Leichpredigt. 15Kirchen Gottes: Wir wollen gern des Herꝛen zorntragen, dann wir haben wider jhn gef ündiget.Endlichen/ vmb feiner ſelbſten/ das iſt/ vmb ſei-ner Ehren willen. Dann wann in euſſerſten noͤthen/Menſchen hilff auß iſt/ vnd allererſt Gottes hilff anfa-het/ fo wird ja dadurch herzlich geoffenbarẽt GottesEhr/ nemlich;Die Ehr feiner Weißheit: der feine Heiligen weißt ram.ſo wunderlich zu führen,Die Ehr feiner Allmacht: der alß dann helffen kan-wann ſonſt alle hilff zerrunnen iſt. E, g=Die Ehr ſeiner Gerechtigkeit: da lehrnen wir ſagenmit David/ Hr:/ du biſt gerecht/ vnd alle deine pt us. 6)gericht ſind gerecht.Endlich/ die Ehr feiner Barmhertzigkeit: daß er inſeinem billichen zorn dennoch in euſſerſter noht eynge-denck verbleibe feiner gnad/ trew vnd guͤte/ der alß eingetrewer Gott / vns nicht laßt verſuchen über vn. Cor..fer vermögen/ ſondern verſchaffet⸗ daß die ver⸗ Ii.ſuchung fo ein end gewinne/ daß wirs kõnnen er,tragen.. Aber demnach ſo muß ſolcher Wunſch herkom-men/ auß gleubigem hertzen: dann ohne glauben iſt Hebt. i..es vnmuͤglich Gott zugefallen: alſo Föndte vnſer wunſchkeines wegs Gott angenehm oder kraͤfftig ſeyn/ wannſolcher nicht auß vertrawtem gleubigem hertzen theteentſpringen.Bileam wuͤnſchete auch von Gott / zu ſterben des tods Num. a3 0der gerechten/ kondte aber deſſen nicht gewaͤhret werden/weil kein vertrawen zu Gott ſich bey jhm befunden.Anderſt ſtünde es bey dem H. David/ der fein? wunſchnach Gott gethan hatte auß kindtlichem vertrawen vndgleubigem
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