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Bern's Geschichte 1191-1891 : Festschrift zur 700jährigen Gründungsfeier / von Wolfg. Friedrich von Mülinen
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deren Besitz Freiburg den Bernern längst mißgönnte. Hierbefehligte der Ritter Anton von Blankenbnrg, dem anf seineerste Mahnung sofort 600 Mann unter dem jüngern Johannvon Bubenberg gesandt wurden. Die Auswahl war so getroffen,daß jede Familie einen Angehörigen in Laupen hatte und so ^das Schicksal Laupens allen am Herz hieng. Sie hatten sich !tapfer zu wehren gegen die übermüthigen Feinde, die in eitler >Siegeszuversicht schon die Häuser in Bern unter sich vertheilten. !

Unterdessen vollendeten die Berner ihre Rüstungen unter !

der Leitung von Burkhart von Bennewyl, dem Kriegswerk- z

meister Burkhart, Johann von Seedorf, Berchtold Gloggner undPeter von Krantzigen. Zu Vennern wurden bestellt: Peter von ^Balm, Rudolf von Muleren, Peter Wentschaz und Johann von !Herbligen. Zum Hauptmann aber in der Schlacht ward der :Ritter Rudolf von Erlach erwählt, der sein Dienstverhältnis; zuseinem Lehnsherrn, dem Grafen von Nidan, aufgegeben hatte.

Ein anderer, der in heiligem Eifer ermuthigte und antrieb, warder Lentpriester vom Teutsch-Ordcn, Diebold Baselwind.

Die Solothurner blieben nicht aus, und die Waldstätte, dieman um Hülfe gemahnt, hatten geantwortet:Liebe Freundevon Bern, man spürt den Freund nur in der Noth, so solltihr Freunde an uns finden." Mit ihnen trafen am Morgendes 21. Juni die Oberländer in Bern ein. Insgesammt zogendie Berner und ihre Bundesgenossen aus, alle mit einem weißenTuchkreuze geschmückt. Als es am heißesten war, kamen sie aufden Bramberg. Die Feinde waren von ihrem Anmarsch benach-richtigt und ihnen bereits entgegcngezogen. Die Gegend vonWyden und dem jetzt verschwundenen Oberwyl, eine halbe Stundevon Laupen, sollte zum denkwürdigen Kampfplätze werden.

Deir rechten Flügel der Feinde, gegen die Sense zu, bildeteder Adel, die Reiterei, links standen die Fußtruppen, namentlichFreibnrgcr. Dein Adel gegenüber standen die Waldstätter, denFrcibnrgcrn gegenüber die Berner.