2 ap
540 gochuerꝛuͤmpter Teütſcher Perſonen
vs chriſti ge vergoͤnnet. auff ſollichs hat er das ſchloß Schwartzenberg vnd die Vogtey
burt osſar. Jonſweil vm̃ ein gewüß gelt bekommen. ö.
Apts bündi⸗· Weil aber fein Cloſter inn der ſtatt S. Gallen ein geſchloſſen/ vnd er von
nuß mit den den burgeren nit erlangẽ/ daß er moͤgẽ bey feinem Cloſter ein beſonder thoꝛ
Eydgnoſſen. haben/ hatt er mitt deß Bapſts bewilligung zu Roꝛſchach ein neuw Cloſtergebauwen/ vnd jhm fürgenommen S. Galli gebein/ vnd deß Cloſters gantzeinkommen dahin zu verenderen. Als die burger zu S. Gallen vnd Appen-zell dieſes verſtanden/ ſein ſie mit gewaffneter hand dahin gezogen/ vnd dzneuw gebauwen Cloſter mitt gewalt zerſtöͤꝛet. Deßh alben hatt der Apt dieEydgnoſſen vm̃ hilff angeruͤffet/ vnd erlanget. Dieſe zogen mitt einem wol|gerüſten gezeug in das Rheinthal/ ßberwanden deß Apts feind/ vnd bꝛach-ten die vm̃ligenden flecken durch kriegsrecht zum theil vnder den Apt/ das Nüberig behielten fie für ſich ſelbs. Alſo warde Huldꝛich viel gewaltiger/ vnd|noͤtiget den vm̃ligenden Adel durch treuwoꝛt oder verheiſſung/ daß fie ſich(auch an jn ergeben. Dañ er was mannlich/ vnd ein wunderbar liſtig mann. ͤdeßhalben er auch nichts angefangen/ welliches er nit nach gefallen zu demend gebꝛacht. Wann er zu nach geruwet/ hat er bey dem beth ein ſchwartze—taffel vnd kreiden/ vnnd verzeichnet bald feines gemuͤts gedancken. zu moꝛ⸗|gen hielte er diefe feinen Raͤthen für/ vnnd begeret fie zu vollbꝛingen. Alſo ihatt ſich begeben/ daß er mitt der geleichen künſten das Cloſter wunderbarhoch erhebt/ daß kümerlich eins inn Teutſchem land voꝛhanden/ ſo mitt ges Jwalt vnd authoꝛitet dieſem zu vergleichen. Darum dieſer Huldꝛich nit vn⸗ fbillich nach S. Gallen der ander Stiffter genennet. Wie er alſo 28 jar die Asptey loblich geregieret/ iſt er letſtlich feines alters im 6; jar/ da man zalt itz/an dem dꝛeyzehenden tag Mertzen verſcheiden/ vnd ehꝛlich begraben wonden. loan. Stumpff. in Hel.
Alanus ein Pꝛediger Nünch.. Dies von Rupe was durch feinen hohen ver
1466.
ſta nd vnnd from leben in groſſem anſehen. Erhat ſich auch auß liebe Gottes vnnd der Freyen ‚=künſten in ein Pꝛediger Cloſter gethon/ vnd iſt vn-) der dieſen München inn groſſer achtung geweſen.Aff R Dañ er hatt durch fein Ich: vnd wunderbare wolre-Do ZU denheit die menſchen von laſteren zu den tugendtenA IC N gebꝛacht. was er auch durch fein pꝛedig nitt mögenMeV ZZ Ä N vollbꝛingen/ hatt er durch fein gut exempel außge-N,, Fe MN richtet. Es hat diſer Alanus vnſer Frauwen Roſen|ee, N garten beſchꝛiben/ vnd in der welt fürgetragen. Zu ö.| an diefem ſchꝛeib er vnſer Frauwen Pſalter/ vnnd vondeß Roſengarten wund erz eichen/ mit etlichen anderen der geleichen dingẽ.Nach diſem hat er zu ehꝛen vnſer Frauwen Roſenkrantz ein neuwe bꝛuder-ſchafft angefangen/ welche auch durch den Bepſtlichen ſtul beſtetiget/ ndallenthalben ſehꝛ zugenom̃en. Ʒuletſt iſt dieſer zu Sch wollen in feinem nCouent geſtoꝛben/ vnnd auff vnſer Frauwen Himmelfart a-bendt begraben worden/ im xyz jar. Trit.|in Script,
Wilhelm