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I. Band.
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größte Bestimmtheit. Dann war die lange Zeit des Verfalls unter seinenungleichen Nachfolgern vorzüglich der Befestigung der Macht der Herzogeund Grafen günstig, welche ihre persönlichen Würden und Aemter mehrund mehr auf ihre Erben überzutragen wußten. Nur die immer mehrum sich greifende Kirche vermochte ihnen noch das Gleichgewicht zu hatten.Für die innern Verhältnisse der Völker an der Aare und Reuß aber magwohl eine der wichtigsten Maßregeln Karls des Großen, die Versetzung 'so vieler sächsischen Familien aus ihrer Heimath in fränkische Länder,gewesen sein *). Die sächsischen Endungen vieler Dorfnamen in einerGegend, wo sonst die meisten Namen allemannisch sind, und die Mund-art in einzelnen Theilen des Kantons Bern, scheinen wenigstens einestarke Vermuthung zu begründen, daß ein Theil dieser sächsischen Bevöl-kerungen an die Ufer der Aare versetzt worden sei.

In den Theilungen der Söhne Ludwigs des Frommen erhielt Lotharzum Königreich Italien einen Theil von Burgund, nämlich das Thalvon Aosta, die Grafschaften Wallis, Waadt, Scodingen und Waraschkennebst andern mehr **), und mit Ausnahme von Italien giengen dieseGegenden in der Mitte des neunten Jahrhunderts auf seinen Sohn glei-chen Namens über. Untreue gegen seine Gemahlin Dietburga, die Toch-ter eines burgundischen Grafen Boso, verwickelte diesen Fürsten in einenschwierigen Kampf mit ihrem Bruder, dem mächtigen Herzog Hugbert,seinem Vasallen, der eine weite Strecke Landes vorn Jura bis an dieAare und die penninischen Alpen verwaltete. Graf Konrad, aus einem an-gesehenen fränkischen, mit dem kaiserlichen Hause verschwägerten Stamme,befehligte die Schaaren des Königs. In der Schlacht bei Orbe verlorHugbert sein Herzogthnm und das Leben. Jenes aber gieng auf deneben so tapfern als glücklichen Feldherrn über. Allein bei Lothars Todefiel sein Erbe nicht wie es sollte seinem Bruder Kaiser Ludwig II. an-heim, sondern sein Oheim, Ludwig der deutsche König der Ostfrankenund Karl der Kahle, König von Frankreich, bemächtigten sich desselbenund theilten es unter sich. Etsaßgau, Basel, St. Ursnsmünster zuSolothurn, Münster in Granfelden, die Klause, Waraschken und mitMurbach, Luzern wurde dem Könige von Ostfranken zu Theil. Aberdie Zeit des gänzlichen Verfalls des Karolingischen Hauses war herbei-gekommen. Ueberall herrschte eine grenzenlose Verwirrung, die Normän-ner drangen bis in die burgundischen Länder vor und verwüsteten dieselben.Im mittäglichen Theile zitterte man vor den Saracenen. Viele fürchteten

rerom. kranciosrum, a kipino ot Larolo ^Ir»AN» ,-e<siiiuL ßestse

sunt. Houyuct tust. der (Maules. Vol. V. pgA. 65.

**) ^nnalcs Lerchilnsm de ßcst. l.ud kii ad ruinum 83g. Louquet vol. VI. pag 202 .