Predig. 217
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trawens zu dem Vatter. Grad alſo iſt beſchaffen geweſen die Beicht vnd Beyſpiel.Bekantnuß der ſünden bey dem König David; fie iſt freywillig geweſen/
ſie iſt voll Glaubens vnd Vertrawens zu Gott geweſen. Eh er auch zu
derſelben ſchreitet/ gibt er feinen Glauben mit diſem ſchoͤnen bittlichen
eingang zu verſtehen: x] O Gott / ſey mir gnaͤdig nach deiner
guͤte; dilge meine vbertrettungen nach deiner groſſen barm-hertzigkeit. Das find ja nicht wort eines vnglaͤübigen vnd an der
gnad Gottes verzweifflenden/ ſonder eines glaͤübigen/ kindtlichen Her-
tzens, das fein zuflucht gantz vertrawlich zu der groſſen gnad vnd er-
baͤrmbd des himmeliſchen Vatters genommen. Wer ſihet den Glauben vnd
das kindtliche Vertrawen nicht in der Bekañtnuß der ſünden bey dem Pu-
blicanen? Der hat eben/ wie David/ geſprochen: y D Gott/ ſey mir
ſündern gnaͤdig. In der rechten Bekanmnuß der ſünden in den Kinde| In der rehsren Gottes ringer das Evangelium mit dem Geſetz/ vnd der Glaub/ gegrün, ngen 44det auff die verheiſſungen des Evangelij/ auff den koſtlichen waͤrthen Vers| Evangetiumdienſt des Sünden- buͤſſers/ vnſers Heylands Chriſti/ gegründet/ ſiget dem.Fluͤch/ der Donder ſtim/ vnd dem ſchrecken des Geſetzes an/ vnd behaltet ob.
das Feld; alſo daß von jenem treffenlichen Theologo diſere Bekañtnuß
recht genennet wirt 2) Fidei victricis triumphus, ein Triumph desſighafften Glaubens.
Wann nun der Menſch feine ſünden alſo bekeñt; er bekeñt fie vor der Frucht derhohen Majeſtet Gottes; er bekeñts fein rund/ will nichts verhaͤlen/ verkleine⸗ rr,.ren/ entſchuldigen/ wie Adam vnd Eva/ vnſere erſten Elteren im Paradeiß funden.auff jhren trawrigen fahl gethan; er bekeñts von Hertzen/ freywillig/ mitwahrem/ kindtlichem vertrawen auff die gnad Gottes: 6 da hat dann ein fol|che Bekañtnuß ein edle/ herꝛliche frucht! da thuͤt ſich auff ein ſchoͤner vnder⸗ Sie erlan-ſcheid zwüſchen Gottes vnd der Menſchen Gericht. Wann ein Menſch vor. 36Menſchlichem jrdiſchem Gericht ſchwaͤre ſünden vnd boͤſe ſtuck bekeñt; ſo ko⸗*ſtet es jhn fein Leben/ er muß heben. Jener a] Achan wirt auff fein bekañt-nuß vor dem Helden Joſua verſteiniget. Jene[6] zween Hauptmaͤuner—welche den Isboſeth/ Sauls Sohn vnd König, vmbgebracht/ mit deſſenHaupt zu Daviden gen Hebron kommen/ vnd ſich ſelber angeben/ ſie habenes gethan; werden alßbald/ auß befelch Davids/ jaͤm̃erlich hin gericht/ manhat jhnen Haͤnd vnd Fuͤß abgehawen/ vnd offentlich zu menigkliches ſcheü-hen auffgehenckt. Es hat da platz das alte gemeine Sprüchwort: Mit der
Ee[x] Pſal. LI.3.] Luc. XVIII..] Sadeel in explicat.Pſal.XXXII. Ia] Joſ. VII. 20.21.25. Ib] 2. Samuel. IV. 12.
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