Leichpredtgt. _7
zeirltcher ftewdm / so wol in dem tod alß m Sem
leben»
Dann wann der natürliche Mensch gute tag auffEr-den hat/so mißbraucht er sieh derselbigm zum Hochmüt/
Works/ vnd verwandelt ihm also seinen wvlstand mschädliche fkricke/ durch welche er versencker wirdin das verderben vund verdaKnuß. Hergegen
i.TH^s. 9
wann
net wird/ nimpk es solche von Gott an/ alßseinGaabvnd Geschenck / erkennt darbey die freygchigkeit seineshMlischenVatters / vnd leßk sich dardurch zur Danck-sagung vnd Lobpreisung feines Nammens auffmun-
teren»
Wann dann ein kind diser Welt in vbelstand gerah-tet / so murret es durch vngedult vnd Widerspenstigkeitwider Gott / vndersteher sich seinem Joch zu entziehen/nimpk feine züflucht zu den Creaiuren/ ja ojfrermalenzu dem leidigen Teufel selbsten. Da hingegen ein kindGottes/wann es in Creutz vnd leid geführt wird / sichdarein ergibt mit sanfftmüt/mit einem stillen/rühigen
vnd sein vätterliches Hertz / gedenckk / welche der si)err ,r. 6.
lieb hat/ die pflege er zu züchtigen vnd zu sieupen/ Z2.
aufs daß sisnichr nrit der Welt verdampk/sonderndurch beständige Übung ihres Glaubens vnd Gedult/ielenger je mehr zu Hm gezogen werden.
Wann endlich die Todes-angst vnd schräcken amgehm/ chuk sich insonderheit diser vnderscheid Herfür.
Dann der vnwidergeborm Mensth hebt alß-dann anelendiglich zu zitteren vnd zu Zagen/die angst bricht ihmdasHertz/ daß er nicht weißt/ wo eynoder auß: weilihm
nichts