Beſchreibung/ der Ander hen.$45
dieſes bey dem neüwen Spittal/ gewelpten Keller/ vnd Couent ſtuben ver von Chriſtiſthen: weil auch die guten alten gebreüch abkommen/ vnnd an ſtatt der tu⸗ geburt 1770get die laſter angangen/ hat er diſe fo viel müglich abgeſtellet/ vnd mengk⸗ ſar*
lich zu ſtudierẽ vnd dem gebet ermanet/ welches er dann mit groſſer arbeit
vnd gefahꝛ ler lich erhalten: als er der geſtalt 2 jar wol fůrgeſtanden/ iſt er
im 47; jar geſtoꝛben/ vnnd mitten in dem Choꝛ voꝛ S. Benedicti altar ehꝛ-
lich begraben woꝛden. Bruſch. in Monaſt.Sigmund Ertzhertzog zu Geſterꝛeich.. Sin iſt Friderich deß Ertzhertzogen zu i470.
NVDeſterꝛeich Sohn geweſen/ welchen hm An-na die Fürſtin von Braunſchweyg am: 5 tagBrach monat im 1426 jar erboren. Es haben jhn ſei-ne elteren in allen tugendten wol aufferzogen. Deß-halben iſt er nach deß vatters abſterben in der Rei-chen Graueſchafft Tyrol/ auch in anderen landen/. ſo nach der niderlag zu Sempach / auch nach dem1 NED ſein vatter von dem Reich vm̃ das Coſtentzer Conn, diltum)) verbannet/ überbeliben/ an das Regimentkommen: als namlich an etlichen oꝛthen in Schwa-SA SD ben in der Eydgnoſchafft/ im Sundgauw/ Breyß-gauw/ vnnd Elſaß: zu anfang ſeiner regierung hat er jhm fürgenommendie flecken in der Eydgnoſchafft/ ſo jm durch deß Concilij befelch entzogen/mit dem ſchwert wider an ſich zu bringen/ dieweilman vm̃ das Recht nichegeben wellen. Wie er in dieſer rüſtung geweſen/ vnd jhnen die Eyd genoſſenſürgenommen/ dieſem mit mannlichem gemůt zubegegnen/ alſo das manſich durch beyder par they ernſt eines groſſen kriegs zubeſoꝛgen/ haben ſichKEudwig der Pfaltzgraue am Rhein / vnnd Rodolph der Marggraue zuHochberg darzwiſchen gelegt/ vnnd dieſen gantzen handel vertragen. Alsharnach(ein Vetter König Ladislaus geſtoꝛben vn feines vatters bꝛuderHertzog Ernſten Soͤhn namlich Keyſer Friderich vnnd Albrecht/ das erbwellen anfallen/ auch hiemit einen blutigen krieg angefangẽ/ hat ſich Sig-mund/ ſo theil am erb gehabt/ inn dieſen krieg auch eingelaſſen. Er war-de aber jhnen bald wider ver ſůnet entpfienge den dritten theil deß Koͤni-glichen ſchatz( welchen dieſe drey Fürſten in dem ſchloß zu Wien getheilet)ond den Oberen theil an Kernthen/ welches man die Pfaltz geneñet: nachdiſem verlieſſe er Alberti parthey/ vnd machet mit feinem Vetter Sriderichein bündtnuß in dem 1460 jar.—
Wie nun Sigmund verſtanden/ daß er dieſe oꝛth/ fo voꝛhin von den SigmundtEydgenoſſen eingenommen/ nicht megen vnderfich bringen/ darzu von blindtnußnatur ein fridſamer Sürſt geweſen/ hat er das überig land ſo vmb die Eyd⸗ ögenoſchafft am R hein/ auch in dem Elſaß vnnd Breyßganw vorhanden/ Senoſſen.dem gewaltigen Fürſten Hertzog Carle von Burgund / vmb ſibentz ig tau-
fer gulden verpfendet/ damit die Schweytzer durch diſen gewaltigen nach-bauren erſchrecket/ vnnd an jhren grentzen vernuget weren. Es hatt aberHertzog Carle ſtoltze Canduogt/ vorab her: Peter von Hagenbach einenRitter veroꝛdnet/ welche die Deſterꝛeichiſchen vnderthonen wunderbargeplaget/ vnnd allenthalben ihr Vyranney genbet. Deßhalben warde Sigmund durch der vnderthonen vielfaltige bitt bewegt/ daß er jm fürgenom-men das entpfangen gelt Carolo wider zuerlegen/ vnd das land wider an
ſich zuziehen/ welches dann die Eyd genoſſen von hertzen begeret. Als aber3 ii Carolus