlich von weitnuß mit dem ſpieß/ an der nehe mitt dem ſch wert/dar zu mit reiten/ ſpꝛingen/ vnd ſteinſtoſſen gen bet, vnd iſt auch den bůcherẽobgelegen. Dañ es liebet der vatter dermaſſen die Hirtzen/ daß er begeret/ esſolte dieſer on vnderlaß auff dem geiegt fein. Deßhalben als der vatter im1450 jar auß dieſer zeit geſcheiden/ warde er von den Landsherꝛ en in Beyerẽzu jrem Fürſten angeno m̃en/ darzu mit freuden von menglichem entpfan-gen. Er hat bald einen Lands tag gehalten/ vnd alle ſachen wol angericht/fürnemlich aber def vatters geſatz von den hirtzen daß dieſe frey ficher inndem feld ſpatzieren en, ie er. befolhen/ daß man die acker mitden zeunen beſchlieſſen moge. Er hat auch den bauren wid erum̃ jre groſſenhünd zugelaſſen/ damit das gewild abgetriben wurde. Nach dieſem hatt erAmeliam Hertzog Friderich zu Sachfen Dochter zu der ehe genom̃en/ vndauß jren Margaretham deß Churfürſten Philippi gemah el vnd ð Pfaltz-grafen muter geboꝛen/ demnach Georg den reichen Fürſten / in welch em derFürſten zu Landshut ſtam̃ auffgehoͤꝛet. Dañ es warde fein einige DochterPfaltzgraf Rupꝛechten vermehẽelt/ welche jm auch ein theil jres vetterlichẽlands zugebꝛacht. dz überig iſt nach dem Beyeriſchen krieg mit recht im zogjar den Fürſten zu München heim gefallen.
Dieſer Ludwig/ ſo der zehend deß namens geheiſſen/ wz ein freundlicher/glückſeliger vnnd fridſamer Fürſt. deßh alben er auch durch fein authotitetviel krieg im Teutſchland abgeſtelt. Sirnemlich aber hat er ſich gearbeitet/wie er feinen vetterẽ Ladißlaum den Koͤnig zu Boͤhem vn Vngaren Keysfer SFriderich wider verſůnet. Wie er auch verſtanden/ daß durch der Indengeitz die armen allgemach außgeſogẽ/ hat er zu einer ſtund am 4 tag Sctob.alle Juden auß viertzig ſtetten vnd flecken/ auch auß dem gantzen land ver;triben/ vnd jre güter in den gemeinen ſeckel gethon. Sonſt was er auch mitallerley tugen dt bezieret jadamit ich es durch ein woꝛt anzeige/ viel groͤſſer(wie Auentinus ſpꝛicht) dañ alle tugendt/ alſo daß ſein lob noch vnder demgemeinen volck gepꝛiſen. Wie er(ein land der geſtalt loblich geregieret/
iſt er letſtlich geſtoꝛben/ vnd Geoꝛgen feinen Sohn zu einemnach far en verlaſſen. Auent lib)
Joannes