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Christliche Leich-predigt Von stätigem Wunsch der Kindern Gottes, sonderlichen in letsten Todes-nöthen : gehalten zu Basel in der Pfarrkyrchen St. Peter, den 26. Jul. An. 1637. Bey ... Bestattung der ... Frawen Barbara Kriegelsteinin, weyland des ... Egnolff Wetzels seligen, ... Burgers und Handelsmans zu Colmar, ... Wittib ... / durch Johann-Jacob Leücht, Dienern am H. Evangelio bey St. Alban
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Leichpredigt. 15Kirchen Gottes: Wir wollen gern des Herꝛen zorntragen, dann wir haben wider jhn gef ündiget.Endlichen/ vmb feiner ſelbſten/ das iſt/ vmb ſei-ner Ehren willen. Dann wann in euſſerſten noͤthen/Menſchen hilff auß iſt/ vnd allererſt Gottes hilff anfa-het/ fo wird ja dadurch herzlich geoffenbarẽt GottesEhr/ nemlich;Die Ehr feiner Weißheit: der feine Heiligen weißt ram.ſo wunderlich zu führen,Die Ehr feiner Allmacht: der alß dann helffen kan-wann ſonſt alle hilff zerrunnen iſt. E, g=Die Ehr ſeiner Gerechtigkeit: da lehrnen wir ſagenmit David/ Hr:/ du biſt gerecht/ vnd alle deine pt us. 6)gericht ſind gerecht.Endlich/ die Ehr feiner Barmhertzigkeit: daß er inſeinem billichen zorn dennoch in euſſerſter noht eynge-denck verbleibe feiner gnad/ trew vnd guͤte/ der alß eingetrewer Gott / vns nicht laßt verſuchen über vn. Cor..fer vermögen/ ſondern verſchaffet⸗ daß die ver⸗ Ii.ſuchung fo ein end gewinne/ daß wirs kõnnen er,tragen.. Aber demnach ſo muß ſolcher Wunſch herkom-men/ auß gleubigem hertzen: dann ohne glauben iſt Hebt. i..es vnmuͤglich Gott zugefallen: alſo Föndte vnſer wunſchkeines wegs Gott angenehm oder kraͤfftig ſeyn/ wannſolcher nicht auß vertrawtem gleubigem hertzen theteentſpringen.Bileam wuͤnſchete auch von Gott / zu ſterben des tods Num. a3 0der gerechten/ kondte aber deſſen nicht gewaͤhret werden/weil kein vertrawen zu Gott ſich bey jhm befunden.Anderſt ſtünde es bey dem H. David/ der fein? wunſchnach Gott gethan hatte auß kindtlichem vertrawen vndgleubigem

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