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Spiegel der unermesslichen Gnad Gottes gegen den rewenden bussfertigen Sünderen : in XLV. Predigen uber das XV. Capitel Luce, ... verfasset: sampt erbawlichen Fest- und Nachtmahls-Predigen ... / durch Johannem Wirtz, Diener der Kirch und Schul Zürich
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Abraham.

82 Die Sibende

//.Was hat Adam/ vnſer aller Vatter/ an ſeinem erſtgebornen Sohn/dem Cain/gehabt? c] Einen recht gottloſen vnglaͤübigen Menſchen/ vondem die Kirch des leidigen Satans den anfang genommen; einen haͤſſigen/verbünſtigen/ rawen Bruder moͤrder; einen vrheber aller verfolgung vmbdes wahren Glaubens willen.

Es iſt freylich Noch ein frommer heiliger Vatter geweſen. f] Nothhat mit ſeinem glaub vnd frombkeit bey Gott dem Herꝛen gnad funden/ daßer dem allgemeinen Sünd- fluß entgangen/ vnd nicht mit dem verderbtenMenſchlichen geſchlecht dardurch erſaͤufft worde Noch hat von dem H. Geiſtin der Hh. Schrifft einen ſchoͤnen titel bekomen: er wirt geneñt 1g] Messwers, der Prediger der gerechtigkeit. Was hat er aber an dem Chamfür einen ſchöͤnen geſellen gehabt? Einen vermaledeyeten ſpoͤtter/ der allerlindtlichen liebe ehrenbietung gegẽ dem fo fromen Vatter vergeſſen; der ein

fambaum worden der verfluͤchtẽ/ verbañeten Voͤlckeren im Land Canaan,;welche Gott wegen jhrer abſchewſichẽ laſteren geheiſſen außrottẽ vn vertilcken.

Abraham iſt ein ſonderbarer freünd Gottes geweſen/ der ij ein Vat-ter aller glaͤübigen vom H. Geiſt genen net wirt ein ſonderbares muſter ei-nes Cſtarcken glaubens/ vnd wahren gehorſam̃e gegen Gott . Was hataber auch er an dem Iſmacl für einen Sohn gehabt? Auch einen ſpoͤtter/einen veraͤchter des wahren Gottsdienſts,/ einen verfolger/ von dem der Apo-ſtel ſagt: li] Der jenige/ der nach dem Fleiſch geboren war/ verfol-gete den/ der nach dem Geiſt geboren war: welchen derwegen derH. Abraham auß m] Gottes befelch ſelb/ mit ſampt feiner Muͤter/ derAgar/ auß dem Hauß muͤſſen ſtooſſen.

Iſaac/ Abrahams ſohn/ der allerdingen in des Vatters heilige fuͤß-ſtapffen geſtanden/ hat den Eſau gehabt/ welchen der H. Geiſt nennet n ei-nen huͤrer/ einen gottloſen/ vnheiligen/ der vmb ein einige ſpeiſe dasNecht feiner Erſtgeburt verkaufft: o] der dem Jacob(einem frommen Brů-der/ nach dem Leben getrachtet/ vnd den Tod geſchworen/ alſo daß er in Meſopotamiam muͤſſen geflöchner werden; der feiner ſo gottſeligen Muͤter/ derRebecca/ p) vorſetzlicher weiſe den höoͤchſten verdruß gethan in dem er ſichwider jhren willen mit Heydniſchen vnglaͤnbigen Weiberen von den Canasneiſchen verbanneten Voͤlckeren verheürahtet vnd vermiſcht. ö.

er

le Geneſ. IV. v. 5.6.7. 8. Auguſtin. de Civ. Dei lib. XV. cap..f] Geneſ. VI.. 9] 2. Pet. Il.5.[4] Geneſ. IX. 22..] Rom.IV.II. K] Ibid. v. 17. 8.19. I] Galat. IV. 29.[m] Geneſ.XXI. 2. In] Hebr. XII. 16. o] Gen. XXVII. 43. Ip] Ibid. v.i.2.