262 Bochberümmpter Teutſcher Perſo nenhauffen erneüweret/ vnd dem Koͤnig dap fferẽ beyſtand gethon/ alſo dasCalles den Engellenderen entzo. vnd letſtlich den friden mit KoͤnigPhilippo deß Keiſers ſon wider eſchloſſen. Wie auch haͤrnach im 1562 jarder burgerliche krieg in Franckreich der Religion halben angangen/ vndder jung Koͤnig in groſſer gefahꝛ geweſen/ hatt Wilhelm ein außerleſenẽhauffen Eydgenoſſen angẽenom̃en/ auff Pareyß zugeeylet/ vn dieſe ſo et-was neüwes angefangen/ geſtraaffet: daſelb en iſt er auch bey 70 jaren alt(ehe dann die Eydgenoſſen mit den Schwartz en Reüteren an S. Thom ãabent die ſchlacht gethon/ vnd das feld behalten) geſtoꝛben/ vnd zu Pa-reyß mit groſſem leid ehꝛlich zu der erden beſtattet woꝛdẽ. Es iſt Wilhelmein gantz fründtlich er man geweſen/ auch die Hiſtoꝛien vnd gelehꝛtẽ leütfebz geliebet. Deßhalben als die Eydgenoſſen zu Baſel einen Landstaggehalten/ damit Philibert der Hertzog zu Sophoy/ vnd die ſtadt Berngegen einander vertragen/ auch Wilhelm von wegen der ſtadt Solo-thurn daſelben erſchinen/ hat er die wolgerüſtete Ciberey der Vniuerſi-tet zu Baſel mit groſſen freüden beſichtiget/ vnd mit etliche Hiſtoꝛiſchꝛeiber verzeichnet/ ſo ich jm mit der zeit zuſchicken ſollen. P.louius.
ren da man zalt i o jar. Als dieſer die erſtenfund amẽt begriffen/ hat er ſich gehn Eoͤuengethon/ auch daſelben fleißig in den ſpꝛaachẽ vndfreien künſten geſtudieret. In dieſen hat er dermaſſen zugenommen/ das er daſelb en vnder der guten| e,, angenom̃en. Wie er ein zeit-lang daſelben veꝛharꝛet/ iſt er im 1536 jar in ObereM Teutſchland gezogen/ vnd(ich der Religion halbegehn Straßburg gethon. An dieſem oꝛt iſt er balddurch feine tugent in der nam̃hafften Durgeren/darzu in her: Jacob Sturmen gute kundtſchafftn ML komen. Weil auch dieſem man die guten künſt ſehꝛgefallen/ hat er Johanni gerathen/ er ſolle bey der Oberkeit anh altẽ/ da-mit in dieſer ſtadt ein nam̃haffee Schul angerichtet wurde: welches durchJohannes/ ſo der ſach für ſich ſelbs geneigt, in volgendem jar erlanget.Damalen hatt Johannes die jugent in gewüſſe Lectiones vnd oꝛdnungabgetheilet/ dem Rath ſein meinung angezeigt/ vñ dieſes haͤrnach durchein getruckte bůch weitlöuffiger erklaͤret.2 Alſo warde Johannes dieſer Schul Rectoꝛ erwehlet: wie dieſe Schul| 8. angangen/ haben ſich nit allein auß weit gelegen oꝛten Teutſchenland/ſonder auch auß frembden Nationen viel jüngling gehn Straßburg zuſtudieren zuſamen gethon?: dieſen hat Johannes mit ſampt andere Pꝛo-feſſoꝛen alle freündtligkeit bewiſen/ vnd ſie dermaſſen in ſpꝛaachen vnndfreien künſtẽ vnd erꝛichtet/ das(ie mit gr. em lob wider in jr Vatterlandkom̃en. Es hat Johannes ein bůch geſchꝛiben/ das die Redkunſt ein zeit-lang verloꝛen/ vnd wie man dieſe wider erlangen ſolle: demnach ein Dia-lecticã geſtellet/ vnd Ciceronis Rhetoꝛicã vnd Oꝛationes wol außgelegt.Nach diefem hat er ſich auch auff die M. geſchꝛifft begebẽ/ vñ vo der kirchẽverbeſſerũg(ein meinũg geoffenbaret. Hiemit hatt er nit allein die gutenkünſt gefürd eret/ ſond er auch durch(ein wolredẽheit zu wege gebꝛacht/ dzman jhn als ein Legaten zu etlichen Koͤnigen vnd Surfen ab gefert gilſo