582 gGochueruͤmpter Teiitſcher Perſonen
von Chrifti vnd gelehꝛte leut nach allem feinem vermögen. Deßhalben als fie keine kin-geburt 1499 der mit einander en bekom̃en/ haben fie die armen in dem Spittal bedacht/
jar.
Aberglaube
vnnd etliche neü6we pfrůͤnden geſtifftet/ darzu ein ehꝛliches Stipendiumfür einen ſo in Theologia ſtudieren/ geoꝛdnet/ welches dem Prior inn derCarthauß mit ſampt der Vniner ſitet Rector zůuerleihen befolhen. Indieſem Stipendio wirt ein junger Magiſter sehen jar erhalten/ biß er in Cheologia den hoͤheren Gradum bekommet. Weil ich dann dieſes Stipendiumauch genoſſen/ hab ich mich billich danckbar erzeigen/ vnd jhren ſollen ein-gedenck ſein. Es iſt auch noch auff heütigen tag im gebrauch/ vnnd wirdtdas Stipendium von Brunn genennet. Alſo hatt Morandt vnnd ſeinehegemahel durch jhr ehrliche H zuwegen gebracht/ daß er bil-lich vnder die woluerdiendten Teutſche perſonen ſolle gezellet werden. Wieer nun lang loblich vnder den burgeren gewonet/ vnnd keine kinder verlaſ-ſen/ hat er(ein überig gůt feinen Vetteren veroꝛdnet/ vnnd jhnen befolhenfein Teſtamẽt zu vollſtrecken/ welches auch mit aller treüw beſchehen. Außdieſem geſchlecht iſt nach auff heutigen tag frauw Anna von Brunn/ wi-land Merz Niclauß Brylinger verlaſſene Wittwen/ vnnd dann Per: Bo-nanentura von Brunn vorhanden/ ſo zu Baſel das Oberſte Zunffmei-ſter ampt( welches das nechſte nach dem Burgermeiſterthumb) gantz lob-lich verwaltet. Anon.
Albertus Erantz ee Sachſen giſtorien
QX vnnd in allen guten künſten wol aufferzogen.Dann er hat einen guten verſtand/ vnnd wasmitt züchtigen geberden bezieret. So bald er aberdie erſte fund ament wol begriffen/ zoge er hin vndwider auff die Hohen ſchůl/ vnd ſtudieret mit groſ-ſem fleyß in den Rechten/ vnd Theologia . Alſo hatſich begeben/ daß er in dem 1 far Doctoꝛ im Geiſt. gh, lichen Rechten/ vnd Theologiapromouieret. NachJ., Dieſem zoge er ghen koamburg/ warde ein Profeſ-AN 4. 3 for inn Heiliger geſchrifft/ vnnd im ſelbigen Stifft. 4 Dechan erwehlet. Dieſes ampt hatt er loblich ver-ſehen/ vnnd nicht deſtweniger gantz fleyſſig geſtudier et. Er hatt aber für-nemlich von fugendt an einen Stoffen luſt zů ſtudieren. Deßhalben ſich be-geben/ wie er vieler voͤlckeren Chꝛoneck vnnd tathen durchleſen/ daß er auchvnderſtanden ſeiner Sachſen Hiſtorien zubeſchꝛeiben/ welches er auch mitgroſſem lob vollbracht. Dann er hatt der Sachſen/ Wenden/ Dennen/ vndfaſt aller Mittnechtiſchen Teutſchen Hiſtorien/ darnach aller Biſtumb inSach ſen anfang/ auffgang/ vnd tathen fleyſſig beſchꝛiben/ vnd dieſes allesbiß auff das 1500 jar vollfuret.Weil er aber durch feinen hohen verſtand vermercker das inn der Kir-
beſcholuen. chen die jrthnmb allgemach zugenommen/ hat er dieſes von hertzen bewel-
net/ vnnd begeret das alle ſtend ſollen refoꝛmieret vnnd verbeſſet werden.Deßhalben hatt er in feiner Sachſiſchen Hiſtorien libro i.capite ʒꝭ gemel-det: es gange die Kirchen nicht die rechte ſtraaß. An anderen oꝛthen hatter der Baͤpſten zu Rom hochmůt/ vnnd der anderen Biſchoffen brachtigeTittel beſcholten:alſo hat er auch der München vielfaltige rden angeta-Bet/ vnd angezeiget die Thumherren/ ſeyen durch das wider ſpil Canonieigenennet/