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Annales anabaptistici hoc est, Historia universalis de anabaptistarum origine, progressu, factionibus & schismatis, paradoxis, tumultibus, colloquiis, pacificationibus, locis & sedibus, scriptis hinc illinc emissis, edictis & iudiciis, ac quicquid praeterea ad rem facere videtur : His praemissa prolegomena 1. Ad lectorem. 2. de variis Anabaptistarum sectis tractatio duplex. 3. collatio cum veteribus haereticis. 4. de Donatistis. 5. quomodo tractandi eiusmodi homines : una cum indice copioso / Adornata a Ioh. Henrico Ottio Tigurino
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240 HE IST On I A

MDCXVIL ſtudendo, orando, prædicando, bene pieque vivendo, inſtituendo,

inſiſtendo. Judicat um, diſcernendos ſtudiosè noviter exortos Ana-baptiſtas à veteribus, priores manifeſtandos præfectis, juxta edictatractandos, obſtinaces tandem compingendos, Quinetiam veteres:fecernendos, quietos& ſolitarios, qui reliquam familiam in con-ciones, liberos in ſcholam mittunt, Miniſtrorumque colloquia ad-mittunt patienter ferendos: audaces verò, arrogantes, temerarios,concionatores, retinctores, matrimoniorum copulatores, Magi-ſtratui auxilia& ſubſidia contra hoſtem negantes, utriusque ſtatuùsconxitiatores, omnique conatu& vi erumpere conantes, incarce-randos cen incentores, rebelles, communis pacis& tranquillitatis:infrackores. Nihil tamen extra Ampl. Senats conſcientiam&mandatum tentandum.

Jo. Landis Magiſtratus Tigur. vendit Joh. Landi. nuper decollati villam

villa.

Moravi A-

nab-

ejusdem filiis pro oo. flor. d.. Oc.

In diſem Jahr ſagt Zeiler, als ich durch Maͤhren gereißt/ vnd kommenzu der Statt Eybanſchiz/ Herzen von gLippa gehoͤrig/ alda Catholiſche/ wie-wol wenig: item Lutherſche vnd Salviniſten( welche letſte ein gymnaſiumn der Vorſtatt hatten) auß diſen beiden Religionen wurde der Raht beſeht.Die vierdten waren Schweitzer Bruder/ die ein zimbliche Vorſtatt innen/auch jhre eigne Haͤuſer vnd Guͤter hatten/ von welchen: ſie ein gewuͤſſes de-purat in jhr gemein Hnuß/ in welchem jhr Prediger wohnte/ vnd die froͤmb.de beherbergt wurden/ liffern mußten/ in diſem Hauß wurde auch gepredigt.Diſe Leuch wurden jhr lebenlang nit getauft/ trugen keine Wehren/ vndhielten jhr Brodtbrechen oder das Abendmal allwegen auff Pfingſten. Diefünfften warend die Schwenckfelder, vnd dergleichen Leuthe fo bey einemBaum/ auſſer der Statt vnd Vorſtaͤtte/ aufm Felde/ Zuſammenkunfftenhielten: ju welchen man auch etliche Photinianer vnd Atheiſten gezehlt hat:;vie dann damaln 2. im Raht geſeſſen/ die man ſolcher Kaͤtzereyen(vnd daßſie kein Aufferſtehung der Todten geglaubt) bezuͤchtiget hat/ davon einer ſel-higer Zeit geſtorben. Die 6. waren die Inden/ deren gar vil geweſen/ ſo jhreigne Synagog/ vnd ein groſſe Gaſſen in der Statt innen gehabt. Auſſerder Statt faſt bey einer halben Stund wohneten. Die Hutteriſche Bruͤ-der, im Dorff Olekowig/ welche ins gemein die Widertaͤnffer genenntvarden, weiln ſie die jenige/ ſo nit von jhnen getaufft worden/ widertauffen.Et iſt jhnen aber diſer Nam ſehr zuwider/ unnd ſagen/ daß ſie nie keinen Wi-

der⸗/-