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12 Chr iſt liche
dies later, heißts auch von dem Tod/ wie vom juͤngſtenGericht: Ein Tag iſt vns verborgen/ namlich/ der
Tag des Todes. Deſſen Ankunfft weißt niemand dann!G Ott als der allein ſelbe geſent vnd beſtimmet hat.
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Da zes c0 Der Tod iſt ein geiſtlicher Keind/ vnd deßweszer gen abermal ſehr gefährlich. Er fait zwar ahn ordinari
1. Corinth.15 56.
| Der Tod iſtein immer
waͤhrenderFeind.
den Leib; macht ſich aber auch an die Serlt des Men!ſchen. Wir reden hier von dem Tod/ wir er iſt wordenanfangs durch die Suͤnde; wir reden von dem Toddes naturlich vnd vnwiedergebohrnen Menſchen; nam-lich/ ſo fern er iſt ein eygentlich genandte Straff der Sün-de; dann ſo iſt er ein Mitgeſell allezeit des leiblichen Tods.Der Tod ſtreitet wider den vnwiedergebohrnen Mensſchen in vnd durch die Suͤnde. Solchen uͤberfaͤlt er gantzbewaffnet; vnd nimbt allezeit ſeinen Angel mit ſich/namlich die Suͤnde; als welche iſt der Stachel des To-des. Mit dieſem Stachel verwundet der Tod die Seeledes natuͤrlich- vnd vnwiedergebohrnen Menſchen; dar-umb iſt er ein geiſtlicher; vnd deßhalbe cin vmb ſo vielgefährlicher Feinde; vmb ſo viel namlich die Seele foͤſt⸗|licher iſt dann der Leibe; vnd derohalbe die Gefahr/ foauff der Seele ſtehrt/ weit groͤſſer/ als alle Gefahr des
Leibs; oder deſſen/ fo allein leiblich vnd jr:diſch if.
Der Tod iſt ein jmmerwaͤhrender Feinde/vnd deßwegen abermahlen ſehr gefaͤhrlich. Schon inMutterleib legt vns Menſchen der Tod an ſeine Bande
vnd Feſſel; verlaßt vns auch nicht/ wann wir einmahl
gebohren find, biß er vns in das tunckel⸗ finſtere Grab/darin kein Ordnung iſt/ hinein zeucht. Liebe Chriſten;wir ſterben nicht erſt/ wann wir ſterben; ſondern alldie-weil wir noch leben. So bald wir gebohren werden|fangen wir ſchon an zu ſterben. Seneca der weiſe Heyd-
ſagt
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