Leich⸗ Predieat, 29
Es hat der Scelig-verftorbene nicht allein die ClaflesGymnafli in ſeinem geliebten Batterland durchloffen/ſonder auch in dem daſelbſtigen Collegio ſich in huma-nioribus dergeſtalten fleiſſig geůͤbet/ daß er ſchoͤne profe-ctus in der Lateiniſchen Spraach vnd Philoſophia gema-
Vor vngefehr 5. Wochen hat er ſich vnder Beglei-tung feines älteren Juncker Bruders allhero begeben/ wil-lens in vnſerer Academey feine Studia fortzuſetzen vnd
nach dem Studio Politico, Hiſtoriarum vnd Juris natu-ralis auch das Studium Juris Civilis zu tractieren/ auchſchon in dem erſteren einen guten vnd gluͤcklichen Anfanggemacht/ vnd iſt nicht zu zweifeln daß/ ſo hm G Ottlangeres Leben vnd Geſundheit vergönnet haͤtte/ er ſeinevoraehabte Studia mit groſſem Lob/ zu nicht geringerſatisfaction vnd Ruhm ſeiner hoch⸗ anſehenlichen Ehren-Verwandten/ vnd gemeinem Nutzen feines waͤrtheſtenVarterlands wurde abſol viert haben: Dann neben deme/daß er mit genugſamen Gaaben von G tt darzu verſe-hen ware/ hatte er zu dieſen Studiis groſſen Luſt vnd vn-verdroſſenen Fleiß/ wie auß feinen manuſcriptis, in wel-chen er das/ was er von feinen Hn. Praceptoribus in pri-
vat vnd offentlichen Collegiis gehoͤret/ fleiſſig vnd audas ſauberſte auffgeſchrieben vnd verzeichnet hat/ genug-ſamb erhaͤllet...
Sein Leben vnd Wandel betreffend/ ſo hat er die kur-tze Zeit/ ſo er bey vns geweſen/ recht Chriſtlich in ſtillemvnd gottſeligem Weſen vnd Wandel zugebracht/ fo daßjedermaͤnniglich/ fo jhne gekannt/ jhme ein gutes Zeüg-nuß gibet.
Die jenigen aber/ ſo von n. an vmb jhne 6.
3 en⸗;