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I. Band.
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konnte am Ende eine für alle Theile befriedigende Ausgleichung zu Standekommen *). Die Würde des Rektorats, welche dem damit bekleidetenFürsten eine den Zwecken des Hohenstaufischen Kaiserhauses nicht entspre-chende Unabhängigkeit in den burgundischen Ländern zugesichert hatte, ließman zwar vor der Hand noch nicht eingehen, doch wollte sie der Kaisernur seinem eigenen Sohne Heinrich anvertrauen **). In der Folge aber,vielleicht als Heinrich 1223 zum römischen Könige erwählt wurde, scheintdiese Würde aufgehoben, und die Reichsgeschäfte bloß durch sogenannteProkuratoren verwaltet worden zu sein ***). Die Städte Zürich, Bern,Solothurn, die Grafschaft Rheinfetden, nebst manchen andern Städten,Gütern und Vogteien kehrten an das Reich zurück. Die LandgrafschaftBreisgau fiel an das Haus Baden. Die übrigen Allodialgüter inSchwaben wurden theils dem durch Berchtold's Schwester, Agnes, mitden Zähringern verschwägerten Hause Hohen-Urach, theils dem HauseTek zu Theil, welches letztere bald darauf seinen Antheil wieder an denKaiser verkaufte. Einige Städte und Schlösser in der Waadt erhielt derGraf von Savoyen, andere der Bischof von Lausanne. Noch andereBesitzungen in Burgund gewannen die Grafen von Greyerz, die Grafenvon Neuenburg, die Freiherren von Grandson und andere mächtige Baronedes Landes. Allein bei weitem der bedeutendste Theil der ZähringischenBesitzungen in Burgund, die Landgrafschaft Burgund, auf dem rechtenAarufer mit Inbegriff der Herrschaften Wangen, Willisau und Rahnfiüh,der Herrschaft Thun und dem Schirm über Freiburg als Reichslehen,Burgdorf, Ottingen, Landshut, Huttwyl, Herzogenbuchsee, als eigenesGut fiel dem Grafen Ulrich von Kyburg, dem Schwager des letzt verstor-benen Herzogs von Zähringen, von seiner Schwester Anna, anheim f).

Ulrich, Her Schwager des Herzogs von^ähringen, war ein Sohnjenes Hartmann's, der die Gräfin Richenza von Lenzburg, die man fürdie Tochter Arnold's von Baden hielt, geheirathet und durch diese Heirathseinem Geschlechte den Besitz eines Theils der Güter dieses LenzburgischenZweiges, nebst dem Schlosse Baden zugebracht hatte. Ulrich war vonJugend auf ein getreuer Freund und Anhänger Kaiser Friedrich, desRothbarts, gewesen, den er auf seinen Zügen in Palästina begleitete undin seinen Kriegen standhaft unterstützte. Im übrigen stand Graf Ulrich

*) Raumer'S Geschichte der Hohenstaufen. Ni. B. S. 318 . , '

**) Heinrich erscheint in einer Urkunde vom Jahre 1219 als Nektor.

***) Im Jahre 1229 schreibt der römische König Heinrich: krocuratori Um-wegen Beschirmung des Hauses Köniz.ch) Schöpflin/ bist. LcerinK. LaU. Herrn Appellationsrichter Stettler's 60I-

lect. Mrz.

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