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tenach und Buchegg, die Teutschster von Könitz, die Zürcher,die Waldstätter, die Werner, — Kaiser Heinrich konnte den altenThron nicht mehr aufrichten, und auf der Rückfahrt schon ereilteihn der Tod 1313.
Nun war kaum vorauszusehen, daß die Reichspfandschaftensobald wieder eingelöst würden. Das aber konnte Bern gefährlichwerden. Sein eigener Zoll war an den Grafen von Bucheggverpfändet, Lanpen an Otto von Granson, Grasburg und Murtenan den Grafen von Savoyen, die Landschaft Hasle an die Frei-herren von Weißenbnrg. lleberall war der Adel begünstigt, undgerade zu dieser Zeit zog Oesterreich unter dem Vorwand derBlutrache die Güter der Mitverschworenen Parricidas und ihrerVerwandten ein, wodurch seine Stellung im Oberlande befestigtwurde. Dazu beanspruchte es die Landgrafschaft Burgund. IhrInhaber trat sie an die Grafen von Khburg ab, die ebensowenig vor den Herzogen von Oesterreich bestehen konnten undihnen gemäß den Willisanerbriefen vom 1. August 1313 für dieLandgrafschaft huldigten. Das war für Bern ein harter Schlag.Das Haus Khburg, von Oesterreich bisher stets benachtheiligtund mit Bern befreundet, trat von Bern zurück und ging zuOesterreich über. llm so enger hielten die Städte zusammen.Bern verbündete sich mit Solothurn, Freiburg, Viel, Laupen,Murten, Burgdorf und Thun.
Nach Kaiser Heinrichs Tode bewarben sich Herzog Friedrichder Schone von Oesterreich, Albrechts Sohn, und Herzog Ludwigvon Bayern um den Thron. Das Reich erhielt zwei Könige.Welcher war der rechte, welchem sollte mau huldigen'? Bern undSolothurn erkannten keinen an.
Von König Friedrich gedeckt, waren die Oesterreicher eifrigbemüht, ihre Herrschaft auszudehnen. Aber der Versuch, diellrschweiz ganz zu unterwerfen, mißlang durch die Niederlageam Morgarten. Ebenso wenig gelang der Vorstoß in die bur-gundischeu Lande. Das von Bern unterstützte Solothurn blieb