Buch 
Der dritte und letste Theil Teutscher Nation Heldenbuch : In diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen und nideren staths, Leben und nammhaffte Thaten gantz waarhafftig beschrieben ... under den vier letsten Keyseren Maximilian I. Carolo V. Ferdinando, und Maximilian II. von dem 1500 biss auff das lauffende 1570 jar ... / Erstlich durch den Hochgelehrten Herren Heinrich Pantaleon, zum theil auss vieler voelckeren Historien ... in Latein zusamen gebracht, und mit sampt vieler personen bildnussen fürgestellet. Jetzmalen aber von dem Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, geenderet, und gebesseret ...
JPEG-Download
 

262 Bochberümmpter Teutſcher Perſo nenhauffen erneüweret/ vnd dem Koͤnig dap fferẽ beyſtand gethon/ alſo dasCalles den Engellenderen entzo. vnd letſtlich den friden mit KoͤnigPhilippo deß Keiſers ſon wider eſchloſſen. Wie auch haͤrnach im 1562 jarder burgerliche krieg in Franckreich der Religion halben angangen/ vndder jung Koͤnig in groſſer gefahꝛ geweſen/ hatt Wilhelm ein außerleſenẽhauffen Eydgenoſſen angẽenom̃en/ auff Pareyß zugeeylet/ vn dieſe ſo et-was neüwes angefangen/ geſtraaffet: daſelb en iſt er auch bey 70 jaren alt(ehe dann die Eydgenoſſen mit den Schwartz en Reüteren an S. Thom ãabent die ſchlacht gethon/ vnd das feld behalten) geſtoꝛben/ vnd zu Pa-reyß mit groſſem leid ehꝛlich zu der erden beſtattet woꝛdẽ. Es iſt Wilhelmein gantz fründtlich er man geweſen/ auch die Hiſtoꝛien vnd gelehꝛtẽ leütfebz geliebet. Deßhalben als die Eydgenoſſen zu Baſel einen Landstaggehalten/ damit Philibert der Hertzog zu Sophoy/ vnd die ſtadt Berngegen einander vertragen/ auch Wilhelm von wegen der ſtadt Solo-thurn daſelben erſchinen/ hat er die wolgerüſtete Ciberey der Vniuerſi-tet zu Baſel mit groſſen freüden beſichtiget/ vnd mit etliche Hiſtoꝛiſchꝛeiber verzeichnet/ ſo ich jm mit der zeit zuſchicken ſollen. P.louius.

Joannes Sturmius Rectoꝛ der Schul zu Straßburg .; X Hannes iſt zu Sleidan im Niderland erbo-

ren da man zalt i o jar. Als dieſer die erſtenfund amẽt begriffen/ hat er ſich gehn Eoͤuengethon/ auch daſelben fleißig in den ſpꝛaachẽ vndfreien künſten geſtudieret. In dieſen hat er dermaſſen zugenommen/ das er daſelb en vnder der guten| e,, angenom̃en. Wie er ein zeit-lang daſelben veꝛharꝛet/ iſt er im 1536 jar in ObereM Teutſchland gezogen/ vnd(ich der Religion halbegehn Straßburg gethon. An dieſem oꝛt iſt er balddurch feine tugent in der nam̃hafften Durgeren/darzu in her: Jacob Sturmen gute kundtſchafftn ML komen. Weil auch dieſem man die guten künſt ſehꝛgefallen/ hat er Johanni gerathen/ er ſolle bey der Oberkeit anh altẽ/ da-mit in dieſer ſtadt ein nam̃haffee Schul angerichtet wurde: welches durchJohannes/ ſo der ſach für ſich ſelbs geneigt, in volgendem jar erlanget.Damalen hatt Johannes die jugent in gewüſſe Lectiones vnd oꝛdnungabgetheilet/ dem Rath ſein meinung angezeigt/ dieſes haͤrnach durchein getruckte bůch weitlöuffiger erklaͤret.2 Alſo warde Johannes dieſer Schul Rectoꝛ erwehlet: wie dieſe Schul| 8. angangen/ haben ſich nit allein auß weit gelegen oꝛten Teutſchenland/ſonder auch auß frembden Nationen viel jüngling gehn Straßburg zuſtudieren zuſamen gethon?: dieſen hat Johannes mit ſampt andere Pꝛo-feſſoꝛen alle freündtligkeit bewiſen/ vnd ſie dermaſſen in ſpꝛaachen vnndfreien künſtẽ vnd erꝛichtet/ das(ie mit gr. em lob wider in jr Vatterlandkom̃en. Es hat Johannes ein bůch geſchꝛiben/ das die Redkunſt ein zeit-lang verloꝛen/ vnd wie man dieſe wider erlangen ſolle: demnach ein Dia-lecticã geſtellet/ vnd Ciceronis Rhetoꝛicã vnd Oꝛationes wol außgelegt.Nach diefem hat er ſich auch auff die M. geſchꝛifft begebẽ/ vo der kirchẽverbeſſerũg(ein meinũg geoffenbaret. Hiemit hatt er nit allein die gutenkünſt gefürd eret/ ſond er auch durch(ein wolredẽheit zu wege gebꝛacht/ dzman jhn als ein Legaten zu etlichen Koͤnigen vnd Surfen ab gefert gilſo