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Cosmographia : Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Munsterum in welcher begriffen, Aller völker Herrschafften, Stetten, und namhafftiger flecken, herkommen: Sitten, gebreüch, ordnung, glouben, secten, und hantierung, durch die gantze welt, und fürnemlich Teütscher nation : Was auch besunders in iedem landt gefunden unnd darin beschehen sey : Alles mit figuren und schönen landt taflen erklert, und für augen gestelt
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Das dritt büch

Schlofs zu dasfcbloß Rheinfelden / so mitten im Rhem off einem felsen flot/ gewinnenRheinfelde das selbig vnd befezren es. Als grane Rudolphen differ krieg vnnd auch der

Apt von fantGallen.

Frieg fo er hatt gegen dem apt von sant Gallen zu schwere wolt werden/ verfüget er sich in eigner person mit wenig dienern on alle geleyt ghen Wylim Tuegów/ begert daß er zu dem apringeloffen würd. Ab folichem hatt der apt einverwundern/ doch befalch er/ daß graue Rudolph zu im gelassen wurd.Grane Rudolph sprach zu dem apt/ Her: vo fant Gallen/ wie wol ich mit eich inkrieg stand/ so beken ich nit desterweniger daß ich ewer leßen man bin. Vnd fowir beid einander gleich fast befchedigeren/ so würde der Bischoff vo Basel vidie stett/ so sich zu im verbunden haben/ deffelbigen wol mögen lachen. Ich beger mich mit uch vi ewtem gotshauß zu richten/ so mit ich mich des bischofsavon Basel mögerweren.Ses gleichen etlichen rittern/ edelknechte vnd burgeren so von meinet wegen der bischoff auß der statt vertriben/ wider in die stattvizů dem jren Helffen möge/ vnd ward der krieg zwischen grane Rudolphenvnd dem apenit allein gerichtet/ funder sie verbinden sich zusammen cinanda

hilfflich zu sein. Als noch solchem der apt vonfant Gallen ein groffen hoff Balten wolt/ wann zudiffer zeyt was er fastmecßtig/ schickt er etlich weirwegen in das Elsas/ die felbige legt jm der Bischoffvon Basel ernider/ wie wol der vo Rötelen so deaBischoffs vnd des aptsmog was fölichs widerrietdo mit der apt graue Rudolphen deß weniger hilfther wid den Bischoff/ aber sein that verfing nichts.Bald Barnacß vmb Pfingsten bewarb sich graueRudolph bey dem apt daß er im zog mit dieyhundertritter vnd Knechten/ die alle gezelt wurdenan der brugt zu Seckingen do auch graue Rusdolpẞ lag mit allem feinem gezeig. So gegen zügDer Bischoff vn die statt Basel mit jren Belffern Bsach/ Liewenburg vn Rheinfelde/ graue Rudolphen de apt vo fant Gallen entgegen Vinach dem beid theil einander den streyt anbütten/ befalch derapt sein paner graue Eberharden von Lüpffen/ den felbigen schätzt man tomals den theiristen vitter so im land war. Aber hie zwifen kamen etlich grauen/ ber: en güt freind Beider theilen/ verschüfen so vil/ daß dießertebederfeytten in das closter Bücken zu fammen kamen/ vud ward der krieg domalsangestelt.ach folche sprach der bischoff/ Herz von sant Gallen/ was bat vn... fer fraw verschulde wider sant Gallen/ daß jefolchen schaden jren zufügen:So antwurt der apt/ Was hatsant Gall verschuldt gegen vnser frawen/Daß jrim sein weyn nament/ den ritter vnnd knecht solten getruncken haben:Somitzogen siezu beiden seyten ab.

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Anno 1270.gieng der krieg zwische dem bischoffvon Basel vnd grane Rudolphen wider an. Graue Rudolph vn der apt von fant Gallen zugen herabmitjrem zeig biß ghen Seckingen/ der meinung die statt Basel zu belegen.In solchem fiel zu daß sie besorgten nit vil zuschaffen/ des Balben zugen fie wider in das Oberland. Sarnacht legt graue Rudolph ein groffeschazug off

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