Buch 
Annales anabaptistici hoc est, Historia universalis de anabaptistarum origine, progressu, factionibus & schismatis, paradoxis, tumultibus, colloquiis, pacificationibus, locis & sedibus, scriptis hinc illinc emissis, edictis & iudiciis, ac quicquid praeterea ad rem facere videtur : His praemissa prolegomena 1. Ad lectorem. 2. de variis Anabaptistarum sectis tractatio duplex. 3. collatio cum veteribus haereticis. 4. de Donatistis. 5. quomodo tractandi eiusmodi homines : una cum indice copioso / Adornata a Ioh. Henrico Ottio Tigurino
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286 HS TOR TAMIC S.6. Valentinus Faͤlber Colmar. textor d. S. Jan. de variis incu-un au ſatur; daß er heiter geredt,. Wir lehren ein getauffter werde ſelig 2. Wirber. zwingind die Leuth zum heiligen Nachtmal. 3. Je gottloſer die Leuth/ jelieber fie vns. 4. Die Taͤufferſche Lehr ſige die wahre Lehr. 5. Es gefalleGott durch die Taͤufferſche thoräaͤchte Predig ſelig u machen. 6. VnſereLehr ſige nit die wahre Lehr. 7. Die Wiſſenſchafft der Original-Spraa-chen ſige zum Predigampt unnothwendig. Non autem dubitatum, quinab inferioris Germaniæ Anabaptiſtis, ſub textoris titulo, in has ter-ras noſtras explorandi& ſeducendi causa immiſſus fuerit. Ideo d.19. Jan. 1640. in eod. pago Birmenſtorff/ ubi talia prolocutus, hanc,que ſequitur, palinodiam publicè canere debuit: Nach dem ich Va-Ientin Faͤlber etwas zeits mich in dieſem Land Dienſts weiß auffenthalten/daß ich vnderm ſchein meines Handwercks etwan bey ehrlichen einfaͤltigenLeuthen/ auch junge noch vnwiſſende Weibsperſonen/ von den Puncten desEChriſtlichen Glaubens der Landen widrige Reden getriben/ ſonder auch mitallerhand vnzimmenden Gottslaͤſterlichen Reden wider einer ehrſamenChriſtlichen Obrigkeit Ehr vnd Anſehen,/ ſonderlich aber etliche deroſelbenReligions- puncten gehandlet/ in deme namlich ich vnder anderm mich auchdeſſen gantz vermaͤſſner vnd fraͤfner weiß verlauten laſſen doͤrffen/ als ob dieKirch dieſer Orten die rechte Lehr fuͤhre/ werde in zweifel gezogen/ ꝛc. ut ſu=prä. Nebend vilen andern Reden noch mehr/ fo durch gnugſame Kund-ſchafft auff mich bewiſen/ vnd ich nit widerſprechen kan. Von welcher Vn-gebuͤr wegen/ ein hohe Obrigkeit/ Her: Burgermeiſter vnd Raht der StattZürich gut fug vnd vrſachen gehebt/ mich an Leib vnd Leben zu ſtraffen/ ſohabend aber dieſelben auß ſonderbaren Gnaden mir/ nebend deme über auß-geſtandene Gefangenſchafft/ ich ein zeitlang am Schaͤllenwerck gehen ſollen/aufferlegt/ daß ich in der Kirchen allhier an die Kanzel ſtehen/ vnd allda ſol-che meine begangene Fehler offentlich bekennen folle. Weil dann ich mich ge-gen Gott vnd ein Chriſtliche Obrigkeit hoch verſündiget/ vnd deroſelben mitdieſer falſchen vnverdienten Zulag groß unrecht gethan hab/ als der ich bekenn, daß ich in den Kirchen diſer Orten kein falſche Lehr/ ſonder&OtttsWort/ vnd den Weg zur Seligkeit lauter vnd klar verkünden vnd predigenſelbs gehoͤrt: anch weder die Täͤuffer, noch ander Leuth niemals von Ehri-ſto ab/ ſonder zu demſelben/ vnd feinen heiligen theuren Verdienſt/ vnd einemfrommen gottſeligen Leben weiſen/ weber geſpuͤrt noch verſtanden. So bit-ten ich beforderſt Gott/ vnd ein ehrſame Obrigkeit/ demnach euch..viſtli-

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