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I. Band.
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wesen. *) Die öffentlichen Einrichtungen, Sitten und allgemeinen Ver-hältnisse der Kelten aber, sind von dem Verfasser anderswo geschildertworden, und auch ohnedem bei den großen Umwälzungen, die in späternJahrhunderten in diesen Ländern stattfanden, wegen des geringen Zu-sammenhanges mit seiner besondern Aufgabe für den Geschichtöschreiberdes Freistaats Bern nicht von besonderer Wichtigkeit. Uebrigens sinddie Schicksale dieser ältesten Bewohner des bernischen Gebietes so dunkel,und die Denkmäler, von denen man glaubt, daß sie aus diesen fernenZeiten herrühren mögen, so unvollständig, daß sich kaum mit einigerZuversicht von denselben auf irgend etwas mit Bestimmtheit schließenläßt. Nur daß sich auch die spätesten Enkel jener Urväter nicht zu schä-men haben, liegt außer allem Zweifel. Denn nach dem Urtheile desgrößten Feldherrn der alten Zeit, der den Muth aller dieser Völker ineigener Erfahrung erprobt hatte, übertrafen die Helvetier nicht nur alleübrigen Stämme an Tapferkeit **), sondern waren auch den Germanenim Kriege weit überlegen. ***) Allein dieser Ruf unbescholtener kriegeri-scher Tugend ist wohl das einzige Erbe, welches von jenen uralten Ge-schlechtern noch ungeschmälert auf die spätern übergegangen ist.

Aber wenn auch die Tapferkeit und der unerschütterliche Freisinn derhelvetischen Völker ihre Waffen in der Vertheidigung gegen gallische odergermanische Uebermacht mit Sieg gekrönt hatten, so reichten doch dieseTugenden nicht hin, zum Kampfe gegen die unvergleichliche Staatskunstund die unermüdliche Beharrlichkeit des ewigen Roms und die Kriegs-kunst seiner ausgezeichneten Feldherren. Schon gegen Marius wurde vonder tapfern Heerschaar der Ambronen unglücklich gefochten, WelchenAusgang aber der zu des großen Cäsars Zeiten von den helvetischenStämmen versuchte allgemeine Ausgang nahm, ist durch die Erzählungdes unsterblichen Imperators selbst auf die Nachwelt gekommen. Durchdie von Cäsar erhaltene Niederlage wurde die rohe Kraft des helvetischenVolkes gänzlich gebrochen. Es war von da an nicht mehr schwierig,

*) äe Locdat. Älem. crit. I. Tom. I. Nem. l. etc. Gottlieb Ä)alther's

Versuch über die älteste Geschichte von Helvetien. Loh. v. Nüller's Ge-schichte der schweizerischen Eidgenossenschaft.

**) ^tul. 6seLÄr «te dello »allico. Tib. I. cax.

***) ^ul. (!se5Lr <1e vello Asllico. I.>l>. I. csx.

ss) Ungeachtet aller Bedenken des gelehrten l^-s 6e Locket, welcher die Am-bronen aus einem ganz andern Theile Galliens herkommen läßt, müssenwir nach genauer Durchforschung aller auf diesen Stamm Bezug haben-den Stellen der Alten die Ansicht Walthers theilen, daß auch die Völkerzwischen dem Jura und der Rhone zu den von Marius geschlagenen Am-bronen gehört haben. Indessen ist es hier nicht der Ort, dieses weit-läufiger zu untersuchen.