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sckütterliclie Tapferkeit und Ausdauer der russischen Soldaten leugnenzu wollen, wenn auch die Fähigkeit derselben, Beschwerden undEntbehrungen zu ertragen, seit den Tagen SuworofFs abgenommenzu haben scheint (vgl- Bernhardi I, p. 38). Man denke, ausser derschon erwähnten grossen Einhusse des KutusofFschen Heeres imJahre 1812, besonders an die Ungeheuern Verluste der Küssen imKrimkrieg, zu welchem nicht die Kämpfe, sondern Krankheiten etc.das Hauptcontingent gestellt hatten. Aber da nun die Tapferkeitder Russen keinem Zweifel unterliegt, so muss eben die Ursachejenes überraschenden Ergebnisses in der fehlerhaften Taktik undnoch mehr in der unfähigen Führung gesucht werden. Und hierergibt sich dann noch ein weit bedenklicheres Resultat, wenn wirdie nationalrussischen Feldherrn den Angehörigen fremder Rationali-täten, Deutschrussen, Deutschen, Franzosen etc., .gegenüberstellen.Wie viel Peter der Grosse seinen fremden Lehrmeistern verdankte,ist bekannt. Aber auch fernerhin, was wollen die wenigen russischenAnführer, die in europäischen Kriegen hervortreten, und sich meistensdurch ihre Unfähigkeit oder Unentschlossenheit hlamirten, gegenüberder Menge von Feldherrn anderer Nationalitäten bedeuten, die russischeHeere geführt und von denen wenigstens einzelne doch bedeutendesgeleistet haben! Die Apraxin, Fermor, Soltikoff, Rumänzoff, Repnin,Potemlcin, Korsakoff, Kutusoff, Paskjewitsch, MenscliikofF, Gortscha-koff, Skobeleff und Gurko (welch’ letztere sich nur gegen die Türkenerprobt) gegenüber den Deutschen oder Deutschrussen Münnich, Fer-sen, Bennigsen, Buxhöwden, Knorring, Barclay de Tolly, Toll (dem dasmeiste dessen zu verdanken war, was unter Kutusoff lohenswerthes ge-schah), Wittgenstein, Diehitsch (ein Schlesier, der im Berliner Kadetten-hause vorgehildet war), Sacken, Tettenborn, dem Prinzen v. Würtein-herg und endlich Todleben, dem Meister von Sebastopol und Plewna 1 ),dann den Franzosen Langeron nnd St. Priest, dem Georgier Bagrationund dem Armenier Loris-Melikoff. Paskjewitsch, wohl der tüchtigsteunter den nationalrussischen Heerführern dieses Jahrhunderts, hatteim wesentlichen doch nur mit Orientalen zu kämpfen. Im Jahre1831 war in Polen die Hauptsache getlian, als er ankam, und auchihm stand übrigens wieder Toll als Generalstahschef zur Seite. Suwo-
x ) Audi einige der hervorragendsten Staatsmänner Kusslands in diesem Jahr-hundert, Nesselrode, Kapodistrias und Giers sind ursprünglich fremder Herkunft.